Ich komme sportlich vom Kyudo (Japanisches Bogenschießen) was insofern eine sehr große Ähnlichkeit zu Darts aufweist, als dass man die immer gleiche Bewegung auf die immer gleiche Entfernung machen und dabei auch über einen langen Zeitraum ein recht kleines Ziel treffen soll.
Dort bin ich seit fast 10 Jahren Trainer und von der Seite her kann ich nur dazu raten, sich die Grundlagen von Anfang an richtig einzuprägen. Wir sagen, dass man 10.000 Schüsse braucht, bis eine Bewegung ins Unterbewusstsein eindringt. Wenn man nun diese 10.000 mit einer schlechten Technik schießt, macht man es sich unnötig schwer. Dies verdeutlicht zudem die hohe Verantwortung des Trainers, den Anfängern das "Richtige" beizubringen.
Klar soll im Darts jeder so greifen, dass er sich wohl fühlt. Da der ein dünne lange Finger und einen schlacksigen Körperbau und der andere dicke fleischige Hände samt gedrungenem Corpus hat, kann man nicht für jeden eine allgemeingültige Wurftechnik nach Schema F anraten.
Aber von Anfang an das Augenmerk auf einen ruhigen stabilen Körper, entspannte Schultern ohne Verkrampfung und eine möglichst gerade Darthaltung zu legen, erleichtert dem Anfänger (und vom dem reden wir hier) die Sache ungemein.
Der gemeine Kellerdarter hat zumeist niemanden, der ihn mal anschaut. Umso wichtiger ist es meiner Ansicht nach, dass er Stand, Körperspannung und Ausrichtung von Anfang an im Auge behält.
Und - wenn man was an der eigenen Technik verändert, dann bitte nicht 10 Dinge auf einmal. Eines in Ruhe nach dem anderen mit Übungsphasen dazwischen.
Natürlich nicht verbissen (führt eh nur zu Frust) sondern mit Spaß am Spiel und am Spiel mit dem eigenen Körper.
D.h. für mich, dass man sich deutlich schneller im Austausch mit anderen (guten!) Dartern eine gute Technik aneignet, auf der man dann sein Training aufbauen kann.
Und der Kopf ... den trainiert man nur durch harte Arbeit
