Beiträge von Fastdrin

    Nach meiner Beobachtung ist genau das Gegenteil der Fall, die Profis haben im Regelfall ein früheres Release als Otto Normaldarter. Das Problem eines zu frühen Release halte ich für extrem unwahrscheinlich, ich bin mir sicher dass deine Probleme eine andere Ursache hat.
    Das Trainieren eines konkreten Releasezeitpunkts ist an sich kritisch da das Gehirn mit so einer Feinjustierung in der schnellen Wurfbewegung überfordert ist (im Extremfall droht dann sogar die Dartitis). Das Release ergibt sich automatisch aus der Wurfbewegung, mach dir da keinen Kopf und versuch einfach nur flüssig und entspannt zu werfen!

    Oha, da hat ja jemand meinen Uralt-Thread aus der Versenkung geholt :huh:

    Das Resumee des Selbstversuch für mich ist so eine eigenartige Mischung aus Miserfolg und Erfolg. Erfolg deshalb, weil es tatsächlich geklappt hat mit dem schwachen Arm eine anständige Spielstärke zu erreichen, und weil die Orientierung mit dem dominanten Auge die Sache wirklich klar vereinfacht.

    Das Problem war aber dass sich nicht nur mein linker, sondern auch mein rechter Arm während der Zeit verbessert hat und ich mich nicht zum letzten harten Schnitt überwinden konnte - irgenwie hat sich der Wurf mit dem schwachen Arm immer einen Tick unsicherer angefühlt. Von den Trefferbildern konnte ich zwar keine grossen Unterschied mehr feststellen, aber der mentale Graben ist dann doch sehr gross.

    Trotzdem werfe ich im Training immer noch beidhändig, wenn auch nicht mehr permanent, Das Ganze ist nämlich auch eine gute Übung um seinen eigenen Wurf besser reflektieren zu lernen.

    Ich finde die Fragestellung grundsätzlich schon sehr interessant, aus meiner Sicht kann man schon eine klare Technik-Revolution in Richtung Rhythmuswurf ala van Gerwen beobachten. Vor 20 Jahren hat so gut wie jeder Spitzenspieler eine klare Zielpause im Wurf, man kannte es schlicht nicht anders. Inzwischen ist klar dass es auch in einer durchgängigen Bewegung funktioniert, und das mit sehr beeindruckendem Ergebnis. Vor allem im Nachwuchsbereicht kann man da schon einen Trend in diese Richtung beobachtebn. Der Vorteil einer durchgängigen Bewegung ist offensichtlich, der Muskel kann nicht "festfrieren" und aus mentaler Sicht bleibt nur wenig Zeit für etwaige destruktive Gedanken. Spieler mit einer Einpendelbewegung ala Alan Norris machen dies eben auch um ein Festfrieren zu vermeiden (kennt man auch aus dem Golf und wird dort "Wobble" genannt).

    Peter Wright als Gegenbeispiel zu nennen tut mir allerdings weh weil ich finde dass er insgesamt eine grossartige und runde Bewegung hat. Allerdings glaube ich auch dass er noch einen Tick besser sein könnte wenn er die Phase der Bewegungslosigkeit reduziert bzw. komplett ausschalten würde.

    Du hast schöne Ansätze, damit lässt es sich doch wunderbar weiterarbeiten.

    Was ich als nächsten Schritt empfehlen würde: du "zelebrierst" deine Follow Through Position am Ende des Wurfes und frierst die Bewegung regelrecht ein. Die eigentliche Idee ist aber dass an dieser Stelle der Arm wieder völlig spannungsfrei wird, das Follow Through ist damit nur die logische Konsequenz aus dieser Entspannungsphase. Erlaube deinem Arm einfach mal weiterzuschwingen und konzentriert dich eine zeitlang darauf dass der Arm in dieser Phase total entspannt.

    Wen dir das gelingt wirst du merken dass dein Arm vor dem Greifen des nächsten Darts in einer anderen Position ist und du das Greifen des Darts umbauen musst, lass dich davon nicht irremachen auch wenns sich anfangs ungewohnt anfühlt.

    @menigo Wenn du keine Antwort zur Frage hast ist zwangsläufig die Frage unsinnig?

    In konkreten mathematischen Winkeln zu denken ist deswegen so schwierig weil die Natur den menschlichen Arm nicht als Scharnier konstruiert hat. Kurz: der perfekte geometrische Winkel existiert nich, es gibt nur Näherungswerte. Der aktuelle Trend geht wohl in Richtung vertikaler Unterarm, es gibt aber auch gute Gründe das nicht ins Extrem zu ziehen. Biomechanisch ist das aber hochkomplex und sprengt hier den Rahmen . Als Anfänger sollte man sich jedenfalls nicht von einer "idealen" Geometrie in die Irre führen lassen,dafür ist der Mensch nunmal nicht gebaut.

    In einem englischen Forum gabs mal einen Vorschlag, der aus meiner Sicht richtig Charme hat: Austragungmodus als Doppel, und die Doppelpartner werden zu Turnierbeginn ausgelost und bleiben über das Turnier fix. Evtl. könnte man zu den Gesetzten jeweils einen Ungesetzten losen, damit solle auch für ausreichend Chancengleichheit gesorgt sein.

    Mir gefällt dein Wurf eigentlich richtig gut, sieht flüssig aus mit einem schönen Rhythmus.

    Jedenfalls konnte ich auf dem Video nichts entdecken was ich als grundsätzlichen Bewegunsfehler ankreiden würde, also aus meiner Sicht weiter so!

    Hi, klasse Wurf insbesondere nach erst einem Jahr Darts!
    Dein Follow Through ist erste Sahne, wo siehst du denn da noch ne Baustelle?

    Evtl. könntest du noch versuchen deinen Rückschwung einen Tick zu verkürzen, ist aber eher so eine Bauchsache von mir als ein echter Kritikpunkt.

    Aslo: im Zweifel nichts reparieren wo nichts kaputt ist, du solltest so noch jede Menge Freude an dem Spiel haben!

    Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher ob ich deinen Ellenbogen"sprung" am Ende des Wurfes als destruktive Bewegung werten sollte, allerdings kann ich mir schon vorstellen dass der eine oder andere Dart so deutlich verrissen wird wenn das Release nicht 100% da ist.
    Vermutlich ist die Bewegung entstanden indem du trainiert hast aktiv in die Follow-Through Stellung zu kommen. Versuch doch mal folgendes: Vergess mal für ne Zeitspanne komplett das Follow-Through und stell dir als Wurfgedanken vor, dass du den Unterarm (und nicht den Dart) Richtung Board beschleunigst, und lass ihn möglichst entspannt ausschwingen. Der Dart hängt dabei eher zufällig mit in den Hand.
    Bei der Übung ist es erstmal völlig wurscht wo die Pfeile landen, es geht darum ein Bewegungsgefühl zu erarbeiten.

    Wenn das partout nicht funktionieren will dann würde ich dir eher raten das Problem komplett zu ignorieren, dein Wurf sieht auch so recht brauchbar aus.

    Rhythmuswerfer (z.B. M. Smith) haben immer dieselbe Wurfstellung, was Unterarm, Ellenbogen und Ausholbewegung angeht.
    Diese Rhythmuswerfer steuern die Einschlaghöhe auf dem Board mit der Kraft des Schwunges.

    Sorry, aber das halte ich für komplett falsch und irreführend. Im Profibereich kenne ich keinen Wurf der die Höhe mit der Kraft des Schwungs variiert, höchstens ggf. für kleine Korrekturen der Darts im cm bzw. mm Bereich.

    Die Steuerung der Wurfhöhe hat nach meiner Einschätzung nichts mit Rhythmus bzw. Zielwurf zu tun sondern eher damit zu welchem Grad der Wurf aus dem Handgelenk beschleunigt wird. Meiner Ansicht nach machen das gute Spieler weniger aus unterschiedlicher Armhöhe sondern eher aus dem Anstellwinkel der zwischen Unterarm, Oberarm und Hand gebildet wird, also ob eher nach oben oder nach unten geworfen wird. Das Ganze ist natürlich individuell und subtil, muss also mit der Zeit erarbeitet und erlernt werden.

    Kann mich Dom Quichotte nur anschliessen, natürlich kann es sein dass sich dein Wurfstil dadurch auch verändert. Wenn es denn so ist wette ich dass dir diese Änderungen nützen und nicht schaden werden.
    Meine persönliche (und nicht bestätigte) Theorie isr, dass Dartitis sehr stark mit dem unbedingten Willen verursacht wird den Dart auch WÄHREND der Wurfbewegung zu kontrollieren und zu steuern. Das kann nicht gehen und wird das Gehirn irgendwann mal au Tilt schalten. Der Wurf sollte immer nur mehr ein "Abfeuern " der Wurfbewegung sein ,alles andere passiert vorher. Der "Kontrollverlust" dabei ist normal und richtig, aber das muss erstmal neu gelernt werden, und zwar ohne sich zu sehr auf ein konkretes Ziel zu versteifen.