Frauen von Welt spielen Dart

Die richtige Armhaltung

  • Hallo,


    ich spiele jetzt seit 3 Wochen Dart. Habe ca. 50 spiele gegen Freunde gespielt und werfe eigentlich täglich zumindest ein paar mal auf die Scheibe.
    Oft spiele ich ein nettes Übungsspiel: 1/3 Darts muss in die 20, dann auf die 19 und so weiter..
    Etliche Youtube Videos über Wurftechnik usw. gesehen, aber den richtigen weg für mich hab ich nicht gefunden.

    Soviel zu meinen Erfahrungen.

    Mein Problem:
    Mein Ellenbogen/Oberarm kann ich schon sehr gut fixiert im Rückschwung lassen.
    Beim durchschwingen hebt sich der Ellenbogen ein wenig. So wie ich es mir angelesen habe, ist das auch inordnung.

    Nun lese ich aber immer das der Oberarm im 90° Winkel stehen muss.
    Zum Boden ? oder beim zielen vor dem Rückschwung zum Unterarm ?

    Wenn es zum Boden sein soll, dann ist der Dart in der Ansprech/Zielposition nicht auf Augenhöhe sondern über meinem Kopf.

    Momentan hab ich den Arm deutlich gesenkt.
    Wenn man eine Linie durch mein Unterarm ziehen würde, dann würde die unter der Dartscheibe auf dem Boden zeigen.
    Den Dart ziehe ich links (Linkshänder) am Kopf vorbei. Wenn ich den Dart vor meinem Auge habe, welche Methode ich bevorzugen würde, fehlt mir die Kraft den vernünftig zu werfen ohne eine hohe Flugkurve zu haben. Halte ich den Dart wie gesagt eher über meinem Kopf ist die Kraft null Problem. Also Kraft ist genügend da, aber der unterschied zum gehobenen Arm ist wie Tag und Nacht.. bei gefühlt gleichen Wurfablauf ist die spitze fast komplett im Board, da könnte man einiges an Kraft rausnehmen und würde dadurch präzisier werden.

    Da ich nun die ganze Zeit mit gesenktem Arm und Dart am Kopf vorbei ziehen gespielt hab, habe ich auch etwas Übung und treffe auch immer besser, aber es fühlt sich trotzdem falsch an.
    Hab ich den Arm parallel zum Boden, dann habe ich auch deutlich mehr Power und kann deutlich leichter den Dart werfen, nur ist die Streuung extrem, weil ich so auch null Übung hab.



    Was ich nun eigentlich mit diesem riesen Text hier erfragen möchte ist:

    Soll ich mit dem Arm parallel zum Boden eine neue Wurftechnik trainieren oder mit gesenktem Unterarm der trotzdem fixiert ist weiter trainieren ?

    Ich bin gespannt auf eure Antworten

    Vielen Dank schonmal!

  • Meine persönliche Meinung. Wirf wie es sich gut anfühlt. Ich hab auch versucht, nach "Bilderbuch " umzustellen und alles schlechter gemacht.


    Die Frage ist, kann ein Spieler, der gerade erst angefangen hat, ein gutes Gefühl haben? Und angenommen er hätte es, ist dann garantiert, dass sich so sein Wurf gut entwickelt?


    Meine persönliche Meinung, seinen Wurf zu entwickeln ist ein sehr komplexer Vorgang. Die meisten Spieler scheitern daran, weil sie sich mit den falschen Vorstellungen an die Sache machen. Es ist für sehr viele Spieler kaum möglich den Wurf zu entwickeln, da sie falsch trainieren und denken.


    Zumal man als Anfänger kaum über die nötige Erfahrung verfügt, sich alles selbst beizubringen. Wer nicht von Anfang an über eine gut ausgeprägte körperliche und mentale Selbstwahrnehmung verfügt, wird es nur durch Zufall schaffen, die richtigen Schritte zu unternehmen, um den Wurf für sich optimal zu automatisieren.

    Und dabei heißt optimal nicht, dass es die perfekte Wurftechnik gibt, die es zu kopieren gilt, sondern dem individuellen motorischen Vermögen, körperlichen Eignungen und kognitiven Voraussetzungen angepasste Technik.


    Das ist schwer durch Trainingsspielen zu vermitteln.


    Btw. Kann man einem Spieler eine Wurftechnik empfehlen, wenn man seinen Wurf nicht gesehen hat?

  • Bentastic
    Momentan werfe ich so wie es sich gut anfühlt, aber mein Kopf sagt, so kann sich die Technik nicht optimal entwickeln und da ist mehr raus zu holen.

    dartblog
    Ich sehe das genau wie du.. ein Anfänger kann nur durch Zufall die richtige Wurftechnik festigen.
    Ich habe auch sehr viele deiner Videos gesehen und finde das diese zu den besten Videos gehören die man auf Youtube findet.

    Ich spiele Golf und da gibt es klarer vorgaben wie ein optimaler Schwung auszusehen hat und je nach Alter,Beweglichkeit, motorischen fähigkeiten etc. kann der Schwung mit etwas weniger Schwung durchgeführt werden, aber man hat eine klare Vorgabe wie der Schwung auszusehen hat.

    Beim Darten lese und höre ich nun aber immer wieder:
    Es ist sehr individuell, spiel so wie du dich wohl fühlst, es gibt nicht DIE eine Wurftechnik

    und das wurmt mich so, weil ich keine klare aussage habe wie ich trainieren soll.
    Es soll alles Hobby bleiben, aber ich möchte trotzdem auf einem sehr hohen Niveau hin arbeiten, weil mir genau das spaß macht. Besser werden...

  • Dann hätt ich einfach vorgeschlagen du orienteirst an einem Profispieler dessen Technik dir optisch zusagt und die von deiner derzeitigen Technik zumindest Nahe kommt. Dann hättest du wenigstens ne Orientierung die (theoretisch) nich ganz so schelcht sein kann!?


    Obs dich dann wirklich groß weiterbringt is ja ne andre Frage...

    Aber wenn du halt unbedingt ne Orientierung haben willst/musst hättest du dieses mentale Problem zumindest gelöst!?

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Wir gehen in Serie
  • Dann hätt ich einfach vorgeschlagen du orienteirst an einem Profispieler dessen Technik dir optisch zusagt und die von deiner derzeitigen Technik zumindest Nahe kommt. Dann hättest du wenigstens ne Orientierung die (theoretisch) nich ganz so schelcht sein kann!?


    Obs dich dann wirklich groß weiterbringt is ja ne andre Frage...

    Aber wenn du halt unbedingt ne Orientierung haben willst/musst hättest du dieses mentale Problem zumindest gelöst!?

    Das Problem dabei ist die Selbstwahrnehmung. Warum gibt es in anderen Sportarten Trainer, die einen korrigieren oder die richtigen Übungen vermitteln?


    Weil es für einen Anfänger sehr schwierig ist, zwischen seinem subjektiven Empfinden und dem tatsächlich Umgesetzten unterscheiden zu können. Also das was er denkt zu tun, wird oft nicht das sein, was er wirklich tut.


    Also wie kann ihm dann ein Vorbild weiterhelfen?


    Zumal die Sache auch dazu führt, viel zu verkopft die Technik umzusetzen. Technikerwerb ist zwar eine kognitive Leistung, aber sollte nicht durch bewusstes andenken erzwungen werden.


    Des Weiteren ist es für einen Anfänger auch kaum möglich, Vorgaben ohne fremde Hilfe auszuführen, weil es den Blick für das wesentliche gar nicht hat. Da sind wir wieder beim Korrigieren.

  • Mein Tip als Autodidakt, der früher einfach geworfen hat ohne über Sinn oder Unsinn einer Bewegung nachzudenken und so auf nen soliden 80er Schnitt kam…nach 10jähriger Pause, völlig verkopft wiederum knapp 10 Jahre autodidaktisch seinen Wurf verschlimmbessert hat (zugegeben heute ist er deutlich sauberer):


    Gib Dir nen Ruck und dartblog paar Euronen ( ein neues Paar Golfschuhe ist teurer), schau Dir sein Trainingsmaterial und v.a. die „Philosophie“ dahinter an. Ne Wurfanalyse gib’s gratis dazu und Du hast Verbesserungspotenzial für Jahre.


    Achso und:welcome:

  • Hallo,

    genau diese Unsicherheit vieler Spieler war einer der Hauptgründe, warum ich angefangen habe, zu versuchen Normwerte bzw. Orientierungswerte zu erheben. Dieser "du musst irgendwo 90°"-Fetisch, der nicht nur im Darts zu finden ist, ist definitiv nicht richtig.

    Hier zu Deiner Sicherheit gerade in der Anfangsphase:

    Wenn Du den Oberarm zwischen Start und Release stabil hältst, machst Du schon sehr viel richtig. Wie hoch Du dabei den Ellbogen hältst, ist als individuell zu betrachten. Der Oberarm sollte bis zum Release ruhig bleiben und keinesfalls sinken, was danach passiert, ist ein leichtes Heben des Oberarms, das einen Winkel von 17,5° nicht überschreiten sollte. Bei Frauen ist der Wert höher, und auch bei Kindern/Jugendspielern kann das Heben auch deutlich höher ausfallen, ohne ein Problem darzustellen.

    Apropos: Der stabile Oberarm ist der einzige Faktor, der für sich allein genommen bereits gut zwischen treffsicheren und weniger treffsicheren Spielern unterscheiden kann.

    Wichtig, wenn Du grade am Anfang bist: Hier eine Orientierungshilfe, welche Eckpunkte in welcher Reihenfolge abgearbeitet werden sollten: 1) Stabiler Stand, 2) Bewegungsausmaß (Durchziehen des Armes bis zu einem gewissen Grad - Bitte nicht auf das vollständige Durchstrecken versteifen) 3) Oberarmstabilität - Das schreibe ich deshalb hier, da ein Erhöhen des Durchziehens oft ein neuerliches Arbeiten am Stabilisieren des Oberarmes notwendig macht.

    Viel Erfolg!

    P.s.: Ich stimme theblindPew absolut zu.

  • Ich spiele seit einem halben Jahr ernsthafter, mit dem Ziel meinen eigenen Wurf zu entwickeln. Manchmal werfe ich konsequent um die 20 herum:rolleyes:.

    Theoretisch hab ich eine Vorstellung vom Wurf. Die Praxis sieht ganz anders aus....

    Es gibt Phasen wo sich der Wurf einfach gut anfühlt und die Darts eng gruppiert sind (gerne auch mal alle in die 5). Auch Doppel gehen gut.

    Das hat dann viel mit Fokus und innerer Ruhe zu tun, gutem Stand und Körperachse. Wie stehen Hüfte und Schulter sind für mich wichtig.

    Um einen fixen Ausgangspunkt zu haben, habe ich eine feste Fussposition markiert, von der aus ich leichte Variationen im Training vornehme.

    Ansonsten sehe ich das Ganze meditativ und gelassen. Irgendwann werde ich meinen Wurf finden:).

    Muss mich aber auch nicht in Wettkämpfen beweisen.

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