Beiträge von Ico

    Mit Taylor Darts zu spielen ist vor allem eins: anstrengend.

    Ich spiele mit Taylor Phase 5. Angangs war's extrem, inzwischen geht es etwas:

    - "Oh sind das Taylor" (ah der nächste)
    - "Oh kann ich mal" (bitte gerne, gleich kommt "oh wie dick und schwer")
    - "Die sind aber teuer" (ja, unglaublich diese vielleicht 20-30 € Aufpreis, wahnsinnig teures Hobby; verschleißen auch so schnell)
    - "Hab die gleichen als Nachbau für xx Euro bei xyz bestellt" (False products are for fake people)
    - "Manche glauben, weil Sie mit Taylor Darts spielen, sind sie Weltmeister" (gerne so laut halb hinter dem Rücken)

    Dass sie jetzt nicht sooo teuer in den typsichen Online-Shops waren, und dass die meisten Blödel an einem Abend mehr versaufen und verrauchen oder in die Bimmelmaschine stecken als den Aufpreis juckt ja keinen.

    Gut, die neuen scheinen zumindest mit Listenpreis nochmal deutlich draufzulegen.

    Wenn die neuen jetzt tatsächlich schön auffällig sind mit den blauen Steinchen - Beild für alle, die als erstes damit erwischt werden.

    Nach unzähligen schweißnassen Händen (echt super direkt vorm Spielbeginn) wird jetzt von meiner Seite aus meist lässig abgefistet. :thumbup:

    Ansonsten haben die Spieler in meinen Augen die Klappe zu halten. Für klasse Würfe (170+, HF, SL) gibt es schon mal ein Lob - allerdings situationsabhängig. Einem schwächeren Spieler wird auch mal eine 100 oder 140 kommentiert. Beim Spiel gegen starke Gegner gibt es i.d.R. sehr wenig Kommentare - und die nur bei passender Stimmung.

    Wer jeden Score vom Gegner kennt und kommentieren kann, der beschäftigt sich beim Spiel eh mit den falschen Dingen. :rolleyes:

    Mathematisch ist das sinnvoller, bei niedrigem Average auf die 19 zu spielen, da man dort mehr punktet. Das ganze macht ne Spirale und fängt auf der 16 ziemlich dicht am Bull an, geht dann rüber zur 19, und springt dann nach oben zur 20.

    Natürlich ist es nicht sonderlich motivierend, "irgendwo in die 16 zwischen Tripple und Bull" zu zielen - denn je besser man wird, desto schlechter der Score. :D

    Aber 19 zu spielen ist kein Fehler - und ich behaupte mal einfach, dass es bis in hohe Spielklassen keinen Unterschied machen wird. Wobei ein starker Spieler dann auch 20 trifft, und meist alleine wechselt.

    PS: Du weißt, wo Du stehst, wenn Dein Gegner Dir für 60 Punkte ein "Good Darts" schenkt...

    Wie schon geschrieben gibt es mehrere Faktoren für Bouncer.

    Die Scheibe - manche Scheiben sind einfach Mist. Das können alte durchgespielte sein, oder verhärtete. Ich hatte auch mal eine Advantage II - da hielt auch kein Dart. Und was doch steckte, fiel nach spätestens einer Minute heraus. Auf Turnieren ein ähnliches Bild, und die Scheiben regen heute noch zu frostigen Debatten an. Kürzlich hatte ich in Nürnberg das "Glück" auf einer neueren Advantage zu spielen, diese zeigte das Problem nicht mehr. Ist Dein Board Schuld, hilft eigentlich nur Tausch.

    Die Darts - hast Du sehr leichte Flieger, müssen diese schon eher mit Schmackes geworfen werden. Meiner 14g Hankeys stecken viel lockerer im Board als 26g Taylor.

    Unpassende Dart-Bestückung - nicht jeder kann mit jeden Darts spielen, auch nicht in jeder Konfiguration (Schaft, Flight). Ich habe hier noch 25g Jenkins-Darts rumliegen, die bekomme ich einfach nicht nachhaltig ins Board gesteckt. Bei vielen Würfen liegen alle drei Darts auf dem Boden.

    Unsauberer Wurf - mag man nicht hören, aber häufig ist dies das Problem. Bei einer unsauberen Flugbahn ist das Risiko für Bouncer viel höher. Ein Dart, der flockig durch die Luft wirbelt, trifft er andere Darts, und wenn er schräg beim Board ankommt, wird es auch schwerer. Wenn Du einen Tag viele Bouncer hast und einen fast keine, ist fast immer der Wurf das Problem. Dieser Punkt gehört auch etwas zu den passenden Darts - der Dart muss zum Wurf passen.

    Letztlich kann man noch an der Spitze arbeiten - ist sie spitzer, geht's leichter/tiefer ins Board, dafür rutscht es auch leichter raus... Anrauhen erhöht den Widerstand gegen das Rausrutschen etwas (aber auch beim reingleiten). Spitzen sind wichtig, aber beim Schleifen ist auch viel Kopfkino dabei.


    Passt alles und triffst Du sauber auf den Draht oder einen anderen Dart, hast Du einfach Pech.