Bildung von Kadern in den LV´s (Vorgabe DOSB). Sichtung durch noch auszubildende Trainer des DDV. (Vorgabe DOSB) Berufungen in A, B, C Kader DDV (Vorgabe DOSB). Ähnliche Vorgehensweise bei der Jugend.
Dabei ist ein nicht unwesentlicher Punkt / Kostenfaktor unberücksichtigt. Eine solche Sichtung findet in vergleichbaren Sportarten gerne über Ländervergleichskämpfe statt, anders liesse sich auch gar keine gerechte Bildung eines Nationalkaders gestalten.
Ein aktuelles Beispiel: Sofern ich richtig informiert bin haben die Bayern für den kommenden Spring Cup drei Herren im Nationalteam, prozentual (auf Bundesländer bezogen) oder auch in einer Quotenregelung würde es dazu vermutlich nicht kommen. Eine ähnliche Verteilung gab es in der Vergangenheit sicher auch wiederholt hier in NRW. Hier bei uns ist es vermutlich noch krasser, da bei uns (soweit mir bekannt) rein von der Anzahl mit Abstand die meisten (Steel) Darter spielen. Selbst mit einer Quotenregelung würde fraglos der ein oder andere zu Hause bleiben müssen, der es alle mal verdient hätte, oder aber im aktuellen System geschafft hätte, dabei zu sein.
Bitte nicht falsch verstehen, ich will diese Denkanstösse gar nicht schlecht reden, oder aber sie als unwert des verfolgens vom Tisch wischen. Doch ist eine Reform für einen bundesweit agierenden Verband und seine Struktur immer mit ausgesprochen weitreichenden Konsequenzen verbunden. Die Trainerausbildungen (-akkreditierungen) werden ihre Zeit in Anspruch nehmen, ein Kaderartiges Konstrukt flächendeckend zu installieren beansprucht s e h r viel Zeit und Initiative usw. usw.
Auch in Donnersberg wurden trotz aller Bemühungen der Veranstalter, einzelne Schwächen offensichtlich, die in Einzelfällen mit sogar relativ geringen Mitteln zu einer Steigerung der Attraktivität der Turniere führen könnten. An solchen anzusetzen denke ich sollte im primären Fokus liegen, da diese Dinge kurzfristig greifen können und entsprechende Wirkung hätten.
Mit dem neuen Teammanager Holger verfolgte ich einzelne Finalspiele und unsere einhellige Meinung war, dass in Donnersberg eindeutig die Visualisierung der Ergebnisse während des Finals mangelhaft war. Als Zuschauer möchte man nach Möglichkeit seine gesamte Aufmerksamkeit auf die Spieler und deren aktuelle Würfe richten, muss man sich indes den gesamten Spielstand (Legs und Sets) merken und den aktuellen Score, auf Grund einer vielleicht nicht so tollen Konstellation von Soundanlage und Sprache des Callers (nichts für ungut MenYou, du hast dir alle Mühe gegeben und so schlecht wie es hier klingt war es nicht!!!), geht einiges an Spannung verloren.
Des Weiteren halte ich persönlich einen von einem Vorschreiber (in Guttenberg'scher Manier spare ich mir die Nennung - nein ich die Suche nach dem Urheber) eingebrachten Ansatz für absolut verfolgenswert. Dieser Pfandgedanke, Erhöhung des Startgeldes auf 25€, könnte verschiedene Unwegbarkeiten lösen. Insbesondere das leidige Thema der Verzögerungen wird mit Sicherheit deutlich besser werden, da die meisten sich zweimal überlegen werden, den Zehner "liegen" zu lassen. Die paar wenigen denen der Zehner egal ist sponsorn gleichzeitig die Jugendkasse des DDV (mein Verwenungsvorschlag für eben diese Gelder).
VG,
Ingo