Beiträge von The Force

    Eine Gaststätte ist in dem Sinne kein Vereinsheim. Mit dem Betrieb einer Gaststätte übt man ein Gewerbe mit Gewinnerzielungsabsicht aus, schon deshalb wird es nicht passieren, dass Gaststätten im großen Stil in Vereinsheime für einen Raucherclub umgewandelt werden. Allein schon aus den Gründen, die Du mit ein paar Stichworten nennst.

    Solange einige Leute zum Dartspielen die Einstellung mitbringen, dass sie dies lediglich als gemütliches Beisammensein und gemeinsamen fröhlichem Abendgenießen mit Alkohol + Rauchen sehen, wird es immer diese Diskussion geben, wenn man ein totales Rauchverbot in Gaststätten einführt.

    Sieht man Dart aber als Sport an, dann ist die Betrachtungsweise eine gänzlich andere. Zum Sport gehört während des Wettkampfes weder Alkohol noch Nikotin oder andere Drogen. Damit hat sich dann auch jegliche Diskussion erübrigt, ob in Gaststätten ein Rauchverbot ist oder nicht.

    Nun hast Du meine volle Zustimmung, genau darauf wollte ich hinaus. Besonders der letzte Satz ist mir äußerst sympatisch! :daumen:

    Eine Spielhalle ist ein Gewerbebetrieb, hier können unterschiedlichste gerichtliche Argumentationen kommen und man kann auch in Bezug auf Nichtraucherschutz verschiedene Gesetze heranziehen. Und zwischen einem Geldspielgerät, E-Dartautomat und Steeldartscheibe bestehen gewaltige Unterschiede.

    Ein Raucherclub als Vereinsheim betrieben ist aber kein Gewerbebetrieb, da gilt weder das Gesetz zum Schutz am Arbeitsplatz noch das Gaststättengesetz.

    Für Vereinslokale gilt z.B. in NRW, dass hier das Nichtraucherschutzgesetz nach § 1 Abs. 1 Satz 2 nicht gilt, da dieses Gesetz für privat genutzte Räumlichkeiten nicht greift. Ein Raucherverein, der ein eigenes Vereinslokal als Raucherclub nur für seine Mitglieder betreibt, betreibt dies in nicht öffentlich zugänglichen Räumen, diese fallen unter private Räume.

    Die Frage ist nur, wieviele Gaststätten würden unter dem Status privater Verein mit Raucherclub überleben? Jeder, der diese Räumlichkeiten betritt, muss Vereinsmitglied sein, eine Schankerlaubnis würde auch nicht erteilt werden, also der typische Charakter der Eckkneipe ist weg.


    Die Frage ist halt: Über was reden wir hier? Reden wir über ein Vereinsheim oder reden wir über als Vereinsheim getarnte Gaststätten? Du glaubst doch nicht im Ernst daran, dass würden dies im großen Stil von Gaststätten betrieben werden, die Justiz da einfach zuschaut. Da kommen wir dann aber noch in ganz andere rechtliche Probleme hinein (Stichwort: Private Nutzung, Mitgliedschaft, nicht öffentlich zugänglich etc pp) ...

    Aber Du hast natürlich recht: Hierum geht es eigentlich gar nicht.

    In diesem Sinne: Raucher raus! :duw:

    Andere Bundesländer, andere gesetzliche Vorschriften und Auslegungen.


    Aber was hat ein Geldspielautomat [mit Gewinnausschüttung] + kostenfreier Getränkeausgabe an Spielende mit Dartsport zu tun?

    Zumindest in NRW wären Ligaspiele des NWDV in einem vereinsbetriebenen Raucherclub nicht möglich. Zum Einen würde dies ja bedeuten, dass die Spieler der Gastmannschaft dem Verein, der den Raucherclub betreibt, als Mitglied beitreten müssten, damit sie Zugang zu den Räumlichkeiten haben und zum Anderen schließt das Nichtraucherschutzgesetz NRW eine Sportveranstaltung in solchen Räumlichkeiten sowieso gänzlich aus.

    Außerdem zieht für mich der Vergleich mit einer Spielhalle zum Dartsport überhaupt nicht oder sind E-Darter die einen Automat mit Geld "füttern" Glückspieler, Denen man dafür auch noch kostenlose Getränke anbietet?

    Man sollte hier auch sehr differenzieren zwischen E-Dart und Steeldart, denn wenn der Landesverband Mitglied im jeweiligen LSB ist, das Dartspielen auch eine anerkannte Sportart ist. Auch bei anderen Randsportarten [z.B. Billard oder Bowling oder Kegeln oder Schach] existiert beim Ligaspielbetrieb ein Rauchverbot zum Teil auch ein Alkoholverbot.

    Falsch. Die Auslegung hat nix mit dem Bundesland zu tun, sondern obliegt jedem Gericht. Dies kann also innerhalb von nur wenigen Kilometern, oder sogar am gleichen Gericht von Kammer zu Kammer unterschiedlich sein. Sollte nur als Hinweis dienen, wie in ähnlichen Fällen schon entschieden wurde.

    Es geht doch hierbei nicht darum ob es nun Glücksspiel ist oder nicht. Es geht darum, dass jemand, der in seinen Räumen Rauchen lassen wollte damit argumentierte er habe keine Gaststätte. Das Gericht aber sagt, "Du hast eine Gaststätte, selbst wenn Du kostenlos Getränke ausgibst bzw. wir behandeln Dich als hättest Du eine". Da wird der Richter wohl kaum einen Unterschied zwischen Spielautomat, E-Dart Automat oder Steeldartscheibe machen. Warum sollte er auch?

    Die Möglichkeit einen Raucherclub zu eröffnen, unterbindet die Entscheidung der Bayern jetzt auch nicht. Das Gewerbe zum Betrieb einer Gaststätte abmelden und einen privaten Raucherclub eröffnen als Verein. Keine Schankerlaubnis und Zutritt nur für registrierte Vereinsmitglieder, also Räumlichkeiten ausschließlich für Vereinsmitglieder.

    Das man irgendwann das Hintertürchen "Raucherclub" oder getrennte Raucherzimmer schließt und dies vielleicht auch bundesweit, war doch schon lange zu erwarten.

    Welchen Sinn sollte das machen für den Wirt machen, mach beachte hier das OLG Celle:

    "Eine mit Geldspielautomaten bestückte Spielhalle ist als Gaststätte im Sinne des Niedersächsischen Nichtraucherschutzgesetzes zu behandeln, wenn der Betreiber darin an seine Gäste während der Dauer ihres Aufenthalts kostenlos warme und kalte Getränke abgibt."


    Ist dir eigentlich klar, das die Mittelschicht und die Besitzer von mittelständischen Unternehmen nicht das selbe sind? Mittelschicht sind fast 2 drittel der Bevölkerung. Wenn du dein Leben lang immer am Malochen warst, zählst du fast sicher auch dazu!!

    Das wäre in der idealen Gesellschaft so. In der Realität macht die Mittelschicht weniger als 40% aus, leider.


    Dein Recht auf Lebensfreiheit bedeutet also, dass du andere zupaffen darfst wo du möchtest. Hm..... Dann halte ich auch an keiner roten Ampel mehr, denn die schränkt mich mich auch in meiner Lebensfreiheit ein! Sorry, dass ich dich dann evtl. plattfahren muss....

    Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel. Ich gehe in eine kleine Kneipe wo 50% Raucher und 50% Nichtraucher sind. Wenn ich nach 2 Stunden da rausgehe, stinken meine Klamotten, ich muss husten und meine Augen schmerzen. Das alles verdanke ich den Rauchern. Was mache ich nun, um mich zu rächen? Ich spucke allen Rauchern, auf die Klamotten, damit sie diese ebenfalls waschen müssen. Ich benutze anschliessend Pfefferspray, damit ihre Augen auch brennen und schlussendlich warte ich bis sie die nächste Kippe anzünden, spätestens dann husten die auch wieder :lollol: :duw:

    Ich danke euch beiden, ihr habt mir aus der Seele gesprochen!

    </uhr>

    Du bist ja lustig. Wenn überall geraucht werden darf kann man dem Passiv Rauchen ja toll aus dem Weg gehen.
    Wer auf der Arbeit neben nem Laserdrucker sitzt (dass ein Drucker schädlicher sein soll, als massives Kneipen Passiv Rauchen glaubst Du doch wohl selbst nicht) kann dies kaum verhindern. Zur Arbeit muss man nun mal gehen um Geld zu verdienen. Aber Passiv Rauchen ist mehr als unnötig. Nur weil ihr Raucher zu faul seid vor die Tür zu gehen sollen unschuldige geschädigt werden. Wie egoistisch kann man sein?

    Für mich hat das ganze ein ziemliches Geschmäckle und zwar von einem übergeordneten Betrachtungspunkt aus.
    Hier bricht sich m.E. ein Zwang zu tugendhaftem Verhalten Bahn, der den Gesundheitsaspekt als Totschlagargument verwendet. Ich halte es für urdemokratisch und zwingend erforderlich, eine Haltung einzunehmen, die beinhaltet "lieber Mitmensch, Dein Verhalten passt mir zwar (ideologisch) nicht, aber ertragen tue ich es trotzdem und das mit Stolz und Absicht".

    Es ist gerade das Kennzeichen von ideologischen Diktaturen, bestimmte Themen als "heilig" zu setzen und jeden Andersdenkenden und Andershandelnden unerbittlich zu verfolgen. Und genau dieses Verhalten zeichnet sich für mich hier am Horizont ab. Eine relativ kleine Minderheit (60% Pro Rauchverbot bei 30% Wahlbeteiligung sind grob 20% absolut) agiert als pressure Group und stülpt der schweigenden Mehrheit ( der das Thema nicht so wichtig ist) ihre reine Ideologie über. Und erzwingt so "tugendhaftes" Verhalten. Man fragt sich, was im Windschatten der Volksgesundheit als nächstes kommt, kein Branntwein mehr? Kein Schweinfleisch, am besten gar kein Fleisch mehr? Zwangsjoggen bei zu hohem BMI? Und das alles natürlich nur, weil es ja einer vernünftigen, gesunden Lebensführung dient.

    Nur mal so als Hinweis, während der französchischen Revolution gab es da einen "Tugendausschuss" als höchste ideologische Instanz. Dessen Vorsitzender, ein gewisser Maximilian de Robbespierre hat ca. 30.000 untungendhafte Menschen öffentlich Köpfen lassen. Öffentliches Köpfen ist - glücklicherweise - heutzutag in Westeuropa nicht mehr üblich, aber die heutigen Tugendwächter haben schon einen Hang zur "öffentlichen Verbrennung ihrer Gegner auf einem Medialen-Scheiterhaufen"!

    Es muss in einer offenen und freien gesellschaft möglich sein, sich untugendhaft zu verhalten, unvernünftig zu sein, Vorurteile haben zu dürfen, nicht jeden Mitmenschen automatisch akzeptieren zu müssen, politisch inkorrekt zu denken und auch zu handeln. Menschen sind keine Massen von homogenen Ameisen, die alle das gleiche Verhalten an den Tag legen. Eine solche Homogenisierung des menschlichen Verhaltens ist eines der deutlichsten Kennzeichen der Diktaturen im 20 Jahrhundert gewesen. Wir wollen uns doch nicht schleichend auf diese schiefe Bahn begeben?

    Gruß Kai
    (PS: ich rauche keine Zigaretten und öffentlich gleich 2x nicht)

    Lieber Kai, ich stimme zwar mit einigem politischen Überein, aber in letzter Konsequenz hieße das ja, das alles erlaubt sein müsste. Warum ist Marihuana verboten aber Tabak erlaubt? Wo werden Grenzen gezogen? Wer hat überhaupt das Recht diese zu ziehen? Dass Alkohol und Tabak legal sind ist doch nur aus der Tradition gewachsen und liegt letztlich daran, dass damit viel Geld verdient wird.
    Übrigens haben wir die Regulierung in der Wirtschaft schon lange wieder zurück. Die Geschichte hat gezeigt, dass zu starke Regulierung schief geht, aber zu wenig Regulierung genauso schädlich ist. Es muss also der gesunde Mittelweg gefunden werden. Wo dieser liegt ist sicher Ansichtssache. Ich persönlich empfinde dieses Gesetz als ein Sieg für die Freiheit. Ich habe dann wieder die Möglichkeit abends wegzugehen ohne Passiv Rauchen zu müssen.

    Absichern ist schon Richtig. Aber warum sollte der Bundesverband keine Gewinne machen dürfen, wen er diese wieder für Mitglieder nutzt.

    Doch frage ich mich wer diesen Gewinn einsteckt, der bei richtigen Geschick nicht wenig sein dürfte.


    Eisi

    Jetzt mal fern ab von den Problematiken die sich da stellen könnten:

    Wer auch immer das Ding betreibt muss aber auch mit eventuellen Verlusten klar kommen, oder ?!? (Siehe Post von Kai)

    So ist das nunmal mit der Sucht.

    Aber nach deiner Antwort zu schließen bist du weder Alkohol, Nikotin, Harte Drogen oder sonstwas süchtig.

    Jemand der sich mit der Thematik schonmal befasst hat schreibt denke ich anderst.

    Sucht ist nunmal eine Krankheit.

    Stimmt, ich leider an keiner dieser Süchte. Als ich 16 war habe ich auch geraucht, irgendwann hatte ich mal ein richtiges Verlangen nach einer Kippe, da habe ich gemerkt, das geht in Richtung Sucht. Ab diesem Moment habe ich nie wieder eine Zigarette angefasst. Da war ich 16. Entschuldigt bitte, wenn ich für rauchende Erwachsene, die sich beschweren, dass Sie in der Öffentlichkeit nicht mehr rauchen dürfen kein Verständnis habe.


    Es gibt halt Leute die sich soviel mit sich selbst beschäftigen , das keine Zeit mehr bleibt

    sich in die Lage anderer zu versetzen !

    Raucher, die in geschlossenen öffentlichen Räumen die Gesundheit anderer gefährden denken ja wahnsinnig viel an andere, nicht wahr ?!?
    Übrigens noch letztens sagt ein rauchender Freund zu mir: "Ich kenne wenige Menschen die Rauchern gegenüber so tolerant sind wie Du." Der Punkt ist, er ist Kettenraucher und raucht ständig, deswegen muss ich dauernd auf ihn warten, macht mir überhaupt nichts aus. Er hat allerdings genug Anstand nicht zu rauchen sobald wir uns in einem geschlossenen Raum befinden, auch weil er den Gestank selbst hasst.
    Das ist auch so was. Ich verstehe einfach nicht, dass viele Raucher das nicht mehr riechen. Verrauchte Klamotten stinken wirklich pervers widerlich.

    Was bitte hat das mit Arroganz zu tun? Mit Deinem Verhalten hingegen kann ich mich sehr gut anfreunden, solch ein Rauchverhalten ist ja leider eher die Ausnahme, finde ich aber gut.

    Nenn es Arroganz wenn Du möchtest, aber wäre ich so süchtig, dass ich auf irgendeine Sache der Welt, egal welche (außer atmen) nicht ein paar Stunden verzichten kann (und bei den meisten Rauchern die ich kenne geht es hier wirklich um können), dann würde ich mich vor mir selbst schämen. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen was das mit Arroganz zu tun haben soll.

    Bei allem berechtigtem Ärger über den Präsi, solltet Ihr jetzt nicht "paranoid" werden. Es ist kein Wunder, dass S.M. alle Verträge unterzeichnet hat, das ist nun mal Teil seiner Verantwortung als Präsi. Ihm ausgerechnet das jetzt vorhalten zu wollen erinnert irgendwie an Catch-22. :gaga:

    Mensch Kai, der Checker will doch nur spielen. :daumen:

    :danke:

    Frage: Also gilt man nicht als geschädigt, wenn man von einem besoffenen Autofahrer überfahren wird?

    Oh man ist das schwach. Jeder Raucher schädigt einen anderen in dem Moment in dem sich die Kippe anmacht. Frage: Schadest Du jemandem in dem Du Bier trinkst? Da gehört schon noch mehr Fehlverhalten dazu. Aber nimm von mir aus auch die Alkoholiker mit dazu, kein Problem.