Beiträge von quad1

    T9 für 67 oder 63 versteh ich nicht.67 immer auf 17,63 immer auf 13. :klugscheiss:

    Ich gehe mal davon aus, das Du bei 67 die T17 bzw. bei 63 die T13 probierst. Wenn Du die triffst, gut. Wenn nur das Single getroffen wird, hast Du bei beiden Varianten Bull Rest und 2 Darts in der Hand. Was machst Du nun? Wirfst Du aufs Bull, oder stellst Du um? Wenn Du nicht vorher schon einen ganz klaren Weg in Deinem Kopf hast, wie Du die Situation auflösen wirst, bist Du in der Bredullie.
    Treffe ich bei meinem Weg nicht das Tribble für 40 bzw. 36 Rest, habe ich nach dem Single 58 bzw. 54 Rest, was ich ohne Gewissensbisse als Standartsituationen auflösen kann.

    Mit einer Einschränkung. Außer um sich evtl. ein ganz spezielles Doppel (z. B. D20) zu stellen werden die Felder T9 - T1 wohl eher selten bespielt. Trotz aller Vielseitigkeit der Pros (100% Zustimmung) ist doch zu beobachten, dass eigentlich alle Top Spieler auf der T20 scoren. Ausgewichen auf T19 wird, wenn die 20 nicht läuft, oder zugestellt ist. T18 und T17 werden nur imm Bereich unterhalb von 250 benutzt, das ist aber schon ein Stellen gewisser Finishes. Jedenfalls ist das meine Beobachtung. Das ist aber auch ncihts anderes als das geistige Abrufen einer Checktabelle, nur eben schon weiter oben damit begonnen.

    Im Großen und Ganzen schon richtig. Obwohl die T9 für mich sehr wohl ein wichtiges Tribble fürs Finish darstellt (67,63). Es stimmt schon, dass u.a. aus den oben genannten Gründen auf die T19 ausgewichen wird. Gerade deshalb ist es doch wichtig, dass es keinen Unterschied machen darf, ob ich auf 20 oder 19 score.
    T18 und T17 werden inzwischen sehr vielfältig eingesetzt. Und nicht nur für die Finishvorbereitung. Wie Du allerdings auf die Zahl 250 kommst, ist mir schleierhaft. Die magische Zahl ist wohl eher die 350. Danach kommt der Bereich ab 315. Die Zahl 250 spielt für mich da eigentlich keine Rolle.

    Es sei nochmal gesagt, dass ich die 20 (besser) treffe.
    Ich wollte eure meinungen hören, was ICH am besten machen sollte.
    ICH bin kein 19er Spieler, mir ist nur die höhere Wahrscheinlichkeit bei einigen Outs aufgefallen.

    Wenn man sich die Weltspitze ansieht, kann man feststellen, das die Spieler immer kompletter werden. Das bezieht sich sowohl aufs Scoren, als auch auf die Finishwege.
    D.h. ob nun auf 20 gescort wird, oder auf die 19, oder gar ein Mix aus beiden, wie man immer häufiger sieht. Auch wird die 18 und die 17 immer häufiger mit einbezogen.
    Bei den Finishes ist zu beobachten, das inzwischen auch die Profis Ihren Kopf ab und zu mal einschalten, und nicht immer nur, wie früher häufig zu sehen, blind auf die 20 werfen.

    Mein Schluß daraus ist, das die Zahlen einfach austauschbar sind, und deshalb auch dementsprechend trainiert werden müssen. Egal wie meine Vorlieben sein mögen. Es darf für mich keinen Unterschied machen, ob ich eine 100 oder 95, eine 140 oder 133 oder eine 180 bzw. 171 werfe.
    Das gilt für jedes beliebige Feld auf dem Board.

    Mit dem Gegner auf Doppel ist aber so ne Sache. Ich spiele schon häufig gegen Gegner, die auf dem Niveau sind, dass sie Dir durchaus auch mal ein High Finish um die Ohren knallen. Da ist es grob fahrlässig was anderes zu spielen, auch wenn der Gegner noch >100 Punkte Rest hat.


    Da hast Du vollkommen recht. Natürlich ist es brandgefährlich, wenn der Gegner ein Finish, egal wie hoch, stehen hat. Man darf den Gegner nie unterschätzen und muß Ihm jederzeit zutrauen, das Finish auszumachen, und dementsprechend reagieren. Das mit dem Doppel sollte mehr den Druck, der auf Dir lastet, darstellen. Nämlich mit diesen 3 Darts, die Dir zur Verfügung stehen, auszumachen.

    So Leute,

    jetzt muß ich mich also doch mal melden.

    Ich finde die Diskussionen über Finishwege immer höchst spannend und interessant. Doch eines darf man m.e. nie aus den Augen verlieren. So eine Diskussion macht nur Sinn, wenn man einige Bedingungen vorher festlegt.

    1. Der Gegner steht auf Doppel und macht mit der nächsten Aufnahme aus. D.h. Du mußt mit Deinen 3 Darts auf Deibel komm raus ausmachen.

    2. Du mußt das Risiko bei den Checkwegen minimieren, und die Chancen optimieren.

    Wenn Du diese beiden Bedingungen beherzt, dann fallen einige Checkwege ganz automatisch durch das Raster.

    Eine gute Methode für Anfänger ist zum Beispiel, das Board abnehmen und auf einen Tisch legen. Dann ziehst Du einen Zettel aus einem vorbereiteten Topf mit den Restzahlen ab 170. Diese Zahl, die Du dann auf dem Zettel siehst, versuchst Du auszumachen, indem Du die Darts in der vermeintlich richtigen Weise ins Board steckst. Dabei überlegst Du Dir immer, was passiert, wenn der Dart nicht ins gewollte Segment trifft, sondern z.B. in ein benachbartes, ins Tribble, ins Doubble usw. Auf diese Weise lernst Du die Risiken einzuschätzen, und kannst Dir Wege überlegen, wie Du die Chancen optimieren kannst (bei gleichzeitiger Risikominimierung).

    Für Fortgeschrittene kann ich nur die Abhandlung von Kari Kaitanen aus Finnland empfehlen. Kari hat mitte der 90er-Jahre mit Hilfe eines Computers, Wahrscheinlichkeiten für alle Checkwege errrechnet. Das ganze war unterteilt in 4 Levels. Professionals, Experts, Average Players und Beginners. Als nächste Untergliederung war der Punktestand des Gegners relevant. Hat er ein Doppel, steht er zwischen 32 und 180, und so fort. Aus wissentschaftlichen Reihen wurde dann die Möglichkeit des Checkens bei dieser Aufnahme in Prozentzahlen angegeben.

    Auf jeden Fall lesenswert. Es gibt nur ein Problem. Diese Arbeit wurde schon mal als Buch herausgegeben. Ist aber schon seit mitte der 90er vergriffen. Desweiteren wurden Auszüge daraus auf einer Website bei Geocities veröffentlicht. Diese Seiten gibt es aber zu meinem Erschrecken nicht mehr. Ich habe sie mir aber Gott sei Dank abgespeichert. Da alle bekannten E-Mail Adressen von Kari bei mir ins Leere laufen, werde ich die Seiten bei mir auf einem Server ablegen und bei Interesse den Link in einer PN weitergeben.

    Meines Erachtens wird der Average, genauso wie die Prozentangabe der Checkdarts, gerade bei den TV-Übertragungen durch die Moderatoren vollkommen überbewertet. D.h. der Zuschauer, Darter oder Nichtdarter, wird mit einer Unmenge von Kennzahlen überflutet, mit denen er im Moment gar nichts anfangen kann. Wer z.B. von der großen Masse der Dartspieler kann mit der Angabe, Phil Taylor hätte einen Average von 107 gespielt überhaupt was anfangen bzw. richtig einordnen.
    Dank Kais Aufstellung (die ich mir übrigens ausdrucken und wie eine Währungsumrechnungstabelle immer dabei haben werde) weiß ich, das Phil im Schnitt also 14 Darter gespielt hat, oder in Holgers Terminologie in der 5. Runde ausgemacht hat. Das sind die Angaben, mit denen der "Otto Normal Darter" was anfangen kann.
    Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich finde diese Kennzahlen wichtig. Aber nur zur Analyse des Trainings, um Schwächen und Stärken des Spiels herauszuarbeiten, und zum besseren Verständnis, wie das Dartspiel in der Theorie funktioniert.
    Da finde ich die Gedanken von Kai und Holger wertvoll. :danke:

    Dann hatte ich Dich wohl mißverstanden.

    Aber den von mir geschilderten Fall habe ich selber schon mal während eines Turnieres erlebt. Als Schreiber! Da war jemand der Meinung er dürfe den Dart es war der Zweite, richtig reindrücken und dann weiterspielen. Das Geschrei war natürlich groß als ich in meiner Funktion als Schreiber/Schiedsrichter den Score nur bis zum besagten Vorfall notierte.

    Zitat

    Beim Fall, dass ein Darter bei einem Dart, der wackelig im Board steckt
    und droht, raus zu fallen, kann er natürlich schnell zu Board rennen.
    Er darf den Dart aber nur am fallen hindern und auf keinen Fall raus
    ziehen, sonst zählt er natürlich nicht.

    Hi Casi, könntest Du mir dieses bitte noch mal erläutern? Verstehe ich das richtig, dass der Spieler bei einem wackeligen Dart nach vorne geht, diesen am rausfallen hindert, also sozusagen festdrückt, und dann seinen Wurf fortsetzt?

    Dies wäre ja ein dolles Ding. So weit ich weiß, ist der Wurf in dem Moment beendet, in dem ich die Darts berühe. Vergleichbar mit dem Abbrechen des Wurfes durch Abdrücken beim E-Dart.

    Knifflige Sache das. Und Thema von so manchem hitzigen Streitgespräch.

    Um die vielen verschiedenen Fälle beurteilen zu können, sollte man erst mal definieren, was man jetzt als abgeschlossenen Wurf für einen Dart betrachtet.
    Mein Vorschlag hierfür wäre:
    Der Dart trifft auf das Board, dringt ein und erreicht eine Ruheposition.

    In diesem Fall ist im Checkbereich klar: Wenn der Dart ein Doppel, was zum Überwerfen führen würde, trifft, gilt der Wurf in diesem Augenblick als überworfen und der komplette Wurf (3 Darts) als abgeschlossen. Ob der Werfer dann einen Dart hyperschnell hinterherwirft oder nicht, spielt keine Rolle.
    Auch wenn der Dart rausrostet, weil der Schreiber eingeschlafen ist, ist unerheblich.