Arsten...Sie stellen ihre Turnhalle für diese Veranstaltung zur Verfügung. Funktional, Parkplätze zum Aussuchen, leicht erreichbar. Gute Wahl.
Komme am Nachmittag noch pünktlich zu den Viertelfinalspielen dort an, stelle mich in einen Zuschauerpulk, der Shorty im Viertelfinale gegen Reinartz anfeuert. Heiß umkämpft und wäre Reinartz Engländer, er würde vom Aussehen bestens in die Riege Hamilton, Taylor, Thornton etc passen... Klein, kurze Haare, Wanst. Fehlte nur noch Lametta...
Ich sehe mich nach dem Spiel genauer um. Neben der Bühne hat ein Dartsgeschäft (aus Gelsenkirchen) sein Sortiment ausgestellt. Ich staune über mehr als 100 Dartsets, Unmengen Taschen, Zubehör und einer Auswahl von Shirts. Bei einer netten und gutaussehenden Dame kaufe ich gerne...mein Testosteronspiegel will einfach nicht sinken und wende mich um, wo Herr Welge übrigens samt Kind und Kegel dem bunten Treiben zusieht und reizend mit seiner Tochter spielt.
Der so früh ausgeschiedene Karsten Koch bewirft bei einem kleinen ZusatzLoserturnier ein Board und wird doch von einem Herren aus Wolfsburg abgewatscht. Seine Frau küßt ihn trotzdem, er nimmt es sehr sportlich, aber die Teamkollegen des Wolfsburgers reden auf Herrn Koch ein, daß sie sich das nun ewig anhören dürften -dieser Sieg über Koch... Der Gewinner grinst eine Stunde später immer noch ..
Aber es gibt leider auch Negatives zu berichten:
Die Hallendurchsagen sind scheppernd, es werden die Halbfinals aufgerufen. Zeitgleich an den Boards 14 und 18, also auch noch dicht beieinander.
Alles drängelt sich um die besten Plätze. Da haben sie eine schöne Bühne aufgebaut, eine Mikrofonanlage installiert, sogar Kamera, Beamer und Leinwand gekoppelt und nutzen es nicht. Wie dämlich... Und dann auch bei diesem verdammt hohen Niveau...Echt ärgerlich, zumal nach den Halbfinals fast eine Stunde gar nichts in der Halle passiert.
Beim Halbfinale entscheide ich mich für das Seylerspiel gegen den kleinen "Little John" Rodriguez, der ihm alles abverlangen wird, denn das erste Set geht mal gleich mit einem 11(!) und einem 13-Darter an den (Wahl-?) Österreicher. Bekommt Seyler aber auch nur eine Chance aufs Doppel, er nutzt sie knallhart. Nur etwa 8 Meter und von mir nicht einsehbar beginnt Hofstra sein Leg zum Match und wirft das Ding tatsächlich mit nur 9 Darts aus. Die Zuschauer toben und alles brüllt durcheinander und mitten in den Krach wirft Herr Seyler, davon unbeeindruckt, seinen Matchdart ins Board. Wir Umstehenden sind völlig konsterniert, sowohl von der gesehenen Leistung als auch von dem von uns verpaßten perfekten Spiel.
So nah dran und doch nicht dabei 
Die Spiele der Damen sind gänzlich an mir vorbeigegangen, weil sie abseitig auf der Rückseite der "BoardHauptstraße" ausgetragen wurden. Ein Zuschauer berichtete mir, daß Frau de Graaf überirdisches Darts spielt. Sie wird auch im Finale über Sharon Prins siegen.
Ein liebevolles Rahmenprogramm mit super DJ, alles für das Leibeswohl, so vertreibe ich mir die Zeit bis zum Finale bei Tee und Gespräch. Das Steelervolk ist zugänglich, heiter und im ganzen Gebäude findet man Jung und Alt durcheinander.
Das Finale ist einsetig und Shorty kommt nicht richtig rein, kann dann seine Vorteile nicht nutzen und wird am Ende vom Holländer klar geschlagen.
Morgen gibt es dann die Doppelspiele, aber ich werde nicht hinfahren, sondern bei all dem gerade Gesehenen meine Darts der Pinwand übereignen, mein Board dem Ofen und meine Zeit besser der Familie widmen. Im Darts bin ich echt eine Wurst 
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Edith meinte, es läse sich so doch besser