Hallo,
ich glaube, dass die Änderung der Preisgeldstruktur die Ranglisten nicht attraktiver machen wird. Für die meisten Spieler macht es keinen Unterschied ob sie 20€ oder 220€ nicht gewinnen.
Für diejenigen die sich darüber Gedanken machen können ob sie Preisgeld gewinnen, werden sich bei 10€ - 50€ nicht mehr viele Gedanken machen, da es sich nicht lohnt.
Was ist denn der Ansporn ein Ranglistenturnier zu spielen?
Entweder weil ich was gewinnen will (Preisgeld) und Punkte um mich für die Masters zu qualifizieren oder weil ich gegen gute Gegner spielen will um mich selbst zu verbessern bzw. um zu „testen“ ob ich mich durch Training verbessert habe!
Spieler die diesen Ehrgeiz nicht haben, denen es egal ist ob sie sich in die Top 16 spielen können, solchen Spielern ist es, denke ich, auch egal ob der Gewinner 50€ oder 220€ bekommt.
Aber diejenigen die einen solchen Ehrgeiz besitzen, die sich verbessern wollen und dafür auch trainieren, solche Spieler sollten für diesen Trainingsfleiß auch belohnt werden und zwar nicht nur mit
2 Punkten mehr auf der Rangliste sondern auch mit Preisgeld.
Für mich stellt sich diese Preisgeldanpassung eher als der Versuch dar, es jedem recht machen zu wollen. Aber das geht im Sport nun mal nicht. Sport ist keine Demokratie! Im Sport gewinnt der Stärkere, Schnellere, Bessere. Sport ist Auswahl, Selektion. Nur dadurch lässt sich ermitteln wer der Beste ist.
Spieler die sich darüber beschweren, das immer die Selben gewinnen, sollten sich Gedanken darüber machen das sie es selbst in der Hand haben genau das zu ändern in dem sie selbst sich durch Training und Talent in die Lage versetzen diese „Dauergewinner“ zu schlagen und selbst zu gewinnen. Mein erstes Ranglistenturnier habe ich vor vielen Jahren mit 2 Niederlagen (0:3, 1:2) abgeschlossen, damals noch im Doppel KO. Durch Training habe ich mich stetig verbessert und in den letzten Jahren selbst 2 Turniere gewinnen können. Damit will ich deutlich machen, JEDER der heute ein „Gewinner“ ist, hat irgendwann mal an dem Punkt gestanden an dem er sich entschieden hat… entweder ich trainiere mehr oder ich bleibe auf dem Leistungsstand stehen aber dann kann sich auch keiner darüber beschweren, das er nicht mithalten kann.
Mein Fazit ist, das der HDV sich damit auf lange Sicht die Chance nimmt, National (DDV Ebene) Wettbewerbsfähig bleiben zu können. Die sportlichen Leistungen werden sinken, da Leistungsträger solche Turniere weniger besuchen werden und Spieler die nachrücken in Ihrer Leistung sich nicht weit genug verbessern können. Denn nur wenn ich Gegner habe die besser sind als ich kann ich mich noch weiter steigern.
Dies ist meine ureigenste Meinung und diese erhebt nicht den Anspruch die Lösung des Problems zu sein, sondern sie spiegelt die Erfahrung meines „Dart-Lebens“ wieder.
Mit sportlichem Gruß
Thorsten „Waldorf“ Sartor