War min. 15 Jahre starker Raucher - fast schon Kette. Beim Alk sogar Kette!!!!
Das schlimmste war/ist daß ich immer GERN geraucht habe!!! Laß mal etwas aus Deinem Leben das du sehr magst!
Dazu war es immer eine moralische "Ausrede" für ein kleines Päuschen oder Selbstbelohnung nach jeder noch so klitzekleinen "Alltagsleistung"!
Hatte früher bereits ab und an mal versucht aufzuhören (dem Medizin.Gewissen zuliebe). Aber da auch meine Ex-Frau stark rauchte, genau wie meine Eltern und Schwiegereltern war das stets gescheitert. Mein Bruder war sogar absoluter Kettenraucher (2,5-3 Schachteln/Tag!).
Meine RETTUNG??? Hmmm.
Zuerst bekamm mein Bruder nur 10 Jahre älter als ich mit 39 Jahren einen "verdienten" Herzinfarkt! (er erfüllte ALLE Vorzeichen - Kettenrauchen, Übergewicht, kein Sport, LKW-Fahrer-Bewegungsmangel aber STREß)
Da gehen einem schonmal ein paar Sachen durch den Kopf!
Dann hörte mein absolut bester Freund (zweites ich) auch noch von heut auf morgen auf zu rauchen und koketierte damit das ihm nix fehle und es ihm kinderleicht fiele. Dazu stachelte er natürlich von dem Tag stark gegen, natürlich, mein rauchverhalten.
Tja und dann, ja dann kam halt SIE. Mein "zartes Rehlein"! Absoluter Gesundheitsfreak. Arbeitet im Sanitätshaus, bekennender Vegetarier, Umwelt- und Bioproduktverfechter! Nichtraucher mit Einschränkung. Das bedeutet sie konnte mal eine rauchen dann aber auch wieder tagelang nicht. Ohne das es ihr irgendwas ausmachte. Ich glaube es viel ihr dann leichter zugequalmte Örtlichkeiten oder auch mich zu ertragen (Nikotingeruch usw.)
Da ich dann natürlich mehr Zeit in ihren 4 Wänden als in meinen verbrachte kam ein neues Problem dazu. In der Wohnung war nix mehr mit rauchen. Also immer raus! Iwann nervt das! Dann wechselte ich noch den Auftraggeber und zack auch da wurde nicht mehr geraucht! HÖLLE! Selbstverschaffte HÖLLE!
Tja, nach all dem kam dann noch das "Neujahrsvornehmen" dazu. Also hörte ich Anfang Januar dieses Jahres auf.
Die ersten 6 Wochen waren schlimm. Die 2 Wochen danach reine Qual! Als es dann am schlimmsten wurde gab ich mir dann die volle Dröhnung. Ich setzte mich zu meinen Eltern an den Tisch. Die rauchen ohne ende. Beinahe hätte ich mir auch eine genommen. Aber dann doch geschafft es zu lassen. 2 Std. blieb ich sitzen dann ging ich. Komisch. Es wiederte mich soger etwas an!!! Tja, also noch eins drauf setzen. ALKOHOL. Was nützt es dachte ich mir, wenn ich ein halbes Jahr sauber bleibe und dann sofort beim erste Bier umfalle? Dann lieber sofort umfallen!
Als mit einem "Raucher-Freund" ind die Stamm-Pinte zum darten! Ca. 12 Glas Bier, 3 Ouzos vom Wirt und ca. 10 Runden 501DO! Und mein Kumpel rauchte ohne erbarmen. (Ja, bei Wango darf geraucht werden!) 
UND? Es ging! Nicht ganz leicht, aber auch nicht unüberstehbar schlimm!
Ich glaube das war der "Knackpunkt"! Ich bin jetzt 8 Monate rauchfrei und verspühr kaum verlangen! Und ich trinke mittlerweile abends genauso mal ein, zwei Glas Rotwein oder auch ein paar Bierchen beim darten wie zuvor!
Einzig in seelischen "Notlagen" kommt das Verlangen nochmal hoch. Heftiger Streit mit dem "zarten Rehlein", Sorgen wegen den Kurzen oder derartige Extremsituationen!
Aber ich versuch diese halt so gut ich kann zu vermeiden!
Ein gutes halbes Jahr machte das Leben WENIGER Spaß, dafür aber letztes WE beim erklimmen einiger Höhenmeter mit dem MTB dafür aber wieder MEHR als je zuvor!!!
Also allen Mut zusammen nehmen und den "gelungenen" Vorreitern folgen!
NUR eines bin ich nie los geworden. Im KOPF bin ich immernoch RAUCHER! Ich ertappe mich wie ich ständig Raucher verteidige. Z.B. beim Thema öffentliches Rauchverbot in Kneipen etc.! Das wird wohl noch dauern.
Es verhält sich wohl getreu dem Motto:
Wer einmal Raucher war, der kann NIE mehr Nichtraucher werden! Er läßt es nur bleiben! (Körperlich nicht aber mental)