Beiträge von Dartliner

    Moin,

    sieht doch ganz anständig aus, finde ich. Wenn man nach dem Standard nörgeln wollte, arbeitet Dein Oberarm zu viel. Der soll eigentlich auch ruhig bleiben...laut Idealbild. Ich persönlich finde diese superschnelle Ausholbewegung problematisch. Dieses Zackige exakt zu kopieren, halte ich für echt schwer. Ach ja, und beim Durchwerfen "nehmen die Meisten ihr Handgelenk mit".

    Ansonsten finde ich es wirklich gut. Der Grad zum Board und der Stand sind extrem, aber laut Ideal genau richtig. Ich finde auch, Du stehst ziemlich ruhig, das ist sicher nicht verkehrt. Haltung sieht mir ziemlich nach Standard aus, auch nicht schlecht.

    ABER: Spätestens, wenn wir uns die WM angucken, sieht man ja, dass viele Wege nach Rom führen. Die Handgelenksache beim Follow Through z.B. macht ein Gary Anderson auch nicht ;) Insofern finde ich gut, wenn man seinen Wurf hat und ihn nur so an diese Grundregeln anpasst, dass man sich immer noch gut damit fühlt. Aber das ist nur eine Meinung...

    Viel Spaß beim Üben und good Darts!

    Ich finde ohnehin, Taylor sollte statt noch mehr Majors gewinnen zu wollen lieber regelmäßig in Europa und überhaupt außerhalb Englands spielen und den Sport weiterbringen. Was nutzt ihm der 28ste Matchplay Sieg überhaupt?

    Einfach schade für alle (außer MvG natürlich). Mitreißende Finals wären schon schicker, auch für Interessierte. Aber Taylor macht im Finale nichts. Dass MvG dann mit Ruhe immer stärker wird, ist klar. Hätte das gerne gesehen, wenn Taylor seine Darts von gestern auspackt.

    Trotzdem Respekt an beide Darter: MvG wird es verdient gewinnen, Taylor mit 55 und schon lange DIE Legende immer noch mit dem Willen und dem Finaleinzug. Van Gerwen ist aktuell der Beste, Taylor ist der Beste aller Zeiten.

    Ehrlich gesagt finde ich diese schnöde Rumgekloppe auf bestimmten Feldern nicht so gut...alleine schon, weil es nicht so viel Spaß macht. Was immer toll ist, sind Varianten, bei denen Du immer ein Ziel verfolgst. Das macht mehr Spaß und lässt Dich Drucksituationen simulieren. Außerdem würde ich persönlich keinen konkreten Trainingsablauf festmachen, sondern immer danach gehen, wo gerade Defizite sind und was mir gerade am meisten Spaß macht. Dazu sollte man sich ein gewisses Repertoire an Trainingsspielen anlegen. Ich weiß, ich schreibe hier andauernd "Spaß"...aber wer dauerhaft aushalten will, 2 bis 3 Stunden pro Tag zu trainieren (das sind immerhin bis zu 21 Std in der Woche, also quasi ein Teilzeitjob), der wird einsehen, dass das ein wichtiger Faktor ist.
    Meine persönlichen "Lieblinge":
    1. 170 ständig und in tausend Varianten! Ich persönlich spiele aktuell 170 mit 9 Darts. Treffe ich, spiele ich die 167 mit 9 Darts...runter bis 140. Für jede Zahl habe ich 3 Versuche (also bis zu 3x3 Aufnahmen). Schaffe ich es bei einer Zahl nicht, fange ich wieder bei 170 an. 170 hilft beim Runterspielen, Stellen und Checken!
    2. Doppel: Ich gehe auf EIN (!) Doppel, z.B. Tops. Ich zähle pro Treffer einen Punkt. Treffe ich mit allen drei Darts nicht, gebe ich mir parallel einen Minuspunkt. Wenn ich 10 Minuspunkte habe, ist das Spiel aus, und ich habe eine Endsumme. Beim nächsten mal spiele ich gg diese Punktzahl. Ich spiele das meistens nur mit den "wichtigen" Doppelfeldern. Denn wenn ich die treffe, treffe ich die anderen auch (sagt z.B. auch John Lowe, der immer nur 20, 6, 3 und 11 trainiert hat).
    3. 301 DI DO Wozu soll ich 501 trainieren, wenn 301 DI DO viel schneller und vielseitiger trainiert? Ich spiele gerne gg einen Computergegner, der ähnlich gut oder schlecht spielt wie ich. Ich spiele schon auch mal 501, aber im Verhältnis eher selten alleine.
    4. Cricket in allen Varianten, notiere die Darts, die Du benötigst und spiele nächstes mal gg diese Zahl.
    5. Training mit Mitspielern und Turniere: Gaaaanz wichtig, insbesondere mental. Je mehr Du Gegner spielst, desto normaler ist für Dich die Drucksituation (der Gang zu Toilette ist hier nicht gemeint ;-)). Deshalb keine Angst haben, immer wieder auf Turniere laufen!

    Ein Tipp vlt noch: Fast alle Spiele lassen sich abwandeln und auf das eigene Vermögen ummünzen.

    Man fängt bei 50 Rest an zu doppeln, trifft man die Zahl, egal mit dem 1. oder 3. Dart hat man 60 Rest(+10), trifft man nicht -1 also 49 Rest.

    An und für sich ein echt geiles Spiel, aber ich finde diese Variante auch echt Hardcore. Man kann auch bei 20 anfangen, sich 9 Darts geben und Schluss machen, wenn man wieder auf einer geraden Zahl landet (entspricht dann 10 Minuspunkten). Für die allerobermeisten ist es schon schwer genug, da auf 170 oder gar über 200 zu kommen.

    Für absolute Anfänger fielen mir noch ein paar Sachen ein, aber o.g. ist das, was ich so spiele. Dazu muss ich sagen: Ich bin recht talentfrei, aber dafür spiele ich ganz gut, weil ich trainingsakribisch bin.

    MvG war schon immer sehr gefährlich und in der Spitze sehr stark. Man darf ja auch nicht vergessen, dass er trotz seines jungen Alters nicht mehr neu in dem Geschäft ist. Die Konstanz fehlte noch. Ich glaube, dass er sich öfter selbst im Weg stand, als er noch jünger war. Er versuchte es dann zu erzwingen, was, wie wir alle wissen, eher zu schlechteren Darts führt, als zur besseren. Heute weiß er ganz genau, dass die guten Darts auf jeden Fall kommen, wenn er den Fokus behält oder in ein Spiel "hinein findet". Dazu kommt, dass er natürlich auch extrem selbstbewusst sein kann. Das beides zusammen genommen macht es, glaube ich, aus.

    Zu Smith: Als MvG den Rekord vor laufenden Kameras knackte, ich glaube zwischen 123 und 124, waren alle aus dem Häuschen. Smith hat kurz vorher in einem Pro Event ein Spiel mit über 133 im Schnitt gewonnen! Das ist nicht unbedingt vergleichbar, und ich will damit auch nicht sagen, dass Smith besser ist als MvG. Aber es lässt vlt erahnen, dass der Bully Boy die Gabe grundsätzlich hat. Ob er die konstant und auch bei den Majors permanent zeigen können wird, ähnlich wie der grüne oder sogar besser, kann, glaube ich, noch keine Sau wirklich sagen. Auch er wird dafür einen mental-richtigen Werdegang brauchen.

    Hi,

    nach Deiner Beschreibung kann ich mir irgendwie immer noch gar nicht vorstellen, wie Dein Wurf/Deine Würfe aussieht/aussehen.

    Egal: Du hast Dir offenbar eine "innere Komfortzone" aufgebaut, weil Du unmittelbar auf diese Art vermeintlich am besten triffst. Der Schein trügt aber auf lange Sicht. Sicherlich ist es, wie gesagt auf lange Sicht, effizienter, auf alle Segmente mit gleichem Wurfstil zu werfen. Da sollte man den benutzen, der einem für sich als am natürlichsten erscheint und an diesem arbeiten. Ich hoffe für Dich, dass das der geradlinige ist. Ich persönlich bin eher Fan von geradlinigen Darts, weil ich glaube, es ist bei starken Flugkurven schwieriger, immer den gleichen Winkel und Kraft zu finden, allerdings gibt es genug Darter, die auch das großartig beherrschen.

    Warum habe ich "auf lange Sicht" betont? Der Knackpunkt ist die innere Sicherheit. Du spielst ja jetzt so, weil Du Dich im Augenblick damit sicher fühlst. Die Arbeit liegt darin, diese innere Komfortzone zu verlassen und sie sozusagen auf einen immer gleichen Wurfstil zu verlagern. Dazu musst Du aber Deine aktuelle Komfortzone erstmal loslassen bzw verlassen. Dadurch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Du Dich im ersten Moment nicht mehr so sicher fühlst, dementsprechend können zunächst die Ergebnisse ausfallen. Es gilt, sich davon nicht beirren zu lassen.

    Überlege Dir doch mal die Ursache, wieso Du das machst. Hast du mal auf die Art gut getroffen und es dann einfach übernommen? Spielst Du so, weil Dir das in Drucksituationen (z.B. stellen, checken) vermeintlich sicherer vorkommt? Ersetze diese Ambitionen mit dem Leitgedanken: Mein natürlicher Wurfstil ist wie ein zu Hause. Das ist mein Ding, nur ich treffe damit am besten. Das hört sich n bisschen bescheuert an, zugegeben. Aber was ich meine ist: Man muss dem, was man sich selbst irrtümlicher Weise jetzt eingebläut hat, aktiv widersprechen.


    Übrigens eine Kleinigkeit noch: Wenn Deine Darts hängen, fallen sie gerne öfter aus dem Board, insbesondere, wenn man dann besser wird. Darter, die so spielen, findest Du eher selten...und wenn, dann steckt der Dart eher gerade. Bei geschätzt 90% aller Spieler steht der Dart sogar nach oben, bei manchen leichter, bei manchen stärker. Es liegt eine gewisse Wahrscheinlichkeit darin, dass Du kleine oder dünne Flights und/oder relativ lange Shafts spielst. Du kannst beeinflussen, wie die Darts stecken, indem Du Dein Setup etwas veränderst. Ich würde da mal mit etwas breiteren Flights starten. Solltest Du schon breite Flights spielen, kannst Du es mit kürzeren Shafts versuchen.


    Back to practice board...viel Spaß! :thumbup:

    Hallo und guten Tag,

    ich suche für den Verein ein anständiges Repointing Tool. Diese ganz normalen Dinger sind zwar nice, wenn man alle drei Monate mal Spitzen tauschen will, aber wenn man die Points wirklich fest drücken will, kommt das Material an seine Grenzen. Wir haben jedenfalls schon 2 geschrottet.

    Nun habe ich das Tool von Target gesehen und finde, auf den ersten Blick sieht das Ding bedienbar und robust aus. Hat da Jmd Erfahrung mit oder womöglich noch bessere Alternativen? Immerhin kostet das ja auch ne Stange Moos...

    Ich möchte hier auch noch die Sideload-Shafts in den Raum werfen. Bei Euch geht das ja nicht als System durch, aber es hat auch Vorteile, die genannte Systeme haben. Mir persönlich passen die Dicke der ganzen System-Flights nicht.

    Ich spiele seit einiger Zeit Phase 5-Shafts. Ich bin an und für sich nicht der allergrößte Unicorn-Fan, aber dieses "System" finde ich gut.

    Nachteile:
    - 90-Grad-Winkel ist nicht so gut gewährt wie bei Systemen
    - manchmal ist ein "Begradigen" der aufgeschraubten Plastikteile nötig
    - es passen nicht alle Flights (allerdings genug mMn)
    - keine Alu-Shafts nehmen, die verbiegen eher und sind schwer. Dann lieber ein paar Euro mehr und die tatsächlichen Phase 5-Shafts

    Vorteile:
    - Flights halten deutlich länger (ich spiele Flights sonst ca. eine Woche, mit den Sideloadern über einen Monat)
    - Endstücke variabler (ein nachgeworfener Dart geht da auch mal so durch, dass die bereits steckenden Darts einfach wegbiegen, großer Nachteil von slot lock)
    - im Vergleich zu Systemen deutlich günstiger (normale Flights, Shafts müssen vlt. einmal jährlich getauscht werden, Plastikstücke kosten 6 Stück etwa 1,50, das reicht bei mir ein Quartal lang)

    Es gibt halt mittlerweile den standardisierten Idealwurf, der einfach logisch ist, weil er Fehlerquellen dezimiert. Wenn man beim Wurf eine Bewegung mehr als nötig macht (Mensur) oder den Dart nicht gerade ins Board bekommt, weil man ihn rotieren bzw nicht mit allen Fingern gleichzeitig loslässt (Taylor), dann hat man eben eine mögliche Fehlerquelle mehr.

    Das ist nicht unbedingt gut, allerdings führt ja eine mögliche Fehlerquelle nicht automatisch auch zu Fehlern, und die beiden angesprochenen Spieler haben ihre ja offenbar sehr, sehr gut im Griff.

    Ich finde, Mensur ist trotz des nicht ganz idealen Wurfstils der deutschsprachige Spieler, der am ehesten da nach vorne preschen kann, wobei ich zugebe, dass der Eindruck wahrscheinlich dadurch verstärkt wird, dass er für mich mega-sympathisch rüber kommt. :thumbup: