Ich möchte vielleicht einmal den Vergleich mit den Niederländern wagen.
In den letzten Jahren sind dort mehrere Spieler, die eher zum Mittelmaß der Tour gezählt haben, den nächsten Schritt gegangen und zählen derzeit zu den erweiterten Top 20, wenn man das aktuelle Niveau nimmt.
Hierzu würde ich Jermaine Wattimena, Niels Zonneveld und Kevin Doets nennen wollen, wobei der erstgenannte Wattimena diese Entwicklung bereits vollständig durchlaufen hat und inzwischen schon zum World Matchplay die Top 16 erreicht hat.
Weiterhin haben auch die beiden größten Talente Wessel Nijman und Gian van Veen den Schritt in die absolute Weltspitze geschafft. Während der eine auf der Pro Tour alles in Grund und Boden wirft, ist der andere Vizeweltmeister geworden.
Während wir in Deutsche zwar immer mehr Spieler auf die Tour bekommen, ist dort aber derzeit nicht ersichtlich, dass einer einen Schritt wie Wattimena, Doets oder Zonneveld nach vorne machen wird.
Ganz im Gegenteil, der Spieler, der bisher in ähnlichen Sphären unterwegs war (Florian Hempel), ist inzwischen von der Tour geflogen. Lukas Wenig fehlt die Konstanz auf hohem Niveau und hätte ohne die Sternstunde beim Grand Slam auch die Tourcard verloren.
Ricardo Petreczko und Gabriel Clemens werden sich irgendwo zwischen den Plätzen 40 und 50 einpendeln, da sieht es erstmal danach aus, als ob der Zenit überschritten ist.
Niko Springer und Martin Schindler sind aktuell in einem Formtief, aus dem sie sich auf der Euro Tour herauskämpfen müssen und glücklicherweise auch dürfen.
Aber dahinter kommt qualitativ nicht viel. Lediglich Max Hopp ist auf einem konstant aufsteigenden Ast, der ihm hoffentlich am Ende des Jahres zum Verbleib auf der Tour reichen wird.
Ich würde mir einfach wünschen, dass wir mehr auf den Pfad der Niederlande wandeln können und uns weniger auf dem der Belgier bewegen.