Ich genieße einfach jedes Jahr die Q-School, weil sie so unvorhersehbar ist. Das Ziel der Q-School ist es nicht, die 128 besten Spieler für die Tour zu ermitteln, sondern diese einfach aufzufüllen mit Spielern, die Bock haben es zu versuchen und die dann einfach in dieser Woche gut genug sind sich durchzusetzen gegen andere, die auch eine TC haben wollen.
Wenn es um die besten Spieler gehen würde, könnte man sich das ganze Event sparen und nach Jahresranglisten auffüllen und die CT damit zur Q-School machen. Wobei das auch seine Probleme hat, weil das dann zwar keine Tages/Wochenform ist, sondern konstante Leistung, die dafür aber weiter in der Vergangenheit liegt. Von den 4 direkten Tourcards aus CT/DT 2023, die jetzt für 2 Jahre auf der Tour waren, hat sich auch nur einer in die Top 64 gespielt. (Wessel Nijman)
Wenn sich dieses Jahr in der Q-School wieder ein paar durchsetzen, die nicht alle Events spielen können/wollen oder nach ein paar Monaten ihr Engagement runterfahren, dann profitieren aktuell Formstarke Spieler von der 2026er Challenge Tour dadurch, weil sie das Feld auf den PCs auffüllen.
Dass diese Nachrücker dann zum Jahresende wieder auf 0 gesetzt werden, auch wenn sie schon halb etabliert sind auf der Tour, ist für mich das größere Problem. Man legt ihnen unnötig Steine in den Weg. Das betrifft dieses Jahr Harrysson und Manby (falls sie sich Tourcards holen) und vor allem Bellmont und Labanauskas.
Daher kann die Q-School für mich so bleiben wie sie ist. Ob da jetzt ein Pole mit 80er Average oder ein Holländer mit 84er Average sich durchsetzt wird auf die nächsten 2 Jahre nicht den großen Unterschied machen. Die meisten, die sich diese Woche die Tourcard holen, werden bis auf ein paar Ausnahmen sowieso 2028 wieder in der Q-School zurück sein.
Und die, die langfristig gut genug sind in der Top 32/64 der Welt mitzuspielen, die holen sich früher oder später eine Tourcard über Q-School oder Challenge Tour, auch wenn sie dieses Jahr in der “Lotterie” scheitern.