Beiträge von DazGuile

    Wenn man ganz ehrlich ist, dann zählen die meisten deutschen Spieler doch eher zu den leichteren Losen.

    Kraft, Ehlers, Czerwinski, Gotthardt und Weber … über die Lose würde sich vermutlich jeder andere Spieler freuen.

    Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass Martin Schindler einer der Seeds ist, den man sich an seinem Board wünscht.

    Nichtsdestotrotz hoffe ich heute auf mindestens drei Deutsche, die über das Boardfinale hinausgehen.

    Gilt die Regelung auch für die Women's Series, dass man nicht mehr teilnahmeberechtigt ist, sofern man die Top 64 der PDC Order of Merit erreicht?

    Falls ja, dann wird das auf der Tour der Damen sicherlich für all die Frauen in der OOM hinter Beau ein Tag zur Freude sein. Alleine wenn man bedenkt, wie viel Preisgeld da freigesetzt wird, wenn Beau nicht mehr 2/3 bis 3/4 aller Turniere gewinnt. Man muss einfach sagen, dass Beau Greaves inzwischen zu "groß" für diese Tour geworden ist. Als ob man einen 14-Jährigen in ein Fußballturnier einer Grundschiule stecken würde.

    Ich würde sogar behaupten, dass er aktuell nach Martin Schindler und Niko Springer vom Niveau her auf Platz 3-5 im deutschen Starts steht. Er muss sich mit den Leistungen nicht verstecken und hat definitiv das Zeug für die Tour.

    Nur geht es bei der NextGen indirekt um die WM und um 15.000 Euro Preisgeld. Wenn dem Herrn XY am Ende der Serie 3 € zur SL-Teilnahme fehlen und vor ihm Marcel Althaus oder Schlichting stehen (denen ich eine SL-Teilnahme beiden zutraue), wirst du genau wieder von diesem Turnier und diesem Anmeldeschluss hören.

    Das ist doch aber auch Haarspalterei. Wer wegen 3 Euro nicht zur SL fahren kann, hatte in jedem anderen Turnier die Möglichkeit, einfach mehr Preisgeld einzuspielen.

    Hier werden zwei (oder mehr) Spielern die verspätete Anmeldung nicht gegönnt, nicht mehr und nicht weniger. Das ist meiner Meinung nach vollkommen egoistisch und hat mit Sportsgeist nichts zu tun. Wenn du an dem Tag gegen Althaus oder Schlichting verlierst, hättest du auch gegen viele andere verloren. Wollen wir uns jetzt noch über die Fairness der Auslosung unterhalten? Wenn Klose in der ersten Runde gegen Krohne ran muss, während Hans mit nem 50er Schnitt bis in Runde drei kommt?

    Ja, vorausgesetzt der Veranstalter will, dass alle Spieler gleich behandelt werden - sprich, dass es ein fairer Wettbewerb stattfindet, entlang der vorgängig definierten und allen Teilnehmenden bekannten Regeln.

    Und das ist das gleiche Unsinn, den man häufig mit Behörden erlebt. Man stellt starre Regeln auf, die im Falle eines offensichtlichen Ausnahmefalles nicht neu definiert werden können und am Ende in diesem Fall für alle Beteiligten unsinnig sind.

    Die Frage ist doch ganz einfach. Waren für das zweite Turnier alle 384 Plätze besetzt und wurden für die beiden Nachzügler zwei bereits angemeldete Spieler aus dem Draw geworfen?

    Sofern die Frage mit „Nein“ beantwortet wird, ist die Diskussion hier absolut unnötig, weil es eine Diskussion um nichts ist.

    Und wenn ich das richtig mitbekommen habe, waren für das zweite Turnier keine 384 Spieler im Draw. Somit erübrigt sich auch diese sinnlose Diskussion um Schlichting und Althaus.

    Der World Matchplay Quarterfinalist Damon Heta.

    Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, dass Lewis Jones als neuer MC sich nicht die wichtigsten Erfolge der Spieler auf einen Zettel schreibt und die dann 5 Minuten vor dem Match schnell auswendig lernt.

    Ich verstehe ja wirklich, dass es große Fußstapfen sind, in die er da tritt, aber es wirkt einfach so, als ob er sich überhaupt nicht bemüht, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen und etwas zu verbessern.

    Der Walk On und der Aufbau der Stimmung gehört zum Darts nunmal dazu.

    Naja. Gegen 10 der 16 möglichen Gegner (Chisnall, de Decker + die 8 Qualifikanten), wäre Schindler zu favorisieren gewesen. Gegen Woodhouse dürfte es hingegen ein enges Spiel auf Augenhöhe geben.

    Martin geht gegen Woodhouse definitiv als Favorit ins Match. Er ist in der 1. Runde gesetzt und spielt gegen ein Spieler, der außerhalb der Top 20 steht.

    Im Darts kann über diese kurze Distanz sicherlich jeder jeden schlagen und Woodhouse ist ein unglaublich konstanter Spieler, aber wenn Martin sein bestes Spiel mitbringen sollte, sieht Woody da normalerweise kein Land.

    Hierzu das aktualisierte Ranking im Tour Card Race:

    66. Max Hopp

    49. Gabriel Clemens

    47. Lukas Wenig

    35. Niko Springer

    28. Ricardo Pietreczko

    Hieran sollte man eigentlich die Erwartungen an die deutschen Spieler festmachen können. Das Ziel sollte es sein, im Laufe des Jahres sein Ranking im Tour Card Race zu halten.

    Man sieht deutlich, was für eine gute Voraussetzung sich Lukas Wenig mit dem Grand Slam für den weiteren Erhalt der Tour Card geschaffen hat.

    Max Hopp ist mit seinem ersten Jahr auf einem guten Weg, sich die Tour Card weiterhin zu sichern.

    Niko Springer kann die Top 32 angreifen und Ricardo Pietreczko sollte diese halten können, wenn alles glatt läuft.

    Aber ging es in der Diskussion nicht darum, ob Beständigkeit oder einzelne herausragende Turniere bei den meisten Fans in Erinnerung bleiben bzw. in der breiten Masse einfach gefeiert werden? Da ist es doch egal, ob de Sousa jetzt aus der Tour raus ist.

    Ich würde sogar sagen, dass Woodhouse einen Major Sieg, eine Teilnahme mit Finale bei der Premier League und das Niveau von de Sousa vielleicht sogar gegen einen Verlust der TC eintauschen würde. Heißt ja nicht, dass de Sousa nie wieder zurück auf die Tour kommt.

    Hä? Sag ich doch. Die Leistung von White und Beaton ist beeindruckender.

    Wenn de Sousa konstant gute Leistungen erbracht hätte, wäre er nicht nach "nur" 8 Jahren wieder von der Tour verschwunden.

    Und trotzdem vergleichst du hier Spieler, die allesamt mehrere Turniersiege im PDC und BDO Bereich erreicht haben. Es wurde doch davon gesprochen, dass ein Turniersieg wichtiger ist, als eine konstante 3. bis 4. Runde in den meisten Turnieren.

    Dafür kannst du meiner Meinung nach weder Steve Beaton noch Ian White nehmen, sondern solltest eher in das Regal Luke Woodhouse greifen.

    Ich finde diesen Vergleich ein bisschen irreführend.

    Man kann Jose de Sousa nicht mit Beaton oder White vergleichen, da einerseits Ian White mehrfacher Turniersieger der PDC ist und Steve Beaton grundsätzlich eine Legende ist, weil er schon so lange auf dem Zirkus dabei ist.

    Jose de Sousa war knapp 8 Jahre auf der Tour. Vergleichbar ist das eher mit einem Luke Woodhouse, der zwar immer ganz ordentlich mitspielt aber noch nichts gewonnen hat.

    Zumal ein Diskussionsforum dafür da ist, solche Sachen notfalls auch über mehrere Beiträge ausdiskutieren zu können.

    Wenn man nicht diskutieren und sich mit anderen austauschen möchte, kann man ja Darts auch rein über TV und Dartconnect verfolgen.

    Ich fände es eventuelle auch eine gute Lösung seitens der PDC den Spielern, die 2026 einen Tourcard erringen, die Wahl zu lassen, ob das Preisgeld als dem Jahr 2025 in ihr Ranking einfließen soll. Sofern sie sich dazu entscheiden sollten, das zu tun, würden sie die Tourcard foglich nur für ein Jahr erringen, als ob sie es direkt unter die Top 64 geschafft hätten. Damit würde man die Nullnummer für Spieler wie Labanauskas, Harrysson, etc. umgehen können.

    Ich hätte nichts dagegen, wenn sich auch in Zukunft nach Kai Gotthardt und Arno Merk jeder Sieger der Super League gut auf der WM Bühne präsentiert und sich die Tour Card der Tagessieg in der darauffolgenden Q School holt.

    Inwiefern jetzt ein Reus oder Turetta die Tour bereichern nur weil sie eine andere Flagge neben ihrem Namen haben ist aber auch fraglich. Da sehe ich lieber ein gutes Niveau als einen "bunten Mix"

    Tut mir Leid, aber da ist mir definitiv ein nahezu chancenloser Exot lieber, der den Dartssport in seinem Land ein bisschen größer macht, als so spannende Spieler wie Adam Paxton, Adam Warner, Tom Bissel, Tavis Dudeney oder Thomas Lovely. Die sind auch allesamt in der Q School 2025 auf die Tour gekommen und sind bis dato vollkommen chanenlos und farblos geblieben. Wo die das Niveau der Tour gesteigert haben, sehe ich nicht.

    Hierzu vielleicht die Anzahl der TCH, die aus der Q School von 2024 es geschafft haben, sich in die Top 64 zu spielen:

    EU: 4

    UK: 1

    Falls ich also richtig gezählt habe, hat also die UK Q School am Ende ein deutlich schlechteres Niveau auf die Tour gebracht.

    Beim Thema Florian Hempel und seine Tourcard bin ich der Meinung, wir ihn wohl nie wieder mit einer Tourcard sehen werden. Er wird sich zwar sicherlich für das eine oder andere Turnier der Euro Tour qualifizieren, aber ich denke der Zug zum Darts Profi ist bei ihm abgefahren. Er scheint in der Rolle im Medienbusiness beim Darts deutlich mehr Freude zu haben.

    Ich finde das ein bisschen schade, denn rein vom Talent her hätte er sicherlich die Qualität, sich unter die Top 32 zu spielen. Er hat ein Spiel, was zuletzt absolut nicht konstant war, aber seine Höhepunkte haben deutlich gezeigt, was für ein Potenzial bei ihm vorhanden war. Aber im Gegensatz zu Ricardo Pietreczko war er nicht bereit dazu, sein restliches Leben, dem Darts unterzuordnen. Das ist meiner Meinung nach auch der einzige Grund, warum Ricardo überhaupt so weit oben in der Rangliste steht.

    Bereits im letzten Jahr, als Hempel immer öfter die Qualifier für die Euro Tour ausgelassen hat, hat man schon gemerkt, dass ihm die Sache nicht mehr ganz so wichtig ist. Ich bin eigentlich froh, dass er jetzt endlich komplett ehrlich mit sich selbst ist und gar nicht erst versucht, die Tourcard zurückzugewinnen. Er ist ein guter Experte/Kommentator auf DAZN, hat sich weitere Standbeine aufgebaut, aber um es mit den möglichen Worten eines Michael van Gerwen zu sagen: Es fehlt ihm die Mentalität, um es auf der Tour zu schaffen.

    Er hat es im Kommentar auf DAZN ja selbst gesagt, dass er im vergangenen Jahr das Training häufig hat schleifen lassen und erst vor der WM Quali wieder richtig trainiert hat. Und wenn man das so sagen kann, dann ist der Verlust der Tourcard die logische Konsequenz.

    Im Gegensatz zu Max Hopp, der einiges dafür gegeben hat, wieder auf der Tour dabei zu sein, sehe ich das bei Florian Hempel nicht mehr. Ehrlich gesagt, sehe ich ihn in diesem Jahr auch nicht unbedingt als Dauergast auf der Next Gen.