Und wenn nicht, dann wird halt nach dem WMP geschmollt, oder was? Ich verstehe den Zusammenhang zwar, aber halte es trotzdem für ein verheerendes Signal in Richtung derjenigen unter den Fans, Medien und möglicherweise auch Konkurrenten auf der Tour, die in ihm den arroganten, wählerischen und bockigen Teenie sehen, der vielleicht tatsächlich der Beste aller Zeiten ist, sich deshalb aber noch lange nicht für etwas Besseres halten muss. Er muss nicht jedem gefallen, aber er könnte für seine Imagepflege (das ihm offenbar doch gar nicht so wumpe ist, siehe die Szenen nach dem PL-Sieg) zumindest hin und wieder mal so tun, als sei er Teil von etwas größerem Ganzen. Und auch wenn die Absageritis ganz generell unter den Topspielern momentan ziemlich grassiert, würde so eine Drastik kein anderer davon in ähnlicher Position in diesem Ausmaß an den Tag legen - da bin ich mir relativ sicher.
Genau meine Gedanken dazu, als ich das heute Nachmittag gelesen habe.
Natürlich sind diese Sätze, wenn man sie alleine sieht, wieder keine Aussage, die einen großen Aufschrei erzeugen sollte. Packt man sie aber zu den anderen Aussagen und Verhaltensweisen, die in diesem Jahr von ihm kamen, ergibt sich schon ein merkwürdiges Gesamtbild. Es ist das Bild des Königs, des Dominators, der mitleidig auf alle anderen blickt, die nicht das haben, was er hat. Für den die Pro Tour nur zur Belustigung der 127 anderen ist, die man ihm bei den wirklichen Turnieren an die Seite stellt, damit man ihm nicht direkt den Pokal geben muss.
Klar, die PDC ist selbst schuld. Sie haben dieses "Monster" Littler erschaffen, indem sie ihn mit Geld beworfen haben, das es ihm möglich macht nur noch die großen Turniere zu spielen. Genauso sind die Medien Schuld, die einen riesigen Hype um ihn aufgebaut haben und ihn auf diesen Thron, von dem er jetzt auf den Pöbel "restliche Tourcard-Holder" herunterblickt, gesetzt haben. Auch wir Fans, die diesen Hype mitgespielt haben, sind nicht unschuldig.
Die Haupschuld an diesem Verhalten und damit am Negativ-Image, das Littler die fehlende Fan-Liebe beschert, trägt er aber selbst, bzw auch sein Umfeld. Andere Dart-Spieler, die in den letzten Jahren sicherlich auch nicht schlecht verdient haben, zeigen eine deutlich größere Liebe zum Sport und einen größeren Respekt vor der Tour und den Mitspielern als er und seine Familie es tun.