Beiträge von Andree

    Eigentlich wollte ich in meinem Beitrag sagen, dass es in Deutschland nicht „leicht“ ist ein „Profi“ zu werden.

    Natürlich haben einige Recht indem Sie schreiben das man als junger talentierter Spieler
    einfach mal den Mut haben sollte nach England zu gehen…….aber das ist natürlich leichter
    gesagt als getan, dafür das es alles auf sehr wackeligen Beinen Steht.

    Einfach ausgedrückt:

    1. Sponsoren gibt es nur bei guter Leistung oder gewissem Medieninteresse…..

    2. Gute Leistung gibt es nur bei gutem Training (ständig hohes Niveau)…..

    3. Das gibt es nur in England……

    4. Ohne Sponsoren wird es in England schwer……

    5. Medieninteresse gibt es nur wenn es ein Deutscher schafft ständig oben mit zu spielen…..

    6. Dafür muss man jemanden haben der konstant gute Leistung bringt…..

    7. Da sind wir wieder bei Punkt 2…..

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten.

    Möglichkeit 1. Dart kommt öfter in die Medien.

    Ein Anfang ist gemacht durch die PDC-Europe. Einige Major
    Events werden im Fernsehen übertragen.
    Das ist gut, denn mittlerweile ist Dart nicht mehr unbekannt….ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es viele „nicht Darter“ gibt denen Phil Taylor ein Begriff ist und die wissen das Dart immer Weihnachten auf Sport1 gezeigt wird.
    Auch die Bild-Superdarter Geschichte ist eine gute Sache…..auch wenn hier mehrfach über Modus, durchführung etc. gemeckert wurde (aber das ist ja in Foren nicht unüblich), hat dieses Turnier doch einen Vorteil.
    Der Zuschauer sieht ein Turnier im Fernsehen bei dem es um eine recht beträchtliche Summe Geld geht.
    Das lockt nun mal Menschen vor die Röhre und weckt Interesse……man stelle sich vor, „Wer wird Millionär“ würde „wer gewinnt die hundert Euro“ heißen……ich glaube nicht mal ein Günter Jauch könnte da eine vernünftige Quote erreichen.

    Wenn jetzt also das allgemeine Interesse wächst, kommen eventuell kleinere Sponsoren die Dart als einen guten Einstiegsmarkt für sich entdecken….das kann eine Möglichkeit sein für die Spieler an etwas Unterstützung zu kommen.
    Das da keine Millionenverträge bei raus springen ist klar.
    Aber wenn ein Anfang gemacht wird, können auch gute Spieler die in der Rangliste nicht unter den ersten 10 sind interessant werden.

    Wir haben/hatten schon Deutsche Spieler unter den Top 100……wenn man im Tennis diese Ranglisten Position hat kann man da schon recht gut mit leben.


    Möglichkeit 2 ist…..ein Deutscher macht mal den Sheppard und zieht völlig überraschend ins Finale der WM ein……

    Das ist möglich, aber schwer…..wir hatten schon drei Spieler die auf einer Players Championchip ein Halbfinale erreicht haben…..natürlich ist der Modus dort anders, aber von der Qualität der Teilnehmer ist es mit einer WM gleich zu setzen…..

    Wenn das passiert könnte es in Deutschland eine Art Barney Effekt geben……mehr Spieler fangen an, dadurch ist die Wahrscheinlichkeit das ein Supertalent dabei ist natürlich größer.
    Ebenso wären Sponsoren eher zu finden…..

    In Holland ist es so, dass Leute wie van Gerwen, Klaasen oder van der Voort wohl alle Spesen und noch etwas oben drauf bezahlt bekommen.
    Diese Jungs sind nicht besser als die Deutsche Spitze…..
    Ich selber habe mich vor einigen Jahren noch drüber gefreut einen von den eben genannten zu bekommen, da ich die Mehrzahl der Spiele gegen sie gewonnen hab.
    Mittlerweile spielen die so viele hochklassige Turniere das sie einfach konstanter geworden sind.
    Daran sieht man was es ausmacht ständig auf hohem Niveau zu spielen.

    Also wenn eins von beiden irgendwann mal passiert bin ich guter Dinge…..und ich denke das „Dart-Deutschland“ auf dem richtigen Weg ist.

    Denn nochmal……die anderen sind nicht besser…..die sind nur konstanter…..

    Einen schönen Tag noch, Andree W.

    lamuerte.
    Ich schiebe das Geld nicht in den Vordergrund.
    Ich für meinen Teil schließe ein Profi Dasein aus, weil ich zwei
    Kleine Kinder habe und eine tolle Frau auf die ich nicht 40 Wochen im
    Jahr verzichten möchte.
    Einige Turniere pro Saison drüben zu spielen wäre was anderes.

    Und über Geld und dessen verwendung mache ich mir erst Gedanken wenn es
    auf meinem Konto ist.
    Danke fürs gönnen und zutrauen. Geht mir ähnlich. :whistling:

    Hallo zusammen.

    Wahrscheinlich ist es
    nicht so einfach es an einer Sache fest zu machen

    warum es keine Profis in
    Deutschland gibt.

    In erster Linie fehlt es
    natürlich an Sponsoren die bereit sind jemandem

    wirklich mal über einen
    längeren Zeitraum den Rücken finanziell frei zu halten.

    Das kann sich natürlich
    ändern wenn mal ein Deutscher in die Weltspitze,

    und damit meine ich
    konstant unter den Top Ten der PDC, spielen würde.


    Das Problem was die
    Deutschen Spieler hierbei haben ist mangelnde Turnier Erfahrung und Konstanz.


    In Deutschland gibt es
    einfach zu wenig Steeldart-Turniere mit einem starken Teilnehmerfeld……

    In England hat man
    wahrscheinlich nahezu jedes Wochenende ein Event an dem diverse Profis
    Teilnehmen (in Holland ist es ähnlich).


    Während in Deutschland
    also auf den meisten Turnieren ein relativ geringer Ave ausreicht um
    erfolgreich zu sein, kann es in England bei gleicher Leistung schon das klare
    Erstrundenaus bedeuten.


    Es ist doch klar das man,
    wenn man ständig diesem hohen Druck und der Leistungsdichte ausgesetzt ist,
    selber auch besser wird.


    Ich sehe die Deutschen
    gar nicht so weit weg von den Topspielern. Einige Turnierergebnisse haben das
    ja in der Vergangenheit schon gezeigt……auf der alten PDC-Europe Tour war es
    eigentlich keine Überraschung wenn ein Deutscher mal einen Pro rausgeworfen
    hat.

    Aber meistens bleibt es
    dann halt auch bei dem einen weil man es einfach nicht gewohnt ist den ganzen
    Tag über konstant gute Leistung bringen zu müssen.


    Ständig unter Druck zu
    spielen ist das beste Training überhaupt…..ich finde ein Adrian Lewis ist da
    ein ganz gutes Beispiel….er hat sicher ein gewisses Talent aber wenn er nicht
    schon sehr früh die Chance gehabt hätte dauernd mit Phil Taylor zu trainieren
    wäre er heute nicht da wo er ist.


    Aber selbst wenn es
    tatsächlich mal die Möglichkeit geben sollte das Jemand mit zu viel Geld auf
    einen zukommt, müsste wohl jeder Deutsche überlegen ob er es annimmt….

    Immerhin bedeutet das
    Leben eines Dartprofis seine überwiegende Zeit in England zu verbringen.

    Ich zumindest müsste
    seeeeehr lange nachdenken ob ich Job und Familie für eine gewisse Zeit “auf Eis“
    legen möchte…….


    Wenn aber einer von euch
    eine Million über hat kann er gerne an mich herantreten :rolleyes:


    P.s.: Die Diskussionen
    über die richtige Höhe des Boards ist übrigens überflüssig. Man spielt während
    eines Matches viele verschiedene Felder (Doppel oder was zum stellen) in den
    verschiedensten Höhen, dass man sich nach einer gewissen Zeit sicherlich drauf
    einstellen kann.

    Und soooo riesen
    Unterschiede wird es beikeiner Anlage geben das es ins Gewicht fällt.

    Anders ist es beim
    Abstand aus…..wenn der nicht stimmt wird es zumindest (wenn es mir auffällt)
    für mich schwierig.


    Einen schönen Tag noch
    und viel Spaß beim ausmessen oder Trainieren, Andree W.

    Hallo zusammen.

    Mal kurz etwas anderes....weiß jemand von Euch wo man Kevins (halbes) Spiel gegen Ovens nochmal sehen kann???
    War leider (wie so oft im Moment) selber darterisch unterwegs und habe es nicht verfolgen können.

    Vielen Dank, Andree

    Und meine persönliche Meinung: Bevor Barney ein Spiel auf einer WM freiwillig verliert, werde ich mir eine Dauerkarte beim HSV kaufen.....

    Es gab übrigens schonmal einen deutschen Dartprofi.....

    Bernd Hebecker ist mal für ein oder zwei Jahre mit einer beträchtlichen Summe unterstützt worden, die es Ihm ermöglichte auf rechtschaffende Arbeit zu verzichten

    und viele internationale Turniere zu spielen ohne das er oder seine Familie Hunger leiden mussten.

    Das ist in Deutschland aber ganz sicher eine Ausnahme.

    Ohne einen wirklich guten Sponsor ist es nicht möglich hierzulande vom Dartsport zu leben (es sei denn man hat ganz geringe Ansprüche oder

    gewinnt tatsächlich jedes Jahr ein Major Turnier plus einige Player Championchips).

    Man darf auch nicht vergessen, dass vom erwirtschafteten Preisgeld noch 20 % Steuern, 3% PDC Beitrag sowie Bankgebühren abzurechnen sind.

    Was in der Order of Merit steht, sieht ja recht nett aus, entspricht aber nicht ganz dem, was wirklich auf dem Konto landet.

    Und die Reisekosten, Startgelder und Nebengeräusche sind ebenfalls davon abzuziehen.

    Man sollte das Dartspielen (gerade am Anfang) wirklich als ein Hobby sehen und wenn dabei am Ende eines Turnieres etwas über bleibt......umso besser.....

    Ausserdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob Dart als Beruf so schön ist, wie es sich anhört.......es ist damit zu rechnen, dass man an bestimmt 45 Wochenenden im Jahr

    auf Tour ist und das überwiegend in England......

    Da bleibt in jedem Fall die Familie auf der Strecke.......und wenn man einen empfindlichen Magen hat, (bei der englischen Küche) noch so einiges Anderes.

    Trotzdem ist es natürlich möglich bei steigendem Medieninteresse den einen oder anderen Sponsor an Land zu ziehen und es zumindest mal auszuprobieren......

    Durch die gute Berichterstattung kann ich mir schon vorstellen das in naher Zukunft sich diesbezüglich etwas entwickeln kann.

    Disturbed....

    Schonmal versucht die "Dartritis" zu bekämpfen???? Kleiner Tipp: versuch mal 9Darts gleichzeitig in die Hand zu nehmen und sie innerhalb

    kürzester Zeit gezielt ins Board zu werfen (nacheinander natürlich) Oder konzentrierst Du Dich jetzt auf Deine Pokerkarriere??

    Gute Nacht zusammen und allen ein erfolgreiches Jahr 2011, Andree

    Guten Abend zusammen....

    Ich habe eine Frage an Euch. Ein Bekannter von mir möchte in seinem Vereinsheim (kein Dart) für die Jugend ein E-Dartboard

    mit Scoreanzeige und einigen Spielfunktionen zur Verfügung stellen.

    Ich gehe mal davon aus, dass es da einige Qualitätsunterschiede gibt.

    Hat einer von Euch einen Tipp, was man da am besten nimmt (Hersteller, Modell etc.)

    Habe ihm natürlich direkt ein Steeldartboard empfolen, er will aber nicht auf mich hören....

    Vielen Dank im Voraus für die ein, oder andere Idee....

    Ps.: Nein, es ist nicht für mich......

    Einen schönen Abend wünscht Andree

    Ich wollte mich auf diesem Wege herzlich bei allen fürs "Daumendrücken" sowie Glück wünschen,

    sei es per Email oder SMS, bedanken.


    Auch wenn es bei der WM nicht wirklich geholfen hat, war ich doch recht zufrieden.....wenn

    das "zweite Tripple" öfter gekommen wäre, hätte es auch anders ausgehen können......vielleicht im nächsten Jahr!!!


    Also, allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2010, wünscht Familie Welge. (und für alle die es interessiert.....am 31.12.2009, um 14 Uhr werden Sandra und ich heiraten.....Geldgeschenke bitte an folgendes Konto.... ;) ....)

    Hallo....

    möchte mal eine Kleinigkeit über Tony David schreiben.

    Die Erkrankung seiner Leber hat, wie Echse schon schrieb, bestimmt nichts mit Alkohol zu tun.

    Tony hat nie Alkohol getrunken, da sein Körper das gar nicht vertragen würde.

    Sein Vater ist Deutscher, der nach Australien ausgewandert ist.

    Ich (wie auch Shorty, Dietmar usw.) habe ihn auf einigen Events getroffen und durch seine deutschen Wurzeln ist man oft ins Gespräch gekommen.

    Tony ist seit langem schwer krank und muss aus diesem Grund sehr viele Medikamente nehmen. Vermutlich haben diese ihm den Leberschaden zugefügt.....

    Es freut mich sehr, dass es ihm mittlerweile besser zu gehen scheint, denn er ist nicht nur ein hervorragender Darter, sondern auch ein klasse Mensch, der immer zu seinem Wort steht und unglaublich symphatisch ist.

    Ein Beispiel:

    Er wollte auf einem World-Cup unbedingt ein Trikot der Deutschen haben und hat mich gefragt ob wir nicht tauschen können.

    Ich gab ihm also meins und er wollte mir das Australische am nächsten Tag geben.

    Dummerweise bin ich an dem Tag nicht mehr in der Halle aufgetaucht und konnte es nicht mehr in Empfang nehmen.

    Etwa ein Jahr später hat er es dann Shorty zur World Dart Trophy mitgebracht, damit ich es unbedingt noch bekomme.

    Beim nächsten Treffen hat er mir dann erzählt das er das Trikot auf allen Turnieren dabei hatte.....damit er es mir überreichen kann falls ich auch da sein sollte....

    Das hat mich echt beeindruckt.....ich drücke ihm wirklich von ganzem Herzen die Daumen das er alles gut übersteht und man ihn bald mal wieder sieht.....

    Gruß, Andree

    Noch mal ich....

    Zu den ganzen was wäre wenn Geschichten.....

    Wenn ich ins Endspiel gekommen wäre, hätte ich dieses auch gespielt und 4-3 gewonnen.

    Wenn der EC in Portugal gewesen wäre, hätte ich von einer Abreise wahrscheinlich abgesehen, da ich gar nicht rechtzeitig zur Arbeit hätte erscheinen können.

    Wenn aus Dänemark kein Zug gefahren wäre, hätte ich es auch lassen müssen.

    Wenn allerdings ein z.B. schlimmes Ereignis in der Familie passiert wäre, wäre ich wahrscheinlich per Anhalter nachhause gekommen oder gar zu Fuß gelaufen, egal ab aus Dänemark oder der Türkei.

    Da es aber nunmal so kam wie es war habe ich Arbeitsklimatischen Stress ins Verhältnis zu Siegerehrung und Galaabend gesetzt, das ganze unter dem Gesichtspunkt das ein Zug am Samstagmorgen im finanziell erschwinglichen Rahmen fährt und für mich meine Prioritäten gesetzt.
    Ich wäre bei einem Verbleib sicher nicht entlassen worden, da ich in der Firma schon länger beschäftigt bin als im DDV Mitglied.....aber es war mir einfach wichtiger die Bereitschaft zu zeigen als die offiziellen Sachen in Dänemark mit zu machen.

    Hätte ich ohne Probleme Urlaub bekommen, wäre ich ganz normal da geblieben, so war es ja geplant.

    Und hätte ich vorher gewußt wie alles ausgeht hätte ich mir den Urlaub nicht "erschlichen", sondern hätte einfach den EC abgesagt, von Mittwoch bis Freitag gearbeitet,dadurch am Wochenende normal frei gemacht (Wochenendarbeit ist in unserer Firma glücklicherweise freiwillig oder man wird mit Geld gezwungen) mich fürs PDC Turnier in Holland gemeldet, da eventuell ein paar Punkte gemacht und wäre jetzt vielleicht für den European-Grand-Prix qualifiziert.

    Und wenn ich Jens Lehmann wäre, hätte ich nie mit Dart angefangen......

    Nanana.....mal keine Beleidigungen.

    Der Teammanager ist ganz sicher kein A******.
    Das kann ich aus Erfahrung sagen.

    Er hat halt seine Ansichten in diesem Fall und dementsprechend gehandelt. Auch wenn die diesmal ausnahmsweise nicht mit meiner Ansicht übereinstimmt, macht er ansonsten Seine Sache sehr gut und ich kann mir kaum jemanden vorstellen der für das Amt geeigneter ist.
    Und ich denke auch nicht das er die Entscheidung alleine getroffen hat.


    Und Checker:
    Einen Einspruch werde ich sicher nicht einlegen.
    Was sollte das bringen??
    Es wäre bestimmt nicht angenehm in einem Team zu spielen in das man sich reinklagt....

    Und danke an alle die mir für die PDC die Daumen drücken...ich hoffe es hilft!

    Also….nachdem es hier ja zu einigen Spekulationen zu diesem Thema gekommen ist, werde ich einmal meine Darstellung der ganzen Sache schildern.

    Dazu muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

    Als ich für den EC in Dänemark nominiert wurde hab ich dem Teammanager des DDV zugesagt alles Mögliche zu tun um dabei zu sein.
    Wie man es als braver Angestellter seiner Firma macht habe ich bei meinem direkten Vorgesetzten einen Urlaubsantrag gestellt, der umgehend abgelehnt wurde, da es zu dem Zeitpunkt eine Großrevision in meinem Betrieb gab. Das bedeutet für alle Mitarbeiter 3 Monate Urlaubssperre.

    Damit wollte ich mich nicht so ganz abfinden und bin „eine Etage“ höher gegangen (Chef vom Chef, fast Gott).
    Bei ihm selbiges Anliegen angebracht und siehe da……wenn es um einen Nationalmannschaftseinsatz geht, machen wir mal eine Ausnahme.

    Als der kleine Chef (der leider den längeren Arm hat als ich, deswegen spielt er aber nicht besser Dart) davon erfuhr, war er verständlicherweise etwas sauer auf mich, was er mir dann in der Zeit auch zeigte.
    Die Kollegen waren natürlich auch nicht erfreut und durch die ganze Sache hat sich das zuvor sehr gute Betriebsklima gedreht.

    In Dänemark habe ich dann als ich bei allen Wettbewerben raus war mit dem Team gesprochen und gefragt ob es jemanden stören würde wenn ich früher Abreise um am Samstag Mittag und Sonntag zur Arbeit zu gehen. Hab ihnen die Sache erklärt und gesagt das es mir wichtig wäre auf der Arbeit einen guten Willen zu zeigen, meinen Chef zu besänftigen und meine Position in der Firma (die immerhin meinen Lebensunterhalt finanziert) wieder zu stärken.
    Zu dem Zeitpunkt war Andy Kröckel noch im Turnier und ich habe ihm gesagt, wenn er das Halbfinale erreicht werde ich den Samstag noch dableiben (erst Samstag Nachmittag abreisen), da ich das sicher nicht verpassen möchte und ich es selber nicht toll gefunden hätte wenn ich da gestanden hätte und einer Reist ab.

    Keiner aus dem Team hatte etwas dagegen einzuwenden (zumindest mir gegenüber)

    Nachdem Andy leider gegen Martin Adams verloren hat, habe ich den DDV-Teammanager von meinem Vorhaben unterrichtet.
    Er war dagegen und hat mich darüber in Kenntnis gesetzt, dass wenn ich vorzeitig Abreise für die Winmau World Masters gesperrt werde.
    Es sind auf einer anderen Veranstaltung (ich glaube EC-Holland) wohl schon einmal einige Nationalspieler vorzeitig abgereist und er das Gesicht des DDV wahren möchte, dh nicht noch mal eine Siegerehrung unterbesetzt anzutreten.
    Ich habe ihm erklärt das mir mein Job wichtiger ist als eine Siegerehrung und ich (natürlich auf eigene Kosten) Samstag Morgen abreisen werde.
    Er hat mich noch mal auf die Konsequenz Winmau-World-Masters hingewiesen und habe das nach kurzer Überlegung akzeptiert.

    Auf der Arbeit wurde es mir gedankt. Es ist alles wieder beim alten.

    Man muss beide Seiten verstehen. Dem DDV ist es natürlich wichtig sich auf solchen Veranstaltungen vernünftig zu repräsentieren. Mir wurden die Konsequenzen vorher angekündigt und ich hab auch damit gerechnet das diese auch durchgesetzt werden. Zwar bin ich nur von einem Turnier Sperre und nicht von zwei Jahren ausgegangen, aber auch dann hätte ich mich Pro-Job und gegen die Siegerehrung entschieden.

    Also alles in Ordnung meinerseits, obwohl ich gerne im Nationalteam gespielt habe. Zwei Jahre gehen auch vorbei und was solls……Dart spiele ich trotzdem noch gerne (auch DDV) und meine Tochter wird sich sicherlich über die Zeit die ich nicht Reise freuen.(und meine Freundin wahrscheinlich auch...bestimmt sogar)

    Das einzig negative in der Sache ist wie ich davon erfahren habe. (also das die Sperre amtlich ist und die Länge usw...)

    Ich habe Gerüchteweise davon (über zehn Ecken) nach dem DDV in Berlin gehört habe (da bin ich das Wochenende lieber bei meiner Familie geblieben….Dartfreie Wochenenden sind ja selten geworden). Dann habe ICH unseren DDV Präsidenten in Köln beim GDC Turnier drauf angesprochen und er sagte mir das ich für zwei Jahre gesperrt bin. Sonst hätte ich es wahrscheinlich aus diesem Forum erfahren.


    Sorry Casi....die Anmeldung in diesem Forum ging einfach schneller... :sorry: