Beiträge von Hulk Afroman

    Nur die Ruhe. Viele Details zum Verhältnis von BDO und WDF sind mir auch nicht ganz klar, das gebe ich zu. Auch die Details zur Quali für WDF Major Events sind mir nicht klar, dazu habe ich aber auch nichts gesagt.

    Soooo daneben liege ich mit einigen Aussagen aber nun auch wieder nicht.

    Diese in Deutschland ausgetragenen Turnier sind DDV Turniere , über die man sich WDF Ranglisten Punkte holen kann und haben mit der BDO überhaupt nichts zu tun, außer dass auch englische Spieler nach Deutschland kommen und daran teilnehmen.

    Das ist nur teilweise richtig: Bei den German Open wurden zumindest früher die begehrten BDO Ranglistenpunkte vergeben. Deshalb sind ja immer so viele Engländer gekommen. Jetzt ist es ein Turnier der 1. Kategorie mit besonders hoher Wertung. Details hab ich so schnell nicht klären können, sollte auf idpa.co.uk stehen.


    Dafür hat der WDF wieder überhaupt nichts mit der Weltmeisterschaft in Lakeside oder den Winmau World Masters zu tun - das sind von der BDO veranstaltete Turniere.

    Das sieht die WDF wohl anders, auf ihrer Homepage nennen sie beide Turniere. BDO ist trotzdem Veranstalter, das ist auch richtig. Aber auch etwas verwirrend.

    wie die Situation ohne WDF ausschauen würde, stelle ich mir lieber gar nicht erst vor


    Klar muss man einen internationalen Verband haben. (Betonung auf einen.) Ohne Dachverband kann eine Sportart nicht international anerkannt werden. Aber mit Alkohol auch nicht. Und jetzt nur kurz und ohne Recht-haben-wollen

    Sorry, dass sich das hier komplett in Richtung :offtopic: verschoben hat. Wollte die alte Alkohol-Diskussion nicht aufwärmen.

    Ok, ich überlege nochmal. Meine Aussagen auseinander gezogen sind
    1. Aussagen
    a) Die WDF hat Alkohol nicht auf die Doping-Liste gesetzt
    b) und damit die Tür zu den Olympischen Spielen zugeschlagen

    2. Mögliche Motive

    a) Dartsspielern ist die Wahrnehmung der Sportart in der Öffentlichkeit egal
    b) Funktionäre haben persönliche Vorteile davon, alles so zu lassen, wie es ist

    Tja, und wenn ich mir dann überlege, wo der größte Schmarrn verborgen ist, dann kommt folgendes raus:
    1a ist eine Tatsache, 1b wird niemand ernsthaft bestreiten können - hier ist der Schmarrn also eher nicht, denke ich.
    2a ist eine Aussage über eine große und heterogene Gruppe, also immer eine Verallgemeinerung. Schwierig, aber ich glaube schon, dass die Mehrheit der organisierten Spieler auf die Anerkennung als Sportart, die sich durch einen Darts-Wettbewerb im Rahmen einer Olympiade am klarsten manifestieren würde, stolz wären.
    2b. Da haben wir es. Verschwörungstheorien sind durchaus in die "größter Schmarrn-Zone" zu verorten, da hast Du recht. Zumal mit Sabine Shanahan eine Vertreterin des DDV im höchsten Gremium der WDF sitzt, die ich nicht beleidigen und der ich nichts unterstellen möchte. Wäre ja auch etwas lächerlich. Im Gegenteil, ich bedanke mich bei den ehrenamtlich Tätigen für ihre Arbeit. Also das ist es, oder?

    Na dann noch die Erklärung dazu. Ich wollte nur meine Meinung zum Ausdruck bringen, dass es nicht ernsthaft GEWOLLT sein kann, was effektiv passiert. Und die Sache mit der Geschäftemacherei, die in diesem Thread diskutiert wird, war ja nicht meine Idee - die BDO zu verkaufen erscheint mir in meiner naiven Sicht, dass es sich dabei um einen unverkäuflichen Sportverband handele, ohnehin als eine seltsame Idee. :ironie: Was kostet denn der DDV dann, zum Beispiel? :ironie: Es kann doch nur um eine Fusion der Verbände PDC / BDO gehen mit Klärung der unterschiedlichen Aufgaben Pro / Am.

    Also, Eisi, ein Schmarrn war dabei, da hast Du Recht. Ich hatte es nicht so gemeint, hätte mich besser ausdrücken sollen. Aber ich bin mir sicher, dass Du dafür Verständnis hast.

    Bei BDO und PDC geht es um die Geschäfte der Funktionäre und einiger Top-Profis. Die WDF wird nur als Deckmäntelchen zur Vorspiegelung von Internationalität genutzt, fürchte ich. Die normalen Dartsspieler interessieren nur als Konsumenten, und nur der Zuwachs an Publikum ist hier interessant, nicht die Entwicklung der Sportart. Für Vereinsmannschaften ist nach dem Gewinn der nationalen Meisterschaft Schluss, für Einzelsportler sind die Quali-Möglichkeiten sehr unterschiedlich. Zum Teil sehr gut (Deutschland --> PDC) bis unmöglich (Russland oder Indien --> WDF mangels Turnieren).


    Die WDF hat Alkohol nicht auf die Doping-Liste gesetzt und damit die Tür zu den Olympischen Spielen zugeschlagen. Warum wohl? Weil die einfachen Dartspieler keinerlei Interesse an gesellschaftlicher Anerkennung und sportlichen Zielen haben? Bestimmt nicht. Weil Entscheider irgendwie davon profitieren? Schon eher. :wand: Vermutlich haben sie durchaus Recht, dass ein Alk-Verbot im Darts-Mutterland mehr Nachteile als Vorteile hätte. Wie sind eigentlich die Stimmrechte in der WDF verteilt, wenn es um sowas geht?


    ACHTUNG!: Mal ein radikaler Gedanke, ohne langes Nachdenken und nur als Ansatz gedacht, nicht als ernster Vorschlag, schon da es Satzungstechnisch nicht realistisch ist.
    Wie wäre es, den WDF knallhart zu erpressen? :vertrag:


    Entweder die WDF steckt ab sofort alle Kraft in die Interessenvertretung der Dartsspieler WELTWEIT. Dies geschieht mit dem Fernziel, Darts olympisch zu machen, da dies den Interessen der Gesamtheit dauerhaft nützen würde. Wenn weiterhin persönliche und GB-zentrierte Klüngeleien im Mittelpunkt stehen, tritt der DDV aus dem Weltverband aus.


    Was hätten wir zu verlieren? Wer hätte etwas zu verlieren? Die Winmau und den World Cup (den in GB niemand interessiert). Die Lakeside hat in all den Versuchen unserer besten Spieler nur Rosi aus eigener Kraft erreicht, soweit ich weiß. Und zu der gibt es ja inzwischen eine ganz nette Alternative... Bochum, Bremen und Dortmund könnten ihre excellenten Turniere durchaus auch ohne BDO / WDF-Punkte als Top-Veranstaltungen mit Top-Sport und internationalem Flair erhalten. Die PDC hat auch gezeigt, dass man "internationale" Events auch neu erfinden kann. Ja, ich meine dieses eher missratene JockyWilson-Cup-Ding, aber den Zuschauern hat so ein Doppel Wade/Taylor nicht schlecht gefallen...


    Nichts, was sich nicht locker verschmerzen ließe. Der WDF hat als Interessenvertreter für den Dartssport außerhalb der Insel versagt. Ich würde ihm keine Träne nachweinen. Aber ich könnte HEULEN angesichts der verpassten Möglichkeiten.

    Bitte gebt mir etwas von euren Drogen ab.

    Ihr glaubt wirklich, dass eine erfolgreiche, nette, gutaussehende, junge usw Dartweltmeisterin alles verändern würde?

    Ich spende 10 € für das erste Monatsgehalt eines Vollzeit-Lobbyisten in Sachen Darts. Einer wie der Typ in "Thank you for smoking" der innerhalb eines Jahres im Sportstudio, dem Musikantenstadl und den Tagesthemen aufgetretten wäre, uns in den Sportbund geschossen und 10 Millionen Fördergelder locker gemacht hätte.

    Von mir aus darf der dann auch Ferrari fahren und 5 von den Millionen behalten. Und eine unserer Weltmeisterin überweisen.

    Geschmack, Region, Wahrnehmung... alles spielt eine Rolle. Es kommt auf die Kriterien an: Sportart wird von vielen betrieben, ist in der öffentlichen Wahrnehmung präsent und voll entwickelt (nicht in dem Stadium, wo neue Techniken Leistungssprünge produzieren). So scheiden Chapman, Jim Pike etc. aus. Dazu das Problem mit der Sportart - reine Definitionssache. Die Leistung muss aus mehreren Komponenten bestehen: andauernde Dominanz (Unbesiegbarkeit), (Srinivasa Ramanujan, Schumacher etc scheiden aus) popularisierung der Sportart (hier erwischt es Ceulemanns) und Weiterentwicklung in sportlicher, aber auch in kommerzieller Hinsicht. Die Eignung als Vorbild für die Jugend sei auch mal erwähnt (aus für Daley Thompson).

    Meine Top 3 der "außergewöhnlichen Gentlemen":

    x. Bruce Lee
    x. Michael Jordan
    123. Phil Taylor

    Klar, wer für mich der Größte ist. Aber der Allergrößte wäre er nur geworden, wenn er den Alkohol aus dem Sport entfernt und den Sport olympisch gemacht hätte.

    London 2012 - wegen der vergebenen Chance werden die Darter weltweit noch in 100 Jahren Heulen und Zähneklappern.

    Auch Taylor wird übertroffen werden. Genau wie es Sampras passiert ist.

    Das Beste dazu hat Michael Chang in einem Interview gesagt. Auf die Frage, was die Schwäche bei Pete Sampras sei, antwortete er nach l a n g e m Nachdenken: "Er kann nicht Kochen!"

    Das fand ich sehr beeindruckend damals. Heute passt es auf Taylor, aber eben nur mein Darts. Und: Die größten menschlichen Leistungen werden nicht unbedingt im Sport erbracht... da fallen mir GANZ andere ein. OK, off topic.

    Hmmm, immerhin ein Unterschied von ca. 10% wo vorher keiner war.

    Ich behaupte, dass der Unterschied sogar größer ist. Genau gesagt ungefähr 20 %. "Genau ungefähr", weil ungefähr die ersten 3 Runden spielbeendigungstechnisch irrelevant sind. Ausnahme ist der 9er, der für mich in der Praxis bisher allerdings eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat. Und die Spiele von 19 bis 75 Darts, die nur selten stattfinden, da zumindest einer der Pros in der 6. Runde ausmacht. Manchmal gibt es sie aber eben doch.

    Auf Durchschnitts-Profi-Niveau gesehen (das auch von guten Amateuren annähernd gespielt wird) ergibt sich dann folgendes Bild: Rundenweise gedacht ist die 4. Runde die realistisch gesehen frühestmögliche Check-Runde; sie sichert den eigenen Aufschlag zuverlässig ab und reicht fast immer auch für ein Break. Schon die 5. Runde braucht man oft zum Durchbringen des eigenen Aufschlags, für ein Break reicht sie zu 50 %. Mit der 6. Runde braucht man Glück, den Aufschlag durchzukriegen, ein Break ist unwahrscheinlich. In der 7. Runde erreichen Profis bereits die reine Glücks-Zone, sie wird selten erreicht.

    Für uns Normalos verschiebt sich das Ganze um 1-2 Runden.

    Der Bereich, der relevant ist, sind demnach in TV-Events die Runden 4-6. Eine mehr oder weniger sind da schon 33 % dieses Bereichs.

    Zitat

    Das gälte es nochmal für sehr viel mehr Legs zu betrachten, ob sich die Unterschiede da nicht nivellieren.

    Das werden sie nicht, da eine Runde niemals 4 Darts hat.


    Und zwar verdeckt er die Entwicklung eines Spielers, solange dieser sich von sagen wir 24 auf 22 Darts hochdient. Da trainiert er wie wild, aber sein Aufnahme Index bleibt wie verhext kleben.

    Während er sich verbessert, wird er immer öfter Spiele in der 6. und 7. Runde beenden als früher. Was soll da kleben bleiben? Das wäre so, wenn wir hier von 100 m-Sprint sprechen und dabei nur ganze Sekunden betrachten würden. Tun wir aber nicht.

    Was erwartest Du bez. Training von dieser Delta Analyse?

    Jede Menge Erkenntnisse über das eigene Darts-Spiel erwarte ich! Schon so sagt mir die "konventionelle" Statistik ja so einiges. Bsp: Wenn man im Training 501 gegen den Computergegner einen "paarundachziger" 3-Dart-AV bei einer Doppelquote von 7,batsch % spielt, sollte man möglicherweise aufhören, 501 zu spielen und stattdessen nur Checken üben.

    Wenn ich eine Dartenbank mit den Trainingsergebnissen hätte, könnte ich meine Trainingsleistungen jedoch viel besser einschätzen. Bezogen auf die Delta-Analyse wäre das zum Beispiel eine differenzierte Sicht auf den Average. Grade Taylors Averages scheinen manchmal soooooo weit von denen anderer Spieler entfernt zu sein. Sind sie es auch, wenn man sie in Darts ausdrückt statt als Average in der Form (501/Darts) x 3?


    NIX. Die Aufstellung hab ich nur gemacht, um zu verdeutlichen, dass Holgers Idee von einem AV auf Rundenbasis zwar grundlegend "funktioniert" aber eben nicht sinnvoll ist, weil zuviel Informationen verloren geht.

    Und ich hatte gedacht, Du hättest damit genau das Gegenteil illustrieren wollen, nämlich dass es durchaus sinnvoll ist! Kai, mein Signal hatte da wohl zu wenig Abstand zu Deinem Rausch? ;) Wenn die Information, von der Du sprichst, verloren geht, hat man damit doch genau das erreicht, was Du Dir wenige Zeilen später wünschst:


    Was in diesem Zusammenhang wirklich sinnvoll ist, also ein Signal tatsächlich vom statistischen Rauschen trennen kann, ist glaube ich, noch nie richtig untersucht worden.

    Daten erheben und irgendwas zusammenrechnen kann man immer, nur was davon ist signifikant und was ist einfach nur "Brei" ?

    Die Unterscheidung von 13 Darts und 15 Darts ist Brei / Rauschen. Bsp: Ein Spiel von 2 x 13, 2 x 17 Darts bei best-of-7 ist in der Realität nicht das selbe wie 4 x 15 Darts. Der Average jedoch ist gleich. Analog gilt für die Doppel-Quote, dass in diesem gedachten Spiel 100 % Doppelquote effektiv das selbe Resultat haben können wie 33 %, wenn der 15-Darts-Spieler jedes mal einen möglichen 13er eben erst mit dem 3. Dart zumacht. Die Gliederung des Spiels in Bänder von 3 Darts zu ignorieren ist nicht nachvollziehbar.

    Dass es auch die gegenteilige Meinung gibt, ist mir klar. Ich erlebe es jeden Tag bei den Leuten, die mit Vollgas auf eine rote Ampel zufahren, nur um dort um ihre Standzeit zu erhöhen. [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_doof.gif]


    lasse ich die Dartmachine 5 Averages berechnen

    Danke dafür! Damit hast Du zumindest mich überhaupt auf die Idee gebracht, über Averages nachzudenken.

    Wenn man aber jetzt eine Menge Training auswertet, könnte man durchaus sinnvolle Erkenntnisse gewinnen. Denkbar ist vieles: Wann habe ich im Schnitt / im Extrem meinen ersten Pfeil auf Doppel, wenn ich mit 140 aufschlage? Checke ich 76 oder 80 öfter? Wie ist mein Score-Durchschnitt in welcher Spielsituation (Aufschlag, Rückschlag bei welchem Spielstand, mit den Darts 4-6...) Welche Doppel / Finishes liegen mir mehr als welche anderen? Wo habe ich mehr Darts auf Doppel?


    Sowas gibt es natürlich schon. Ich kenne es aus der Corpus-Linguistik, wo Unmengen von Texten analysiert werden, um den tatsächlichen Sprachgebrauch zu analysieren. Die Ergebnisse sind zum Teil völlig verblüffend. "The language looks rather different when you look at a lot of it at once" heißt es da, und für Darts wäre ähnliches möglich. Außerdem erforderte eine komplette Analyse die Eingabe der genauen Darts, nicht nur des Ergebnisses. Das jedoch würde den Spielfluss zerstören... Die Erkenntnismöglichkeiten bei reduzierter Eingabe (Score und Anzahl Pfeile auf Doppel) würden auch schon so einiges an Analyse ermöglichen. (Aber Vorsicht in der Auswertung ist immer geboten. Erkenntnisse wie "Spieler A verliert jedes Leg, das er mit 180 beginnt, wenn der Spielstand 2:1 ist, er Rückschläger ist und vorher einen 22 Darter geworfen hat. Aber nur Sonntags!" sind möglich, aber nicht unbedingt sinnvoll.)


    Ich hielte es für aussagekräftig, neben anderen auch folgende Kennzahlen zu erfassen:

    • Runden-Average, gerne auch in der Einheit "Runden"; Unterscheidung "Aufschlag" und "Rückschlag"
    • Doppel-Average pro Check-Chance
    • ... mit 1, 2 bzw. 3 Darts auf Doppel getrennt erfasst
    • Bull-Finish-Quote

    Es ist nun mal völlig egal, ob ein Spieler innerhalb einer Runde mit dem ersten oder dem letzten Dart trifft. So oder so ändert es nichts an der Anzahl von Darts, die seinem Gegner für dessen eigenes Spiel zur Verfügung stehen. Da hilft keine Diskussion, das ist so. Trotzdem wird unterschieden: 3 x 16 Darts = 48 Darts = 93,94 (gut) und 3 x 18 Darts = 54 Darts = 83,5 (schlecht). Eine Aussage über die benötigte Rundenzahl wäre vielleicht besser. (Problematisch hierbei ist, dass im Falle eines Whitewashs keine Zahl ermittelbar wäre.)

    Nun könnte man argumentieren, dass es psychologisch stärker auf den Gegner einwirkt, wenn man früh checkt, sprich, wenn man eine hohe Doppelquote pro Dart spielt.
    Dagegen könnte man sagen, dass es möglicherweise noch frustrierender ist, wenn ein Spieler jedes mal mit dem letzten zur Verfügung stehenden Dart ausmacht, also keinen möglichen Leg-Gewinn auslässt. Beispiel: 16 Darts möglich, 18 gespielt = 33 % pro Dart, aber 100 % für die Runde. 18 Darts möglich, 19 gespielt = 50 % pro Dart, aber nur 50 % für die Runde. Was ist für den Gegner unangenehmer?

    :ironie: Diese möglicherweise unterschiedliche Rezeption des Gegners zu beurteilen sollte man nicht dem Zufall überlassen: Ich will die B-Note! Ein Gremium von Experten analysiert fortlaufend die "weichen" Elemente des Spiels. Walk-on-Musik, Körpersprache, Jubel-Posen (180 und Game-Shot) und Zuschauer-Verhalten. Das wirkt auch alles irgendwie ganzheitlich auf den Gegner ein, sollte also erfasst werden.

    Spaß beiseite. Der einzige Grund, der mir für die dauernde Betonung von geschöntem 3-Dart-Average und absoluter Doppel-Prozentquote ersichtlich ist, ist ihre einfache Berechnung und Darstellung. Wenn man mit Hilfe von Zahlen etwas über ein Spiel aussagen möchte, müsste man cleverer rechnen. Nur wie? :compi: Ich habe auch keine einfache Lösung parat. Es kann ja nicht sein, dass jetzt im TV noch viel mehr Zahlen eingeblendet werden, das wäre kontraproduktiv, da es jeden Zuschauer überfordern würde. Als Kennzahl zur annähernden Beschreibung des Spielverlaufs würde ich mir jedoch etwas wünschen, dass die Gliederung des Spiels in Runden berücksichtigt.

    P.S.: Ich weiß jetzt nicht, ob es noch jemandem aufgefallen ist: Die Sache bewegt sich natürlich ganz klar im Bereich der Grundlagenforschung und interessiert niemanden außerhalb eines kleinen Kreises von Esoterikern und Klugscheißern, das ist klar. Und natürlich sagt der Average in Verbindung mit der Doppelquote annähernd das gleiche aus und bei den langen Distanzen der Profis mittelt sich viel aus. Aber trotzdem und vielleicht genau deswegen macht es Spaß mal darüber nachzudenken! 8o