https://www.youtube.com/watch?v=wmVkJvieaOA - Innunendo Studios "The Alt Right Playbook: Never Play Defense" (nur die ersten 2 minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=KeswYJgf5mM - PBS "Moving the goal post fallacy"
Ich stelle gerne diese Videos in den Raum für diejenigen, die der englischen Sprache mächtig sind. Beide zeigen schön und schnell, wie diese Art der gezielten Miss- und Desinformation, dem Ausweichen von Fragen und der bewussten Immunität gegen jegliche belegte Information funktioniert. Es scheint dann, als würde man argumentieren oder sogar die Diskussion dominieren. In Wirklichkeit hat man einfach nur nie etwas annähernd konstruktives gesagt, sodass die eigene Position auch nie angegriffen werden kann. Und wenn doch, dann wird das einfach ignoriert und das Thema entsprechend gewechselt. Möglichst so, dass das Gegenüber wieder etwas absolut selbstverständliches rechtfertigen muss.
Es ist wichtig, dem keine Aufmerksamkeit zu schenken. Auf diese Art und Weise funktionieren zum Beispiel die Argumentationsstrategien bestimmter amerikanischer Präsidenten - und der ist mittlerweile eine Person, bei der man Unwahrheit und das Fehlen jeder Verantwortungsbereitschaft einfach hingenommen hat. Theo versucht hier dieselbe Strategie, ich hoffe dass man das Forum hier ein bisschen dafür sensibilisieren kann, auf so etwas nicht mehr inhaltlich einzugehen, wenn es jemand versucht.
Notiz dazu: Ich habe hier einen Vergleich zu Trump gezogen und das erste Video dreht sich speziell um rechtsextreme Argumentationsstrategie. Ich möchte damit aber weder Theo noch irgendjemand anderem, der diese Diskussionskultur pflegt, irgendeine fremden/frauen/islamfeindliche Überzeugung unterstellen. Es geht mir nur darum, das Prinzip der Argumentation zu zeigen, und die findet sich eben häufig in dieser Identifikationsgruppe - aber eben nicht ausschließlich. Es fühle sich davon also bitte explizit niemand als Neonazi beschimpft.
Notiz 2, nach Bearbeitung: Außerdem möchte ich nochmal betonen, dass es mir nicht darum geht, andere Meinungen als die meinige zu unterdrücken. Ich führe da nochmal Chris als Beispiel an, mit dem ich sowohl inhaltlich als auch im Tonfall selten bis nie einverstanden bin. ABER: Das ist ok. Er belegt seine Aussagen, wenn eine Info mal meiner Ansicht nach falsch ist, dann nicht weil er sie sich ausgedacht hat, sondern weil die Quelle schlicht falsch lag. Das kann ihm genauso gut wie mir passieren und es WIRD mir definitiv auch noch passieren. Speziell in einer Diskussion, die so sehr auf sich live aktualisierenden Infos beruht.
Wenn Chris auf etwas angesprochen wird, antwortet er darauf und stellt konkrete/relevante Gegenfragen. Auf die Art kann man diskutieren, auch wenn man exakt gegensätzlicher Meinung ist. Ich lade gerne alle dazu ein, daran gepflegt teilzunehmen.