Das Geheimnis ist, dass du die Wege auch alternativ kennst.
Was bringt dir, wenn du bei 70 den Weg "T18-D8" im Kopf hast, die einfache 18 triffst und erstmal eine halbe Minute überlegen musst, was du jetzt machst. Tschüss Rhythmus.
Ich behaupte von mir selbst, besser "rechnen" zu können, als die meisten Profis; es passiert eigentlich nie, dass ich 168 o.Ä. lasse, außer durch einen groben Fehler (z.B. 1 statt 20 mit dem letzten Dart).
Mein Tipp:
Guck dir vor allem Simon Whitlock an, und versuch ab etwa 310 Punkten Rest, nachzuvollziehen, warum er mit welchem Dart auf welches Feld zielt. Überleg dir, was hat er Rest, wenn er das Single trifft, und wie macht er dann weiter. Dadurch habe ich ziemlich viel gelernt, und auch unterschiedliche Wege.
Und ansonsten solltest du wissen, was passiert, und was du machen musst, wenn du mit einem deiner Darts nicht das gewünschte Feld triffst. Das heißt auch, wenn du auf die T18 zielst, solltest du wissen, was du mit einer einfachen 18 machen musst, aber auch, was du mit einer 1, einer 4, einer T1 und einer T4 machen musst.
Im Beispiel 70 wäre das:
T18 -> D8
18 -> 20 -> D16 (18 -> 12 -> D20; 18 -> 16 -> D18)
T1 -> T17 -> D8 (T1 -> 17 -> BULL)
1 -> T19 -> D6 (1 -> 19 -> BULL)
4 -> T16 -> D9 (4 -> 16 -> BULL)
T4 -> 18 -> D20
Das Geheimnis ist gerade in dem Bereich, zu wissen, wie du dich in jedem Fall mit dem vorletzten Dart so stellen kannst, dass du zumindest mit dem letzten Pfeil auf BULL versuchen darfst, zu checken.