Spannend wie viele Menschen im Jahr 2025 eine Spielerin mit diskriminierendem Weltbild abfeiern.
Aus meiner Sicht ist der WM-Titel für die transphobe Hedman ein Super-Gau.
Kann ich ihre Aussagen grundsätzlich kritisieren und sie trotzdem feiern?
Die Frage habe ich mir selber in diesem Turnier beantwortet und mit ja befunden.
Deta Hedman ist für mich neben Trina Gulliver die Ikone des Damen Darts. Als ich Anfing Darts zu schauen, mich für Darts zu interessieren, waren diese beiden Frauen schon da. Die eine Erfolgreich, die andere am Ende immer erfolglos, zumindestens bei Weltmeisterschaften. Am Ende eben wie James Wade.
Alle anderen Frauen kamen danach. Also Deta Hedman fand ich immer schon gut, über viele Jahre. Dann kamen die Aussagen.
Nun muss man finde ich zusätzlich auf die Generation schauen. Das sehen andere vielleicht anders aber ich sehe das so. Deta Hedman entspringt der selben Generation wie meine Mutter. Meine Mutter würde ich nicht als transphob bezeichnen, kritisch sieht sie solche Menschen aber trotzdem. Sie versteht sie nicht und ja in ihrem Weltbild ist so etwas schwierig zu begreifen. Am Ende hat und wird sich meine Mutter damit auch nie auseinander setzen (müssen).
Zurück zu Deta Hedman. Sie ist ein aus der Zeit gefallener Dinosaurier. Wie Paul Lim im vergangenen Jahr bzw. dieses Jahr bei der PDC.
Unter Berücksichtigung ihres Statutes und im Vergleich mit der Generation meiner Mutter kann und bin ich zu dem Schluss gekommen das ich ihre Aussagen kritisch sehen kann und sie trotzdem für das heute erreichte feiern kann.
Nie und nimmer hätte ich geglaubt das Deta Hedman Weltmeister wird. Hätte mir das einer vor 10 Jahren gesagt härte ich es nicht geglaubt. Never ever und heute ist es passiert. Das ist historisch