Ihr musst bei eurer "DSAB-Diskussion" immer im Hinterkopf behalten: dies ist kein Sportverband im generellen Verständnis, sondern im Grund ein Unternehmen, dass zuerst für den Eigennutz handelt und dann für seine Mitglieder. Denn worauf stützt sich der DSAB? Auf den VFS, der ja auch nichts anderes als ein Zusammenschluss der Automatenaufsteller ist. Und der Eigennutz der Automatenaufsteller ist doch klar: Geld verdienen! Euros in den Automaten landen lassen! Du bist als Spieler zwar Mitgleid im Verein "DSAB", aber mich würde z.B. nicht wundern, wenn in der Satzung ein Passus eingebaut ist, der verhindert, dass Mitglieder sich zusammenschliessen und einen eigenen Kandidaten in den Vorstand platzieren. Verglichen mit der realen Wirtschaft würde auch keine Firma es erlauben, wenn die Kunden direkten Einfluss auf die Geschäftsentscheidungen nehmen würden, denn wir Spieler sind im Prinzip die Kunden des DSAB, respektive VFS, respektive der Automatenaufsteller.
Und da dieses Verhältnis Kunde - Unternehmen gegeben ist, erklärt sich z.B. auch der Aufbau der Ligastrukturen beim DSAB. Ich denke, der Grund das z.B. Single Out in den unteren Ligen gespielt wird ist ganz einfach: neue oder schlechte Spieler beherrschen auch dieses Spielvariante problemlos und können somit als Spieler/Kunde gewonnen werden. Ob das jetzt für die Entwicklung des Dartsports oder des Spielern allgemein Sinn macht, mag mal dahingestellt sein, denn beim Single Out trainiert der Spieler nicht wirklich seine technischen Fähigkeiten, oder ?!?!
Der Ligabaum, der übrigens schon sinnvoll ist, erklärt sich mitunter auch diesen Umständen. Allerdings sinnvoll ist er daher, da wir im eDart (zum größten Teil) keine wirklichen Vereine oder Teams (grade in den unteren Ligen) besitzen, sondern dies einfach nur Zusammenschlüsse von Spielern sind, die sich schnell wieder auflösen können. Ohne einen grossen Unterbau kommt man da schnell Probleme. Überlegt mal, wenn zB 10 Team in einer B-Liga nicht mehr melden, es bleibt dir dann nichts anderes übrig als aus dem grösseren Pool eine Liga tiefer einige Teams "nach oben" zu greifen, ohne dabei den Unterbau völlig leerzufegen. Beim eDart wird halt Geld eingeworfen und Teams lösen sich bei Misserfolgen daher auch schnell wieder auf!
Warum gibt es so viele kleine Ligen? Worum schiesst man diese Ligen nicht einfach zusammen? Warum kann z.B. unsere Mannschaft theoretisch für zwei DSAB-Ligen melden? Warum existieren in Düsseldorf zB DREI DSAB-Ligen für eine Stadt? Welchen Sinn macht das? Ganz einfach: es macht Sinn für die Automatenaufsteller, die im Hintergrund für die Ligen zuständig sind! Ihre eigenen Interessen werden hierdurch berücksichtigt! Sportlich und auch für die Spieler macht es aber keinen Sinn, denn in einigen Ligen stösst man schnell (in Form von der B- oder A-Liga als höchste Klasse) an die sportliche Grenze. Man kann sich von diesem Punkt an dann nicht wirklich als Spieler weiterentwickeln, denn auf stärker und bessere Spieler trifft man nicht mehr!
Was bleibt dann festzuhalten oder warum spiele ich Dart beim DSAB? Ganz einfach: es gibt einfach keinen grösseren und so gut aufgestellten Verband in Deutschland, solange wir vom eDart sprechen. "Take it or leave it" mag hier vorherrschen! Ich sehe auch keinen anderen Verband am Horrizont, der dieses ändern wird. Wer ein grosser Spieler im eDart werden will, MUSS in einer DSAB-Liga spielen und an DSAB-Veranstaltungen teilnehmen! Man muss ehrlicherweise einfach den Hut vor dem Verband ziehen, denn über die Jahre hat dieser sich clever eine 95 %-ige Monopol-Stellung erarbeitet, die dieser wohl auch nie wieder hergeben wird. Der DSAB ist dadurch auch einfach sehr gut aufgestellt und kann die Rahmenbedingungen diktieren!