Beiträge von ulitier

    So,
    aus der Sicht eines Juristen kann die Angelegenheit nicht abschließend bewertet werden. Es wird davon abhängen, wer wann mit wem was vereinbart hat. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass das Darten als solches zumindest ab einer gewissen Spielklasse kein Glücksspiel ist. Dem entsprechend können Turniere ausgeschrieben werden, die mit Preisgeldern versehen sind. Eine derartige Veranstaltung unterfällt nicht den §§ 284, 285 StGB (unerlaubtes Glücksspiel). Bei den Preisgeldern dürfte es sich aus juristischer Sicht um Auslobungen im Sinne des § 657 BGB handeln. Wichtig ist dies, da aus Spiel oder Wette (Darten wird grundsätzlich unter Spiel zu subsumieren sein) eine unvollkommene Verbindlichkeit entsteht, § 762 BGB. Dies bedeutet, dass man nach dem Gewinn des Spiels oder der Wette grundsätzlich den Gewinn nicht gerichtlich durchsetzen kann. Es besteht kein Anspruch auf Zahlung. Ausnahme hiervon die staatlich genehmigte Ausspielung (§ 763 BGB). Wenn gezahlt wird (obwohl nicht gezahlt werden müsste), kann der Zahler das Gezahlte grundsätzlich nicht mehr zurück fordern. Deshalb handelt es sich um unvollkommene Verbindlichkeiten. Man kann sie nicht einklagen, darf sie aber behalten. Deshalb heißt es wohl auch: "Spielschulden sind Ehrenschulden."

    So, was hat das mit der "Wette" zwischen einem TC und dem Geschäftsführer des Auslobenden zu tun? Zunächst müsste geklärt werden, wer überhaupt aus der Auslobung berechtigt sein soll. Das Team als solches? Erscheint problematisch. Handelt es sich um einen Verein, eine GbR oder besteht überhaupt keine Rechtspersönlichkeit? Wird also jeder Spieler anteilsmäßig an der Auslobung beteiligt (Problematisch bei wechselnder Zusammensetzung des Teams)? Wenn der TC jedoch als Vertreter sämtlicher Beteiligten (Verein oder GbR oder von jedem Spieler) tätig war, kann er meiner Meinung auch problemlos eine Erklärung abgeben, die für den Fall des Nichterreichens eines gewissen Ziels einen Verzicht auf die ausgelobte Summe darstellt. Wenn wir das Halbfinale nicht erreichen, bekommen wir kein Geld. Eine Wette stellt dies nicht dar, sondern einen bedingten Verzicht. Tritt die Bedingung ein, wird der Verzicht wirksam. Eine strafbare Handlung sehe ich dabei nicht.

    Rechtlich aber alles höchst kompliziert. Interessant wäre schon zu wissen, wer überhaupt klagt. Aber ohne den gesamten Sachverhalt zu kennen, wird man zu der Angelegenheit nicht viel sagen können. Es wirft aber tatsächlich kein gutes Licht auf die Professionaliät der beteiligten Personen (auch nicht auf den TC).

    Uli

    Hi Checker,

    jetzt interessiert es mich doch, welcher Zusammenhang zwischen der Beachtung von richtiger Rechtschreibung und der Finanzkrise besteht. Ich bitte um Aufklärung.

    Uli

    P.S.: gibt es bei der Threaderstellung eigentlich die Möglichkeit der Rechtschreibprüfung wie bei MS-Word?

    Hi,
    wenn die Fehler nicht reproduzierbar sind, spricht viel für einen Hardwareschaden. Hört sich nach defektem Speicher an. Wenn mehrere Programme laufen oder länger gearbeitet wird, kann es sein, dass der Rechner auf defekten Arbeitsspeicher zugreifen muss und die Abstürze dann auftreten. Im I-Net gibt es verschiedene Testprogramme (memtest o.ä.), probiere es mal aus.
    Viellicht reicht es auch, einen Speicherriegel zu entfernen.

    Uli

    Ich dachte, da der eine Thread geschlossen wurde, wird wohl niemand etwas lesen, was vor deinem letzten Beitrag ( :closed: ) steht.
    Stimmt schon, ist sehr viel Theorie. Aber die Erklärung der Verschiebung des Schwerpunkts hatte was. Ich habe früher immer versucht, den Dart anders anzufassen, wenn der Einfallwinkel nicht meiner Vorstellung entsprach. Durch den Artikel habe ich dann zum Beispiel unterschiedliche Standartflights ausprobiert. Die Abweichungen im Gewicht (Amazon, Ruthless, Metronic usw.) sind zwar gering, aber vorhanden. Ausserdem schadet es nicht, die Hintergründe ein wenig zu kennen.

    Uli

    Hi,
    da Echse den Thread zum Flugverhalten geschlossen hat und hier wohl aufgrund einiger Neuzugänge derzeit ein gesteigertes Interesse zur Flugverhaltenstheorie besteht, will ich nochmal kurz auf die Zusammenfassung bei darts1.de unter Kolumnen - Unicorn Labor hinweisen.

    Man muss sich ein bisschen quälen, wenn man die Kolumne komplett lesen möchte, den theoretischen Teil finde ich aber sehr gelungen. Die Sache ist jedenfalls weit komplexer, als vielfach angenommen (erhebliche Verschiebung des Schwerpunkts bei Flights mit marginal geringerem Gewicht pp.).

    Für den Anfänger ist der Stoff vielleicht nicht geeignet, mir hat er jedoch Denkanstösse gegeben.

    Uli

    Hi,

    die in meinen Augen beste komprimierte Dart-Theorie zum Flugverhalten findet man derzeit auf der Homepage von darts1.de unter Kolumnen - Unicorn Labor (linker Bildrand). Es ist einigermaßen verständlich geschrieben und auch wer kein Physik-Leistung hatte, wird etwas damit anfangen können. Ich war, bevor ich den Text gelesen hatte, der wohl herrschenden Meinung. Die Sache ist jedoch weit komplexer, da durch einen kleineren Flight mit geringerem Gewicht auch der Schwerpunkt wandert. Dabei wirken sich auch geringe Gewichtsveränderungen schon stark aus, da der Flight sich relativ weit vom Schwerpunkt entfernt befindet (eine Art Hebelwirkung). Bei langen Schäften wird der Unterschied also größer sein als bei kurzen Schäften.

    Ich fand den Text richtig unterhaltsam, da er doch einige Denkanstöße enthielt, auf die ich sonst nie gekommen wäre (Material, Wurftechnik usw.).

    Hoffe, der Hinweis war weingstens ein wenig sinnvoll.

    Hi,
    mich fasziniert am meisten die Physik! Die Vorstellung, drei (oder mehrere) Darts in das gewollte Ziel zu werfen, ist schon irre. Immerhin ist man keine Maschine. Man kann den Bewegungsablauf auch nicht jedesmal 100%ig wiederholen. Die Bedingungen verändern sich ständig.

    Wenn man dann aber einen Lauf hat und alles trifft, bekommt man das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Einen Tag später fragt man sich dann, ob man das Alles geträumt hat, da meist nichts mehr läuft.

    Ligaspiele faszinieren mich wegen der Anspannung. Wenn ich an der Oche stehe und meine Knie anfangen zu zittern, wenn auch bei den Spielen der Anderen bis zum letzten Dart mitgefiebert wird und wenn dann im letzten und entscheidenden Leg erst der Sieg perfekt gemacht wird, dann war das ein großartiger (wenn auch anstrengender) Abend.

    Hi,
    wollte meinen zweiten Post als eher Unbeteiligter mal loswerden. Ich habe die bereits gelöschten Mitteilungen nicht gelesen. Meine Meinung hierzu:

    Eigentlich stellt das Löschen von einzelnen Mitteilungen in einem Thread keine Zensur im eigentlichen Sinne (in meinem eigentlichen Sinne) dar. Jeder kann grundsätzlich alles veröffentlichen. Eine Vorab-Kontrolle findet gerade nicht statt. Zum Löschen sind Forenbetreiber teilweise verpflichtet. Haben sie Kenntnis von strafrechtlich relevanten Inhalten (insbesondere Beleidigungen pp.) und werden sie nicht tätig, machen sie sich meist haftbar. Um dies zu vermeiden, können und sollten sie die einschlägigen Mitteilungen löschen. Ein Anspruch auf Mitteilung oder Kommentierung, das oder wie gelöscht wurde, besteht grundsätzlich nicht. Eher kann es sein, dass der Forenbetreiber verpflichtet ist, den Störer bei mehreren Verfehlungen zu sperren. Hierfür besitzt er als Forenbetreiber ein "Hausrecht".

    Man sollte Beleidigungen im Internet auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zumeist kennt man sich nicht so gut. Unter Umständen beleidigt man einen Minderjährigen, der sich überhaupt nicht beleidigt fühlt, durch Zufall erhält ein Erziehungsberechtigter hiervon Kenntnis und erstattet Strafanzeige. Man überwirft sich, gesprochene Beleidigungen, welche damals im Spass geschahen, sind längst Geschichte, in Foren kann man diese noch nach mehreren Jahren nachlesen. Spass ist dannn meistens keiner mehr vorhanden.

    Dies ist eher eine juristische (unvollständige) Sichtweise. In der Kurzform bedeutet Sie: Wird es zu persönlich, sollte der Forenbetrieber alles löschen, was ihn stört. Niemand wird daran gehindert, sein eigenes Forum aufzubauen, der Forenbetreiber hält unter Umständen seinen Kopf hin.

    Werde mich auch nicht ärgern, sollte diese Mitteilung warum auch immer gelöscht werden.

    Wollte mich ebenfalls mal vorstellen. Ich lese den Thread bereits seit längerer Zeit. Für deutschsprachige Dart-Interessierte wohl die erste Anlaufadresse im Web. Großes Lob an Echse.
    Zu meiner Person:
    Habe mit dem Darten mit etwa 15 Jahren angefangen, mit etwa 21 Jahren aufgehört (meine Darts wurden auf einem Openair-Konzert in Schüttorf konfisziert, eigene Dummheit) und vor etwa 3 Jahren mit nunmehr 35 Jahren wieder angefangen. Spiele nur Steel-Dart, da für mich das Rechnen (und früher die Kreide!) irgend wie dazu gehört. Aufgrund der familiären Situation wird Dart jedoch mein Leben nicht mehr so intensiv beherrschen wie zu Beginn, obwohl ich heute wahrscheinlich besser bin als damals. Ich spiele momentan in der Regionalliga NRW (Vfl Wedau Duisburg) und zittere vor jedem Ligaspiel schlimmer als vor meinem ersten Date. Schon lustig. Spiele momentan mit Barneveld´s alten Darts, 23 gr., da mir bei den schwereren eine Spitze im Barrel abgebrochen ist. Weiß hier jemand vielleicht zufällig Rat? Passendes Werkzeug zum Aufbohren habe ich jedenfalls nicht.
    So, jetzt noch den Vorschau-Button drücken...... :!D

    Ach ja, der vollständige Name lautet Ulrich Güldenberg.