Beiträge von Warum ich


    Quatsch. Das sind Profis, die einige Grunddienste abgeleistet haben und seit dieser Zeit weitestgehend ungestört ihrem Sport nachgehen können. Da ist quasi der Staat der Sponsor und das ist auch gut so. Und wenn dann doch mal ein Lehrgang ansteht, dann ist der in der Regel in einem Wettbewerbsfreien Segment untergebracht.

    siehe zB. https://de.wikipedia.org/wiki/Sportsoldat und http://www.duale-karriere.de/karriere-partn…/bundespolizei/

    Also ist es logisch, dass Dartsportler, mit Unterstützung des Staates, ihr Ziel von dem erspielten Preisgeld leben zu können verfolgen sollten?

    Das mit der Golfer IGF habe ich schlichtweg nicht gewusst, bin kein großer Golffan. Und ich sagte ja, ist bestimmt kein gutes Beispiel gewesen. Es wurde ja auch geantwortet, dass Fussball und Boxen die Ausnahmen sind. Stimmt, fällt mir auch auf, aber der große Teil der deutschen Olympioniken sind Berufssoldaten, Polizisten oder sonstige Staatsangestellte. Die leben nur im saisonalen Wettkampf von ihrer Leistung, nicht ganzjährig! Beim Dart gibt es aber keine jahreszeitliche Unterbrechung, deshalb ist auch hier kein guter Vergleich möglich. Interessant wäre es z.B. wie Pokerprofis in solche Vertragswerke verstrickt sind. Da habe ich aber noch weniger Durchblick, welche Organisationen, Ausschlusskriterien usw. es gibt.

    Eine verfälschte Rangliste gibt es immer dann, wenn innerhalb der Saison nicht alle Akteure die gleiche Anzahl an Teilnahmen vorweist. Ist im DDV doch auch so! Da kommen die Hamburger nur zu ihrem Turnier, die Bayern (Nürnberg) nur zu ihrem und nur ganz wenige fahren so wohl nach Hamburg als auch nach Bayern (Nürnberg). Und dann ist das Punktesystem im Moment auch noch so, dass man zwar Samstag garantiert Punkte bekommt, Sonntag aber nur, wenn man die Round Robin übersteht. Da kann man im ungünstigsten Fall Samstag ohne Sieg 10 oder 20 Punkte machen, Sonntag mit 2 Siegen ohne Punkte nach Hause fahren. Auch hier verfälscht der Modus die wahre Rangliste nach Leistung!

    Rechtliche Sonderstellung von Sportprofis, das triffts genau. Ich frage mich nämlich, warum andere Sportarten nicht dieses Gegeneinander der Profis und Amateure kennen. Selbst das Golfmonopol USPGA hat seinen Mitgliedern/Angestellten ermöglicht bei Olympia im Fernsehen live präsent zu sein. Die PGA ist zudem das weitaus größere Unternehmen im Vergleich. Warum geht das im Dart nicht? Mir ist bewusst, das Olympia nur alle 4 Jahre eine Konkurrenz darstellt. Aber ein besseres Beispiel ist mir momentan nicht eingefallen.


    Das ist nicht korrekt. Er darf dabei lediglich nicht gefilmt werden. Das bedeutet also, dass alle kleineren Turniere problemlos mitgespielt werden können. Des Weiteren, es wird nach wie vor keiner gezwungen Dartsprofi bei der PDC zu werden! Wer diese Profession ausübt, der sollte schon so gut sein, dass er auch mit Preisgeld rechnen, und sich davon leben, kann. Und wo wir gerade dabei sind, schau mal wie viele Profis vor 30 Jahren von Darts "gut" leben konnten und wie viele es heute sind! Die heutige breite Leistungsspitze im Ranking ergibt sich auch daraus, dass heute 30+ Leute von den Preisgeldern leben können und entsprechend Zeit zum Training aufbringen können. Damals waren es vielleicht die Hälfte, wenn überhaupt.

    Von daher, wenn du einen dieser 128 Tourcardler fragst, dann werden die wenigsten darüber lamentieren, dass sie nun nicht mehr bei der BDO spielen dürfen wenn dort mal gestreamt wird.

    Ich gebe Dir recht, wenige können mit den bestehenden Regeln durchaus gut einverstanden sein, weil für sie nicht relevant. Stichwort Profi der Top 30. Aber die "Anderen", also Position ab 30 - 128, sollten schon ein Interesse daran haben eine Alternative in der Arbeitgeberwahl zu haben. Nur dann kann man auf lange Sicht überhaupt an ein Profileben denken, dass bis zum Eintritt in den Ruhestand anhält und auch private Altersvorsorge erlaubt. Wie viele haben den Weg denn nicht geschafft oder versuchen seit Jahren mit Fremdfinanzierung einzusteigen? Auch da ergibt sich eine Abhängigkeit/Unsicherheit, die schnell an die eigene Lebensplanung anklopft.

    OK, ich kann eurer Argumentation folgen. Jetzt ist es aber leider so, dass von den 128 Jahresarbeitsverträgen keiner mit einer garantierten Entlohnung gekoppelt ist. Will sagen, es kann sein, dass ein Spieler 1 Jahr lang eine gültige Tourkarte besitzt, an allen möglichen Turnieren teilnimmt, aber kein Preisgeld einspielt. Somit hat der Arbeitgeber PDC einen Angestellten ohne Bezahlung, der auch nicht bei einem "Konkurrenten" einen Nebenjob ausüben darf. Das ist für mich arbeitsrechtlich höchstproblematisch. Und dann zu sagen, muss der Spieler halt Sponsoren finden, die das Jahr finanzieren, kann auch nicht die große Lösung sein. Würde das in unsrer freien europäischen "Marktwirtschaft" auch in anderen Branchen so ausgeübt, käme ganz schnell das Kartellamt bzw. die EU-Aufsichtsbehörden und würden die Arbeitsverträge durch entsprechende Musterklagen verbieten lassen. Alles eine Frage der Lobby. Bitte nicht schon wieder als Stänkerei von Verbandsmeiern verstehen, mir geht es um die Spieler egal ob Verbandsmitglied oder nicht!!!

    Es gab in anderen Threads ja mehrfach die Diskussion, wie man Dart im TV/Internet breiter zugänglich machen könnte als über PayTV/Bezahl-Onlinekanäle (PDC TV oder ITV und ähnliche Angebote von Wettanbietern). Hab mal bei Youtube gestöbert. Der Kanal von Darts_ger zeigt gerade gute Übersichten über die Ergebnisse, speziell der D/Ö-Spieler, bei den UK-Open Qualifiern. Auch wenn Stefan Nilles komplett ignoriert wurde. Und zu den 9 Dartern wurde nix gesagt, trotzdem in gut 10 min pro Tag eine gute Übersicht.

    Vielleicht findet sich ja ein engagierter User der ein bisschen Ahnung von Videostreaming hat, um für PDC Europe bzw. DDV-Events ein ähnliches Angebot online zu stellen. Die Kosten für die Videoproduktion sind in diesem Format verschwindend gering, man braucht nur ein paar Bilder in einer Galerie zusammen zu fügen und einen Kommentar zu verfassen.

    Die Änderung des Spielmodus ist bereits in Kraft. Seit dieser Saison waren Sonntags RR-Modus Turniere die Regel. Beim nächsten DDV Turnier werden sogar beide Tage im RR-Modus ausgetragen, nur das Freitags-Doppelturnier, samstags Lucky Looser und 170er Finish Turnier werden von Beginn an K.O.-Spiele sein.

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    Es gab da im letzten Jahr einen Infobrief des DDV-Präsidiums, unter anderem auch zu diesem Thema.

    http://www.deutscherdartverband.de/site/assets/files/1049/08_2017.pdf

    Fördergelder wurden beantragt, aber noch keine Bescheide erhalten. Nur Zuschüsse für die Jugendarbeit sind bereits gewährt worden.

    Vielleicht gibt es am Verbandstag im März neue Erkenntnisse. 24.03.2018 Fachausschüsse in Kirchheim: Einladung zum Jugendausschuss, Einladung zum Finanzausschuss, Einladung zum Sportausschuss. 24.03.2018 Präsidiumssitzung in Kirchheim: Nicht öffentliche Sitzung. 25.03.2018 Hauptausschuss in Kirchheim: Einladung zum Hauptausschuss.

    Quelle: http://www.deutscherdartverband.de/

    Ich plädiere ja gerade dafür von unten heraus, also aus der Spielerbasis, neue Ideen mit ein zu bringen. Die bestehenden Delegiertensysteme würden davon verändert und daher auch die klassische "Das haben wir immer so gemacht"-Haltung aufgebrochen. Sich hinsetzen und zu hoffen, dass jemand anderes das Angebot für mich interessanter macht, kann viel länger dauern, als selbst dafür einzustehen.

    Und was das Thema Zusammenbruch angeht, es gibt schon das ein oder andere größere Alarmsignal. Sieh dir mal an, wie die Finanzpolitik im DDV derzeit "geregelt" ist. Die Verbandsausschüsse werden regelmäßig ohne Beschluss abgebrochen, weil irgendein Eilantrag eingereicht wird. Die BuLi-Teams sind unzufrieden, weil die Kosten für sie sehr hoch sind und keine Unterstützung vom Verband beschlossen wird. Und neue Ausrichter für Ranglistenturniere stehen auch nicht gerade Schlange, es gibt offene Termine für Anfang 2019!

    Ich kann nur Rückschlüsse ziehen aus den Meldezahlen und Teilnehmernamen, sowie den Terminierungen. Persönlichen Kontakt habe ich nur zu wenigen Spielern dieser Spielstärke. Die sagen mir, dass sie durchaus einen ähnlichen Eindruck wie ich haben. Aber ich muss auch zugeben, für diese Spieler ist das Switchen zur Normalität geworden. Sie kennen das ja schon vom E-Dart DSAB vs. Steeldart DDV.

    Ich gebe zu, die 99% waren etwas provokativ genannt.

    Selbst wenn nur die tatsächlich derzeit auf der DDV Tour aktiven Spieler (ca. 350) sich angesprochen fühlen, stellt sich ein merklicher Schaden für das Amateursystem in Deutschland ein.

    Es ist ja genau mein Anliegen, Spieler zu motivieren selbst proaktiv zu gestalten und nicht nur zu nutzen, was es schon gibt.

    Es kann nur folgenden Weg geben:

    - gleichgesinnte Spieler engagieren sich in einem Verein

    - Vereine schließen sich Landesverbänden an und wirken in der Regelgebung mit

    - Landesverbände melden ihre Regeln und Wettbewerbe an den Deutschen Dachverband

    - Der DDV kommuniziert mit WDF und BDO, um gemeinsam attraktiv für die Amateurebene zu bleiben.

    Ich geb euch Recht, auch der DDV muss seine Hausaufgaben machen. Leider verlassen aber auch altgediente Funktionäre den Verband und heuern bei der PDC an. Aus diesem Geund gibts auch kein DDV Turnier mehr in Berlin, Deutschlands Hauptstadt.

    Dann schaut mal weiter im Kalender.

    2.Spieltag Super League, HUCH, schon wieder DDV-Turnier. Betrifft jetzt nur wenige, aber halt die Guten. Dann kann der DDV mit diesen Spielern schon mal nicht für sich werben. Glaubt ihr das ist dem Veranstalter des DDV Turniers recht? Was passiert, wenn die DDV Turniere ihre Kosten nicht mehr decken? Sie finden nicht mehr statt.

    Zum gleichen Zeitpunkt war in relativer Nähe auch ein DDV-Turnier ausgeschrieben. Das hat massiv Teilnehmer gekostet.

    Samstags nur 170 Herren beim DDV, da hat die PDC schon gezeigt, was sie will!