Anbei zwei gescheiterte, ärgerliche Finishversuche von gestern. Zunächst ein tolles 146er Finish, bei leider nur 132 Rest, der letzte hätte die D6 sein sollen
. Und dann drei Doppel getroffen, leider sollte eigentlich schon der erste dieser drei Darts in D1, war nämlich bei 2 Rest.
146 & 132, noch zwei Restwerte, die zeigen, wie komplex Finishwege sein können.
146 Rest:
Die meisten Finish-Tabellen weisen wahrscheinlich T20 / T18 / D16 aus.Grundsätzlich ein schöner Weg. Erfahrungsgemäß ist es aber - gesetz dem Fall, der erste Pfeil steckt attraktiv im Bord - einfacher, zweimal das gleiche Triple zu treffen wie zwei verschiedene Triples.
In der Praxis spiele ich zum Beispiel bei 146 Rest eher T19 / T19 / D16. Oft sieht man es auch, dass nach dem ersten Dart in der T20 weiter auf die T20 gefeuert wird. Dann wird plötzlich ein T20/T20/D13 daraus.
132 Rest:
Unter Druck (=Gegner auf Check) sieht man bei besseren Spielern fast immer, dass auf DB/SB begonnen wird. Vorteil: Selbst bei einem SB hat man mit 107 Rest noch ein Finish. Beginne ich auf T20 und verpasse, ist meine Check-Chance bereits dahin. Ist mein Gegner allerdings noch nicht auf Check, ist der Weg über das Bull ziemlich sinnfrei, hier bieten sich die normalen Triple-Wege wie T20/T20/D6, T20/T16/D12 oder ähnliches an.
Fazit: Der ideale Finishweg ist erstmal von den Restpunkten meines Gegners abhängig. Wenn mein Gegner
1) einen Check hat, sollte ich versuchen den Weg zu wählen, der mir zu einer höchstmöglichen Wahrscheinlichkeit einen Doppelwurf erlaubt
2) keinen Check hat, kann ich vordergründig eigene Präferenzen einfließen lassen, z.B. das Ziel meines Lieblingsdoppels.
Und letztendlich kann der optimale Finishweg dann sogar noch von meinem ersten Dart beeinflusst werden, (Beispiel: T20/T20/D13) weil es schlichtweg wahrscheinlicher ist, auf Doppel werfen zu dürfen - auch wenn das vielleicht nicht zu meinen Lieblingsdoppeln gehört.
. Und dann drei Doppel getroffen, leider sollte eigentlich schon der erste dieser drei Darts in D1, war nämlich bei 2 Rest.