Beiträge von Jonny Kupferdächle

    Sehe ich völlig anders. Die Top16 wird durch die Änderungen zwar geschützt, aber doppelt geschwächt wenn sie PC und ET Events auslassen.

    Jeder neue Tourcard Holder hat durch die ganzen Erweiterungen einen leichteren Zugang zu fast allen Major Turnieren. Nur noch World Matchplay und Grand Prix haben nächstes Jahr das kleine 32 Spieler Teilnehmerfeld.

    Gute aufstrebende Spieler können sich leichter für Majors qualifizieren und sie spielen die European Tour Turniere, die andere auslassen und können dort leichter in die späteren Runden kommen.

    Wenn man sich in der Top16 halten will muss man so viel wie möglich spielen. Außer Littler kann sich niemand erlauben dauerhaft auf die Pro Tour zu verzichten.

    Die PDC geht damit weg vom Prinzip, dass jedes Major sein eigenes Gimmick braucht. UK-Open, European Open und PCF mit ähnlichem Format auf mehreren Bühnen über 3 Tage.

    Im Interview wurde auch bestätigt, dass die European Open das Format der UK-Open kopieren wird.

    Ich sehe darin kein Problem. Vor der Einführung der ET OoM war die Top 16 direkt gesetzt für die EM, auch wenn man 0 Turniere gespielt hat. Wenn man an die Taylor Zeit zurückdenkt, ist es kein neues Phänomen, dass man sich statt der European Tour ein paar freie Wochenenden nimmt.

    Wenn jetzt bei dem aktuellen System ein Top-Spieler, der erst 3 ET gespielt hat noch nicht für die EM qualifiziert ist und daher noch ein 4. spielt, ist das ein Effekt, den man eigentlich vernachlässigen kann.


    Wenn alle aus der Top16 jedes ET und PC Event mitnehmen würden, wäre es viel schwieriger überhaupt in die Top16 reinzukommen. Diese Absagen sorgen für mehr Chancen für alle anderen und gleichen die Hürden aus, die vom Ranglisten und Setzsystem aufgebaut wurden. Daher sehe ich das ganze gar nicht so dramatisch, wenn sich mal jemand auf einer Ranglistenposition (die man sich selbst in 2 Jahren aufgebaut hat) ein wenig ausruht. Wenn man da dann irgendwann rausfällt, beschleunigt man den eigenen Absturz. Und dieses Risiko trägt jeder für sich selbst.

    Zur European Open gibt es keine Infos, außer das sich 8 Spieler über die Start-Serie qualifizieren, oder?

    Wenn das System der UK-Open 1:1 übernommen wird, gibt es ja noch 8 bis 24 offene Startplätze. Wenn der Name irgendetwas zu bedeuten hat und nicht nur geändert wurde, weil das Turnier doch nicht in Deutschland stattfindet, wären 8 Amateur Quali-Tuniere in anderen Ländern denkbar.

    128 TC-Holder

    Top 8 Challenge Tour

    Top 8 Development Tour

    8 Regional Final Winner (PDCE-Start)

    8 andere Qualifikanten

    (z.B 1x Niederlande, 1x Belgien, 2x PDC Nordic&Baltic, 2x Südeuropa, 2x Osteuropa)


    Die Top 8 der CT und DT vielleicht sogar begrenzt auf europäische Spieler und UK Open im Gegenzug auf UK&Irland.

    Also willst du nicht-Tourcarken Inhaber den Tourcard-Inhaber Qualifier spielem lassen?


    Wenn es Preisgeld gibt, dann ist es kein Qualifier mehr, sondern Teil des Turniiers. Ist es nicht so, daß die gesetzten Spieler, die in Runde 2 antreten, und verlieren zwar nichts für die Order of Merit gut geschrieben bekommen, aber sehr wohl die Kohle einsacken?

    16 direkt plus 28 aus dem "TCH plus CT-Reserven"-Qualifier macht nur noch 4 Plätze für die Nordic/Baltic, East European, und Host Nation Qualifier.

    Ja. Ist ja dann kein Qualifer mehr, sondern 2 Vorrunden der ET.
    4 Plätze bleiben für die Hostnation. Nord- und Osteuropäische Spieler sind schon auf der Tour etabliert. Sie brauchen diese Extra Qualis bald nicht mehr. Es finden ja auch schon 4 ETs in Osteuropa statt. Hoffentlich auch bald ein paar in Skandinavien. Eher bräuchte Südwesteuropa so einen Qualifier um die Franzosen, Spanier, Portugiesen und Italiener mehr zu fördern.


    Ich bin auch der Meinung, dass wir keine Word-Series mehr in Europa brauchen und man diese im Rest der Welt ausbauen sollte. Vielleicht nach dem Vorbild der European Tour mit 16 eingeladenen Spielern und 32 lokalen/regionalen Spielern. Das man das dann mit der ET zu einer Welt-Tour kombiniert, sollte das Endziel sein. Aber dazu braucht es noch ein paar Zwischenstopps. Das die ET immer europäischer wird und nicht mehr aus 80% Deutschland besteht ist eine Entwicklung, die ich begrüße.

    Was ich allgemein nicht so ganz verstehe, ist das Auffüllen aus der CT: Es gibt genügend "höherwertige" TC-Inhaber, auf die man als "Reserve" zum Auffüllen zurück greifen könnte. Sollte man diese nicht priorisieren?

    Nachrücker für den Qualifier sind gemeint.

    Wenn es ab dem 1. Sieg Preisgeld gibt, braucht man ein volles Teilnehmerfeld. Man sollte nicht durch ein Freilos ins Preisgeld kommen.

    128 TC-Holder - 16 Spieler direkt und 112 im Qualifier bei meinem Vorschlag. Nachrücker, wenn nicht alle antreten müssen ja von irgendwo herkommen. 56 gehen leer aus bei Niederlage in der 1. Runde, 28 bekommen ein Preisgeld für die Niederlage in der 2. Runde und 28 sind dann im Hauptturnier dabei und bekommen da ihr Preisgeld.


    An der ganzen PL-Spieler Diskussion will ich mich gar nicht beteiligen. Egal wie sehr man sich das wünscht, sie werden immer bevorzugt werden. Für sie wurden die ET Regeln geändert. Daher ist auch mein Vorschlag sehr unrealistisch. Man wird nicht zur alten Regelung (nur die Top 16 der Pro Tour waren gesetzt auf der ET) zurückkehren.

    Dein Hauptargument gegen ein 64er Feld ist Welpenschutz für die armen PL-Spieler?

    Das ist gar kein Argument, sondern ein logistisches Problem.

    Mein Hauptargument kann ich aber weiter ausführen. Lieber das Geld in der Quali/Floor-Vorrunden verteilen.

    Eine Ausdehnung des Teilnehmerfelds führt auch gleichzeitig zu einem höheren Gesamtpreisgeld, dass ausgeschüttet wird.

    Der Hauptnachteil von deinem Vorschlag mit 2 Bühnen ist, dass die Hälfte der Spieler am Freitag dann auf der Nebenbühne mit kaum Zuschauer vor Ort und im TV/Stream spielen.

    Da kann man sich die Anreise sparen und spielt stattdessen 2 Vorrunden auf dem Floor als Quali mit Preisgeld. Mit Stream wie bei der Pro Tour und alle TC-Holder sind sowieso vor Ort, weil es im Rahmen der PC-Blöcke ausgespielt wird.


    Bei meinem Vorschlag sind dann nur 16 Spieler direkt qualifiziert. (wie früher)

    Die anderen 112 Tourcardholder spielen 28 Plätze aus. Wie bei der Pro Tour wird über die Challenge Tour aufgefüllt. Jeder braucht 2 Siege für die Quali und die Finalverlierer bekommen z.B 1000£. Die restlichen 4 Plätze gehen in den Host Nation Qualifier mit ggf. auch Preisgeld für den unterlegenen Finalisten.

    Das Problem mit 64 Teilnehmern sind die PL Spieler. Die werden nicht immer freitags schon einsteigen können.

    Also müssten 32 nicht gesetzte Spieler am Freitag Mittag gegeneinander spielen. Dann gegen 17-32 am Abend und die Top 16 steigt Samstags ein. Ich weiß nicht, ob ich ein Fan von dem Format wäre. Und das dann Freitags auf 2 Bühnen verteilt noch.

    Ich fände es besser, wenn es bei 48 bleibt, wieder nur 16 sich direkt qualifizieren, dafür aber in der Quali schon auf gestreamten Boards gespielt wird und man Preisgeld erhält für jeden Sieg.

    Ich weiß wirklich nicht worauf da gewartet wird. Die letzten Jahre haben wir sowieso immer nur einen unvollständigen Kalender im Sommer bekommen. Also noch ohne World Series und Teilweise mit einem European Tour Event als TBA.

    Wenn er jetzt morgen/nächste Woche nicht kommt, ist der Kalender noch unvollständiger als sonst und sie warten noch auf Bestätigungen oder sie warten bewusst länger, um ihn direkt vollständig zu veröffentlichen.

    Ich denke, dass es im freien Verkauf maximal noch wenige Tickets für Nachmittags-Sessions unter der Woche oder so geben wird. Vielleicht landen da auch einzelne Resttickets aus Stornierungen/Rückabwicklungen.

    Aber das kann niemand genau sagen. Vielleicht blocken sie auch ein gewisses Kontingent für alle Sessions für den freien Verkauf, um diesen Marketing-technisch nochmal auszuschlachten. Man ist ja jetzt weg von first come, first serve.

    Die Idee des Turniers ist ja gut, die Umsetzung ist so ein Schrott, dass man es sich eigentlich auch wieder hätte sparen können.

    Top 16 sind sicher, 8 Plätze gehen direkt an ausgewählte Regionen (2x Nordamerika, 1x Südamerika, 1x Afrika, 2x Asien, 2x Ozeanien nur als Beispiel) und die anderen 8 werden so ausgespielt wie jetzt. Dann hat man ein offeneres Feld und nicht so eine Wannabe offene Qualifikation die zu 99% zu den gleichen Spielern wie immer führt.

    Das mit den 8 regionalen finde ich keine Schlechte Idee, aber nicht für das Hauptfeld, sondern als eigenes Quali-Turnier für einen Startplatz.

    Logistisch sinnvoll könnte man das in Saudi Arabien im Rahmen der World Series ausspielen und die gleichen 8 Spieler an diesem World Series Event teilnehmen lassen.

    In deiner Verteilung fehlt aber Nordic&Baltic.

    Also sowas wie 1x Nordamerika, 1x Südamerika, 1x Afrika, 1x Nordic, 1x Australien, 1x Neuseeland und 2x Asien

    Der Gewinner ist dann der „Global Affiliate Tours Champion“ oder sowas und darf am World Masters teilnehmen.

    Die Vertreter der Secondary Tours könnten auch einen separaten Platz ausspielen.

    Und die restlichen 6 Plätze als reinen TC-Holder Qualifier ausspielen. Oder 8/10 und nur 22/20 direkte Teilnehmer über die OoM.

    Der Nachteil wäre, das man den Asiaten 6 Plätze bei der World Series wegnimmt. Diese hätten nur noch das Turnier in Bahrein.

    Dafür nehmen dann aber die Regionen Lateinamerika und Afrika an der World Series Teil, die bisher kein eigenes World Series Event haben.

    Da werden für mich aber einfach mehrere Dinge durcheinander geschmissen.

    1. Spielt Krcmar unter seinen Möglichkeiten? - Da würde ich auf jeden Fall mit ja antworten. Was man von ihm schon auf Bühnen und Dartconnect gesehen hat, sollte er eigentlich ein klarer ungefährdeter TC-Holder sein. Da kann man bei ihm natürlich hinterfragen, wie groß sein Commitment zum Steeldarts ist, aber das ist natürlich allein sein Bier.

    2. Spielt er schlecht auf die Doppel? - Kann sein, dafür gucke ich zu wenig Dartconnect um das einwandfrei zu belegen. Und gerade da muss man sich hüten jetzt nur auf ein Spiel zu gucken, welches er halt verliert. Da ich ihn aber als guten bis sehr guten Scorer in Erinnerung habe, kann das schon sein, dass die Doppel ein Problem sind.

    3. Fehlt ihm die "clutchness"? - Ich würde dafür einfach die Decider betrachten, ansonsten haben ich einfach eine sehr schwammige Definition. Wenn man das betrachtet gibt es mMn wenig Belege für eine derartige Schwäche. Schaut man sich seinen letzten Monat an, dann gewinnt er beim WM-Spiel gegen Woodhouse einen Decider und verliert einen. Bei der Q-School verliert er zwei (darunter natürlich das letzte Spiel gegen Lap) und gewinnt einen. Und am gestrigen Tag gewinnt er zwei und verliert einen. Und gerade da macht es für mich wenig Sinn fehlende Kaltschnäuzigkeit zu unterstellen, wenn man am selben Tag schon einen Titel/eine Quali gewonnen hat. Insgesamt ist seine Bilanz in dem Zeitraum bei 4-4 und damit weit weg von einer Schwäche.

    Also ich verfolge ihn schon länger und das ist bei ihm definitiv kein Problem von „Clutchness“ in Decidern oder fehlender Kaltschnäuzigkeit oder sonst was.

    Er ist einfach generell ein sehr inkonsistenter Spieler, der nach Gefühl wirft. Und das nicht nur auf Tagesform bezogen, sondern auch innerhalb eines Matches oder sogar legs. Hab schon zu oft gesehen wie er nach einer 180 irgendwas mit 20 wirft oder umgekehrt.

    Wenn bei ihm alles passt, dann zeigt er sein A-Game mit gerne auch mal 105+ im Avarage und jedes Doppel sitzt. Meistens sieht man aber eher sein 85-95 B-Game und dazu halt häufig Ausreißer nach unten, bei denen nichts zusammenkommt. Und das in den letzten Jahren leider häufiger als sein A-Game.

    In seiner besten Zeit vor 10-15 Jahren hat sein B-Game meistens gereicht um ein Großteil der Turniere zu gewinnen und dabei die E-Darts Szene zu dominieren, ähnlich wie ein van Gerwen und ein Taylor bei der PDC.

    Ich denke auch, dass alle ambitionierten Spieler am Wochenende auftauchen werden.

    Außer vielleicht Krcmar. Dem werden die ET-Qualifier reichen, um sich wieder für 3-4 European Tour Events zu qualifizieren. Neben dem World Cup(wenn er sich qualifiziert) und ein paar Gastauftritten bei Modus wird er nicht viel Steeldart spielen und auf sein 2. bzw. 1 Standbein Softtip setzen.

    Er bleibt für mich das größte „What if“ der Dartsszene.

    Vor 15 Jahren wäre er sicher ein Top10 Spieler der Welt gewesen, wenn er ernsthaft auf Steeldart umgestiegen wäre. Er spielt glaube ich auch heute noch mit Stahlspitzen, die auf seinen E-Darts aufgeschraubt sind.

    Wenn Knops heute die Tourcard holt, kann man den neuen Modus wieder heftig diskutieren, da er nach dem alten Modus nie in der Final Stage gespielt hätte... (Nachrücker an Tag 2)

    Würde doch für den neuen Modus sprechen, wenn das klappt und die Nachrücker nicht nur da sind um das Feld auffüllen, sondern auch um Karten mitspielen.

    Ich genieße einfach jedes Jahr die Q-School, weil sie so unvorhersehbar ist. Das Ziel der Q-School ist es nicht, die 128 besten Spieler für die Tour zu ermitteln, sondern diese einfach aufzufüllen mit Spielern, die Bock haben es zu versuchen und die dann einfach in dieser Woche gut genug sind sich durchzusetzen gegen andere, die auch eine TC haben wollen.

    Wenn es um die besten Spieler gehen würde, könnte man sich das ganze Event sparen und nach Jahresranglisten auffüllen und die CT damit zur Q-School machen. Wobei das auch seine Probleme hat, weil das dann zwar keine Tages/Wochenform ist, sondern konstante Leistung, die dafür aber weiter in der Vergangenheit liegt. Von den 4 direkten Tourcards aus CT/DT 2023, die jetzt für 2 Jahre auf der Tour waren, hat sich auch nur einer in die Top 64 gespielt. (Wessel Nijman)

    Wenn sich dieses Jahr in der Q-School wieder ein paar durchsetzen, die nicht alle Events spielen können/wollen oder nach ein paar Monaten ihr Engagement runterfahren, dann profitieren aktuell Formstarke Spieler von der 2026er Challenge Tour dadurch, weil sie das Feld auf den PCs auffüllen.

    Dass diese Nachrücker dann zum Jahresende wieder auf 0 gesetzt werden, auch wenn sie schon halb etabliert sind auf der Tour, ist für mich das größere Problem. Man legt ihnen unnötig Steine in den Weg. Das betrifft dieses Jahr Harrysson und Manby (falls sie sich Tourcards holen) und vor allem Bellmont und Labanauskas.

    Daher kann die Q-School für mich so bleiben wie sie ist. Ob da jetzt ein Pole mit 80er Average oder ein Holländer mit 84er Average sich durchsetzt wird auf die nächsten 2 Jahre nicht den großen Unterschied machen. Die meisten, die sich diese Woche die Tourcard holen, werden bis auf ein paar Ausnahmen sowieso 2028 wieder in der Q-School zurück sein.

    Und die, die langfristig gut genug sind in der Top 32/64 der Welt mitzuspielen, die holen sich früher oder später eine Tourcard über Q-School oder Challenge Tour, auch wenn sie dieses Jahr in der “Lotterie” scheitern.