Ich finde auch die Namen von damals krasser - wir hatten einige Legenden wie Taylor, Anderson, MvG, Barney, Lewis, Wade und Wright praktisch zeitgleich in ihrer Prime oder knapp davor/danach dabei. Alle sieben kann man zu den Top 10-15 aller Zeiten zählen, und alle sind sehr unterscheidbar.
Dazu kommt natürlich, dass das Format heute die einzelnen Duelle einfach viel weniger besonders macht. Wenn wir alle drei Monate eine WM hätten, würde das auch nicht mehr so prickeln. Wenn man damals siebenmal in vier Monaten Taylor-Barney gehabt hätte, wäre es auch nicht mehr so ein geiles Duell gewesen.
Für die PL 2026 sehe ich neben den Top vier noch Price und Rock als klar gesetzt. Anderson wird gefragt werden, aber vermutlich absagen. Ich bin mir unsicher, ob sie bei Clayton nicht doch einen Weg finden, ihn zugunsten von Asp und Bunting außen vor zu lassen. Vielleicht ist Clayton für einen der beiden drin, aber ich würde aktuell auf die englischen Publikumslieblinge als Nr 7 und 8 tippen. Nicht aus Wunsch, sondern wie ich die Entscheider einschätze.
Bei Searle muss man sich ehrlich machen: Er hatte den einfachsten Weg ins WM-Halbfinale (vier Gegner-Averages von unter 90 und die miserable Quote von Clayton bei 93) und hat ansonsten in Majors gar nichts gerissen. Sportlich hätten es Wade und Noppert mE verdient, aber sie werden wohl beide keine Chance haben. Es ist letztlich eben ein Promo-Turnier.