So, ich hatte es schon mal geschrieben, dass ich bei meinen Darts eine kleine Gewichtskorrektur mit Lötzinn-Kügelchen durchgeführt hatte. Die Gewinde sind nämlich meist tiefer ausgebohrt als für die Schaftaufnahme nötig. Die Bohrungen für die Spitzen sind auch oft tiefer als nötig ausgebohrt. Was ich jetzt gemacht habe ist folgendes: Ich habe mir Schweißelektroden besorgt, die zu 98% aus Wolfram und zu 2% aus Lanthanoxid bestehen und gerade mal die Dichte der Legierung berechnet: 18,75 Gramm pro cm3. Bei 2 mm Platz hinten im Gewinde wären das bei einer Elektrode mit 4 mm Durchmesser (passt durchs Gewinde) satte 0,47 Gramm. Ich habe sogar einen extrem kopflastigen Dart, der hinten noch locker Platz für ein 8 mm langes Stück dieser Elektrode hat. Ich kann das Barrel also mit 1,88 Gramm beschweren.
Für die Spitzenbohrung habe ich eine 2 mm dicke Elektrode aus derselben Legierung: Das wären 0,17 Gramm bei einer Länge von 3 mm. So viel ist in meinen Unicorn-Barrels mindestens Platz. Und zusammen mit einer etwas längeren Spitze kann ich das Mehrgewicht hinten sogar wieder ausgleichen, falls nötig.
Ach ja, die Elektroden gibt es auch aus reinem Wolfram, aber das war mir wegen der Bruchgefahr zu riskant. Und bei einer Dichte von 18,75 Gramm kann man echt nicht meckern, finde ich.
Falls das jemand auch ausprobieren will: Bloß keine Wolfram-Thorium-Elektroden bestellen! Die sind a bissl radioaktiv und beim Sägen und Schleifen sicher nicht besonders gesund.