Habe den übrigens tollen stream bei betfair weggedrückt. Ist reine Downloadverschwendung mir das weiter anzutun.
Beiträge von Tintifax
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Außer Phil hält kein Spieler einen Average über 100 die ganze Saison über durch. Sicherlich ist es dann und wann möglich, mit einem Avergae von 95+ dann und wann ein Spiel in einem kurzen Format zu verlieren, auf Dauer wird man sich aber sogar mit konstanten 90+ in der PDC etablieren können. Das Problem unserer Spieler ist eher dass sie zur "falschen" Zeit wie die Wilden treffen- also Floorspieler sind. Auf der ungewöhnten Bühne mit ihren besonderen Bedingungen (Hitze, "Wirbel" ev. TV siehe mein Posting auf Seite 1) haben sämtliche Spieler noch sehr wenig Erfahrung.
Aber ich glaube, dass so ziemlich in jedem einzelnen Posting hier zumindest ein Körnchen Wahrheit steckt- wir eigentlich über die Gewichtung diskutieren sollten.
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Auch ich habe mir diese Frage schon oft gestellt und komme auch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Es dürften mehrere Gründe zusammen wirken, dass es noch niemand schaffte- die mangelnden professionellen Strukturen (bzw. die erst kurze Existenz solcher Semiprofessionalität- GDC) ist sicherlich ein Mitgrund. Es ist kein Zufall, dass ide besten Spieler dort herkommen, wo es solche Strukturen gibt- also die Insel und Holland. Schon deshalb bete ich nahezu, dass die GDC-Serie zumindest großteils erhalten bleibt. Aber es gibt auch andere Gründe- systembedingte und individuelle.
Systembedingt ist auf jeden Fall die hiesige Dartkultur bei Events- um Himmels Willen ja kein Lärm, das Pscht! vom Nebenmann wie in der Bibliothek ist dir sicher. ein bisserl verhaltener Applaus nach einem guten Wurf, Jubel erst nach dem Matchdart- so richtig was abgehen darf bei uns aber nicht. Die Athleten dürfen um Himmels Willen ja nicht gestört werden. Oder anders gesagt- je schlechter die Stimmung desto besser sind unsere Spieler. Dann kommen sie zwischendurch mal auf ein großes Turnier mit dementsprechenden Trubel und sind das vorne und hinten nicht gewohnt. Dazu noch das Licht, die Hitze, ev. sogar eine TV-Kamera- unsere Athleten machen da einen anderen Sport...
Da hake ich auch individuell ein- die Spieler müssen sich mental auf solche Situationen einstellen und das auch simulieren. Ist leichter gesagt als getan, keine Frage. An der Trainingsquantität liegt es sicher nicht. Ich weiß wieviel einige der GDC-Spieler täglich trainieren, einige sogar wesentlich mehr als so manche der Pros- trotz Job, Familie usw. Ob das Training aber auch qualitativ gut ist, darüber kann man im Einzelfall sicher diskutieren, wenn gleich ich hier keine Wertungen vornehme. Aber sagen wir so: Ich habe schon manchmal meinen Kopf geschüttelt, als ich Trainingspläne von arrivierten Spielern sah. Stundenlanges Werfen- ok das gehört dazu, aber sonst nix. Kein Konzentrationstraining, kein Ausgleichssport, dazu das Training praktisch immer alleine. Die eine oder andere Stunde weniger werfen und mehr abseits vom Oche schadet denen ganz bestimmt nicht.
Alleine- ein gutes stichwort. Es fehlt in Deutschland noch die Dichte an sehr guten Spielern, die es ermöglicht gewissermaßen Leistungszentren in für die Spieler annehmbare geographischen Lagen zu gründen. Auf der Insel oder in den NL gibt es genug sehr starke Spieler, die als Sparringpartner taugen, die einen immer fordern. Kurz vor großereignissen ist es ja auch keine Seltenheit, dass sich Topspieler sogar zu harten Trainingseinheiten vereinbaren. Für Dart gilt das was für jeden Sport gilt: Basistraining ist wichtig, aber richtig verbessern tut man sich im Einsatz, also im Spiel. Dazu braucht man aber auch einen dementsprechend starken Gegner- noch besser ein halbes Dutzend, weil auch die besten Spieler nicht immer stark sind. So hat man immer zumindest einen, der dich bis auf das Blut fordern kann. Nur- so weit sind wir hier noch nicht, da müsste man schon die besten 7-8 Spieler irgendwo konzentrieren, das geht nicht. Ich bin mir aber vorsichtig optimisitisch, dass da schon bald einige nachkommen- vorausgesetzt es geht bei der GDC weiter wie bisher, oder ähnlich zumindest.
Ich könnte noch einige Gründe anführen- wenig professioneller Lebensstil einzelner Spieler (ganz wichtiger Punkt), natürlich auch das leidige Thema Geld, das was ich oben beschrieben habe, halte ich aber für die Hauptgründe. Aber Geduld- ich bin mir sicher, dass es zumindest einer schaffen wird. wer einmal drin ist, der fällt auch nicht mehr so schnell raus.
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@Fragezeichen
Dein Posting wirft einige Fragezeichen auf- deine Prognose geht sich weder mit dem Turnierplan aus, noch werden die Plätze ausgespielt. Wenn dir so sicher bist, kannst eine Menge Kohle reißen- Buchmacher bieten die Wette Taylor gegen den Rest der Welt an.@Gordon
Auch ich gönne Phil den Titel- war nicht jedes Jahr so. Aber heuer ist er so eindrucksvoll zurückgekommen- nach dem WM-Desaster, nach den Niederlagen bei der PL mit dem Tiefpunkt Manley. Da war schon allerorts Rücktrittsgefasel zu hören- er ist nun stärker denn je...Was Wade betrifft, glaube ich gerne, dass er abseits der Bühne anders und umgänglicher ist. Nun ist es aber so, dass sich das Bild in den Köpfen verankert, das man in den Medien wahrnimmt- über 90% (im Dart eh weniger als in den großen Sportarten) der Fans haben keine andere Möglichkeit als über Medien oder im Publikum mit James zu interagieren. Ich als sein Coach würde ihm da schon raten, an sich zu arbeiten und gleichzeitig aber auch die Persönlichkeit nicht zu verbiegen.
Solche Beispiele von Dr.Jekyll & Mr.Hyde gibt es im Sport zuhauf- einer der extremsten Beispiele war Tennis-Ass John McEnroe...
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Soweit ich weiß, wirft sich Chris Mason mit Phil Taylor ein...

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Mirko
Du hast Dennis Priestley vergessen.Taylor ist der ganz klare Favorit, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Es fehlt auch theoretisch der "logische" Herausforderer. Hinter Taylor halte ich einen Überraschungsfinalisten a la Kirk im letzten Jahr durchaus für möglich- GDC-Spieler wird es aber keiner sein.
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Womit wir Anastasia zumindest in der Vorrunde der WM sehen weden. Wenn die nicht von der PDC bereits eine Zusage erhalten hätte, würde sie mit dem Wechsel wohl bis nach der WM warten.
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Gibt es kein Qualiturnier, dann gibt es natürlich einen freien Platz. Interessant wäre es in dem Fall aber auch, wo das Turnier stattfinden hätte sollen, wie dort die Lageist - und inwieweit andere Sportevents auch abgesagt werden (zB das für Indien typische Cricket oder Hockey). Wird durch die Bank abgesagt, dann ist das ok und kein Winkelzug, andernfalls kann mann immer noch ein Schelm sein, wenn man sich was dabei denkt. Was die von cobra ins Spiel gebrachte PDPA-Mitgliedschaft betrifft, so stellt sich bei ihr halt die grundsätzliche Frage, ob sie weiterhin zu schlechten Preisgeldern die WDF-lady-Rankings spielen will, oder auf den doch den fraglos größeren Glamour (und die höheren Verdienstmöglichkeiten) der PDC setzen möchte. Ich würde ihr zu Letzterem raten...
Hoffentlich ist Scholten dabei. Er ist der einzige Weltklassespieler, gegen den ich vor Jahren jemals antreten durfte und seitdem bin ich doch ein kleiner Fan von ihm.
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Für die WM wäre Anastasia fraglos ein Gewinn. Es ist ihr durchaus zuzutrauen zumindest die Vorrunde und ein-zwei Runden im Hauptbewerb zu überstehen. Dass sie den Bewerb so aufmischt wie Jasmin Ouschan im Pool-Billard, wage ich zu bezweifeln (die Österreicherin war heuer WM-Dritte bei den Männern). Was mich aber an der ganzen Sache stört: Kommt Anastasia auf Kosten des indischen Qualifikanten zum Zug, wäre das seitens der PDC ein klarer Wortbruch- Sportler am Subkontinent, die sich vielleicht punktuell auf das anstehende Qualiturnier vorbereitet haben, fahren auf ein Event mit wenig Wert. Wie gesagt- sportlich wäre das toll, ein schaler Beigeschmack wäre meiner Meinung nach aber gegeben.
The Tripod würde ich schon vermissen. Hoffentlich heilt seine Schulterverletzung bald aus, leider weiß ich aus eigener Erfahrung allerdings vom Rugbyspielen), dass derartige Wehwechen sehr schmerzhaft sind und nur langsam abklingen. An dart ist dann nicht zu denken.
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atürlich ist es bedauerlich, dass niemand hinfährt, aber derartige Turniere sind in der Tat ein Geldgrab, wenn man nix reisst: Die von cobra veranschlagten €500 reichen meiner Meinung nach gar nicht aus, ein Spieler sollte mindestens € 700 veranschlagen. Lediglich Reisegemeinschaften können die Kosten reduzieren. Das Problem bei solchen Reisegemeinschaften ist aber auch, dass derartige lange Anreisen per PKW schlauchen- keine optimale Voraussetzung für Erfolg und mit dem Flieger sind sie nix mehr wert.
Do dreht sich dann die von Echse beschriebene Negativspirale: Nicht teilnehmen = nix für die OoM- Quali rückt in weite Ferne detto mögliche TV-Termine die vermarktbar sind. Teilnehmen muss geplant sein, kann sich ruinös auswirken. Ich schätze auch, dass viele deutsche Spieler sich durch die lange Saison ohnehin schon am finanziellen Limit bewegen. Einige wie zB Rosi sind derzeit auch nicht in der ganz großen Form. Ich denke, dass er in der Form von LV es sicherlich versucht hätte. Ist natürlich sehr spekulativ, da weiss Gordon und Rosi selbst natürlich am besten Bescheid.
Tja schade- aber wie gesagt, verständlich. Vielleicht wäre es im Dart am geschicktesten, vom Einzelsport hierzulande abzurücken und Spielerpools unabhängig von ihrer Vereinszugehörigkeit zu gründen- also Gruppen die versuchen, sich als Paket auf den Werbemarkt zu werfen, ihre Einnahmen kumulieren und aus diesem Pool heraus Spieler zu Turnieren entsenden, ohne dass der einzelne Kopfweh haben muss. Ist aber sicher auch nicht friktionsfrei diese Idee, keine Frage...
Zumindest funktionieren diese Pools im Wintersport- starke Verbände die gute Einzelsportler betreuen.
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Tintifax, es ging mir nur um die GDC Ranking Turniere, über die so viel ich weiß ohnehin niemand berichtet und bei denen wahrscheinlich auch nicht unbedingt die großen Zuschauermassen dabei sind.
Man kann doch auch in einer Sport oder Mehrzweck-Halle einen ordentlichen Eindruck hinterlassen oder nicht?. Man könnte das wahrscheinlich sogar in der Kneipe um die Ecke.
Wobei man durchaus nicht behaupten kann, dass die Austragungsorte der im Fernsehen übetragenen Turniere in England immer first class sind, also diese Civic Hall in Wolverhampton hat das Prädikat sicherlich nicht verdient, sie war schon ziemlich in die Jahre gekommen. Vielleicht hat es mit etabliert oder nicht etabliert zu tun, es könnte aber durchaus sein, dass wir hier in Deutschland das auch alles zu eng sehen.
Jein. Wenn man Impulse geben will, sind die außergewöhnlichen Wege nicht die schlechtesten. Auch bei B oder C Turnieren geht es um die Öffentlichkeit- ergo auch wenn DSF nicht dabei ist, kann die regionale Printpress dabei sein....
Da ist die Insel wie gesagt weiter bei den Zampanos der Sportschreibstuben- hierzulande sollte man sich darauf nicht verlassen... -
Ich habe viel geschrieben und bin Charis dennoch die konkrete Antwort schuldig geblieben. Das hole ich gerne nach.
Gute Spielorte sind z.B. historische Gemäuer, wenn sie sich dafür eignen. Arkadenhöfe, Rathäuser, Konzerthäuser, Museen usw.
Natürlich muss man die jeweilige Kommunalpolitik erst mal von der Sinnhaftigkeit der Location überzeugen, klappt das dann ist man zumindest schon mal regionales Stadtgespräch.
Moderne Mehrzweckhallen taugen natürlich auch- wenn sie leistbar sind. Prinzipiell ist entweder ein historisches oder hell-modernes Ambiente zu bevorzugen bei der Auswahl der Spielstätte. In diesem Schnittbereich kann man ruhig Mut zu ausgefallenem haben, wenngleich es natürlich es auch Tabus gibt. In einer Kirche sollte kein Turnier stattfinden...
Ich wollte übrigens schon mal ein Dartturnier in der Universitätsaula abwickeln- dass es im Sande verlaufen ist, war nicht mal das Veto des Rektors- der gab schon sein OK...
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Jetzt würde mich natürlich interessieren, was Du Dir unter einem würdigen Spielort vorstellst, Tinitfax?
Ich würde jedenfalls sagen, dass die PDC sowohl sehr erfolgreich als auch professionell ist, ich denke, dass sind wohl Punkte, in denen wir hier alle übereinstimmen.
Es geht ja hier auch "lediglich" um die Austragungsorte für nicht im Fernsehen übetragene Turniere, eben der Ranking Turniere.
Anscheinend haben die PDC Profis damit keine Probleme, dann sollte es eigentlich für die deutschen Amateure doch auch möglich sein.
Charis- der Vergleich mit der Insel hinkt gewaltig. Dart ist dort- Dart-Split hin diverse Skandälchen her, in der öffentlichen Wahrnehmung präsent, die Sportart ist etabliert. Ich glaube, da sind wir uns einig und ein allfälliges Nasenrümpfen der Journaille wegen dem Austragungsort ist nur sekundär, da die Schreiberlinge eine Ahnung vom Sport haben und daher das eben nur am Rande erwähnen. Für einen Durchschnitts-Sportjournalisten in Deutschland sieht das ganz anders aus. Von Dart versteht er in der Regel nur soviel, als dass er bei einem gepflegten Bierchen mit Kollegen mal E-Dart runtergeworfen hat, in die Tiefe wie Check-Mathematik, Annäherungsspiel etc. kann er normalerweise nicht blicken. Was macht er, wenn er schon mal dafür abkommandiert ist? Er baut seine Story mit dem Umfeld auf und da ist dann bei uns der Spielort, das Gebahren der Sportler (deshalb sind ja die Alk- & Rauchparagraphen ok, aber NUR deshalb) & die allgemein empfundene Stimmung viel viel wichtiger als für den britischen Journalisten, den das nur in Extremfällen kümmert.
Ich kann mich daran erinnern (und ich glaube es ist hier sogar nachzulesen), dass eben bei einem der letzten Major-Turniere in D der Journalist die Story über den Spielort, die uniformen schwarzen Hosen (bei der Kleiderordnung bin ich übrigens Gegner- auch im Profibereich, man verhindert so von Haus aus schillernde Stilikonen), über die angeblichen rechtslastigen politischen Ansichten von Taylor aufgebaut hat- sicher aber nicht um den puren Sport. Dafür verstand er zuwenig davon. Daher sind vermeintliche Kleinigkeiten wie der Spielort hierzulande von immenser Bedeutung, wenn der Sport positive öffentliche Resonanz erfahren soll. Nicht die Lieblichkeit eines Bahnhofs von Bukarest in den 50iger Jahren soll die Pointe sein- sondern "Mannomann, was für ein Ambiente". Damit wäre uns mehr geholfen, als einige vielleicht vermuten. -
Hui da gehts ja hoch her. Eine würdiger Spielort ist aber ganz sicher einer der wesentlichsten Grundvoraussetzungen für professionellen Sport, sonst kannst ja gleich in alten Lagerhallen spielen. Unschlagbar günstig wären die auf jeden Fall.
Mein Argument mit den Tabakgesetzen wurde übrigens missverstanden. Ich meinte damit die Basis, die nun kleiner wird, nicht die Spitze, die sich ja in der GDC fand. Es gibt jede Menge Amateur-Mannschaften die deshalb aufgehört haben. Übrigens nicht nur in Deutschland auch anderswo haben die Tabakgesetze für einen Rückgang der aktiven Spieler gesorgt. Das sind Tatsachen, egal ob jemand das hören will, oder nicht. Dart korreliert mit der Wirthauskultur. Im Spitzensport ist diese der Vermarktbarkeit freilich abträglich, da sind die Anti- Alk & Rauchparagraphen schon ok, im Basisbereich sieht das ganz ganz anders aus. Die Grenze zwischen Wirthauskultur & Sport verläuft hier fließend und genauso wie sich durch die Tabakgesetze die Schließungen von Lokalen häuften, ging eben auch die Anzahl der Mannschaften zurück...
Das ist sicher nicht der Grund für die Nennungen für GDC-Turniere, da ist es wirklich das liebe Geld was den einen oder anderen zwickt und daher auf ein Ranking verzichtet.
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Ich würde sagen daß dies Regional ganz unterschiedlich ist. Die Filstal-Liga hatte z.B. bis zur letzten Saison steigende Teilnehmerzahlen. Nur in der laufenden Saison haben wir weniger Teams.
Team- und Teilnehmerkiller Nummer 1 sind die Tabakgesetze. Da kann aber kein Verband was dafür...
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Kein Unternehmen gibt Negatives gerne bekannt.Und dann war da noch das Major das erstmal über die Bühne musste.
Wenn wir die Entscheidung treffen müssten wann wir so eine "negative" Entwicklung bekanntgeben hätten wir vermutlich auch alle bis nach dem Major gewartet.
Jein. Meistens waren diejenigen Unternehmen, die Negatives schnell und offen kommunizierten mit dieser Vorgangsweise besser beraten. Menschlich ist es verständlich zuzuwarten und im aktuellen Fall GDC wäre eine Bekanntgabe vor dem Turnier vielleicht sogar für den Turniererfolg selbst besser gewesen. Aber vermutlich wird hinter den Kulissen noch auf ein Wunder gehofft...
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Spielt überhaupt keine Rolle ob es nun weiter geht wie gehabt oder nicht (außer für die Spieler natürlich), ein Unternehmen mit einer derartigen Informationspolitik darf sich nicht über wilde Gerüchte wundern. Für die Spieler ist (oder vielleicht doch war?) die GDC eine ganz tolle Sache, als Unternehmen ist (oder war?) die GDC nur mäßig erfolgreich. Es gelang bislang nicht, hierzulande Dart als Eventformat zu etablieren. Daran ist sicher nicht nur der bereits beschriebene "Sättigungseffekt" "schuld". Ein bisschen sicher auch. Aber die Außenwirkung der GDC war- naja sagen wir einmal überschaubar. Auch waren die einzelnen Eventformate nicht immer ganz glücklich gewählt. Wenn ein Unternehmen nach zwei-drei Jahren keine Gewinne abwirft, sollte man es nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zusperren, von ganz wenigen Branchen und Riesen einmal abgesehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die GDC Gewinne erwirtschaftet hat und halte die Verantwortlichen bei aller Begeisterung für rechnende Menschen. Also wenn nun bald das "Geschlossen"-Schildchen auf der GDC-HP hängt, dann wäre für mich das keine Überraschung sondern die logische Konsequenz eines nicht ganz geglückten Unternehmens.
Für die Spieler wäre es schade. Immerhin brachte die GDC die wohl besten Spieler des deutschen Sprachraums regelmäßig zusammen, wodurch sicher auch bei einigen Spielern das Niveau stieg. Das ist eindeutig der Verdienst der GDC. Das kann man nicht, wie in diesem Faden geschehen, mit der "normalen" Verbandsarbeit vergleichen- der Breitenverband ist der Autobus der alle Dartaktiven sicher transportiert, die GDC ist (oder war?) der Sportwagen für die Spitze und die Spitzenanwärter, den man natürlich auch überzüchten kann.
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Eine kurze Abhandlung über Möglichkeiten von Wettbetrug im Dartsport
Fitton v.s. Andrson ist also bei der DRA-Verdacht auf Spielmanipulation. Dart im Sumpf von Manipulationen? Nein- aber es gibt sie.
Ich habe dieses Spiel nicht gesehen, kann also nur anhand anderer Indizien mutmaßen. Die haben es aber in sich, darüber später mehr. Eines ist aber einmal ganz sicher- im Dart wird wie in jedem anderen Einzelsport auch, geschoben. Die Gründe sind mannigfaltig und reichen von persönlicher Freundschaft bis natürlich zum Geld. Letzteres ist das stärkste Motiv zur Manipulation und dass Dart davon nicht betroffen ist, halte ich für nahezu ausgeschlossen.Dart ist Einzelsport mit überschaubaren Verdienst- aber vielfältigen Wettmöglichkeiten
Es gibt weltweit nur eine Handvoll Spieler, die wirklich die dicke Kohle lukrieren, auch viele der Vollprofis wurschteln sich eigentlich mehr recht als schlecht so durch. Schaut euch mal die OOM an ab so Platz 20 und veranschlagt jedes Turnier mit mindestens 700 Euro im Mittel- von Steuern auf die Preisgelder ganz zu schweigen. Turnierteilnahmen sind also teuer und nötig zugleich, der Werbemarkt fokussiert sich auf die Stars, die Preisgelder sind meistens erst ab dem Viertelfinale interessant, mit Ausnahme bei der Weltmeisterschaft auch bei den Major-Turnieren. Da im wettverrückten England aber auf so ziemlich alles gewettet werden kann, ist die Verlockung gross, sich hier den Rebbich zu holen, für den es am Oche vielleicht nicht ganz so langt. Das muss nicht einmal zwangsläufig der Zweiweg sein (im akutellen Vielleicht-Fall: Anderson gewinnt gegen Fitton Odds so um die 1,6), es wird eher bei Sonder- und bei Livewetten "gedreht". Sonderwetten sind alles neben dem Zweiweg, wer hat mehr 180iger, wieviel 180iger gibt es im gesamten Spiel, wer hat das höhere check-out, liegt das check-out über einer gewissen over/under Grenze. Beim Live-Wetten bietet sich die Wette rot/grün an, wer gewinnt den nächsten Leg, gibt es einen 180iger im nächsten Leg usw. usf.Meine These: Manipuliert wird bei Live- & Sonderwetten und es hat kaum einen Einfluss auf das Spiel
Hier sind Manipulationen recht leicht möglich, die nicht einmal unbedingt den Spielausgang selbst beeinflussen müssen. So ist es beispielsweise (meistens) völlig wurscht, ob bei 208 eine 180 auf 28 erzielt wird, oder aber eine 168 auf die 40, insbesondere wenn der Gegner "hängt". In den ersten beiden Runden kann jeder Spieler auch gut mit einer 177 leben, der 9-Darter ist immer noch drinnen. Für die 180iger-Wette ist das aber nicht egal. Ein Spieler kann so besipielsweise ein under seiner eigenen 180 beeinflussen, ohne dass sich all zu viel an der Spielcharakteristik ändert. Ähnlich beim Live-Wetten wenn es um den nächsten Leg geht, besonders wenn ein Spieler bereits hoch führt. Hat er Anwurf ist die Quote beim Gegner meistens so um die 2,4 (abhängig von der eingeschätzten Spielstärke), ihm kann es daher auch egal sein, ob er 13:5 oder 13:6 gewinnt. Auch in der Rot-Grün -Frage kann der Spieler es selbst beeinflussen, ob er im Annäherungsspiel auf die 32 oder doch die 40 geht. Natürlich nur, wenn der Gegner mitspielt. Für Grün gibt es da meistens auch eine 2,4 beim Livewetten.
Das muss alles mit dem Spielausgang selbst recht wenig zu tun haben, auch wenn man sicher einwenden kann, dass ein Spiel halt immer erst dann aus ist wenn der Caller "Game Shot" ruft. Stimmt auch- das Schieben kann auch in die Hose gehen. Das ist auch sicher schon oft geschehen.Warum Anderson V.S. Fitton so verlockend gewesen sein könnte
Angesichts der ganzen Umstände rund um den Dartsport halte ich es also für ausgeschlossen, dass nicht dann und wann geschoben wird. Ich habe mich insbesondere bei betfair schon oft über Kumulierung von Einsätzen insbesondere auf Spezialwetten gewundert. Jeder kann das übrigens sich ansehen- bei betfair sind die Einsätze öffentlich, da es sich um eine Wettbörse handelt. Dass in einem round-robin-Spiel, wo es für dem einem um alles, für den anderen um gar nichts mehr geht, Manipulationen noch verlockender als sonst sind, liegt auch auf der Hand. Noch dazu handelt es sich ja um zwei BDO-Spieler die ja noch wesentlich weniger Preisgeld verdienen können, als ihre "gestopften" Kollegen von der PDC.Wie kann man dem Problem Herr werden?- Fast gar nicht. Leidtragende sind immer der Sport & die Wettkunden
Diesem Problem kann man meiner Meinung nach auch nur dann Herr werden, wenn die Wettanbieter die Sonderwetten abschaffen würden. Im normalen Zweiweg sind Manipulationen leichter zu durchschauen, aber keineswegs abzuschaffen. Die Sonderwetten streichen werden die Bookies aber nicht - sie lassen sich lieber vom Umfeld des oder der Spieler/s (der Spieler selbst darf ja nicht tippen) dann und wann rupfen, kassieren dafür aber gutes Geld von den "normalen" Tippern, natürlich mit dem Risiko, dass die Manipulationsschraube bei einer sogenannten "Public Bet" gedreht wurde, der Buchmacher also gleich doppelt geschädigt wird. Das ist aber dann so ähnlich wie beim Versicherungsbetrug- die Buchmacher kalkulieren das ein und senken entsprechend bei "Risikosportarten" den Quotenschlüssel (liegt bei Dart etwa durchschnittlich 5-10% unter großen Fußballligen), genauso wie Versicherungen bei häufigen Betrugs- oder Schadensfällen die Prämien erhöhen.
So bleiben immer die Tippfreunde die sich mit ein paar Euro noch zusätzlichen "Thrill" geben wollen, letztendlich immer die Gelackmeierten.Gegenanzeige: Öffentlich bekannte Wettskandale waren im Dartsport bisher sehr selten. Nicht immer sind hohe Einsätze auch direkte Manipulation
Dass kein falscher Eindruck entsteht: Wettskandale im Dart bildeten bislang die Ausnahme. Zumindest solche, die an das Licht der Öffentlichkeit kamen. Da passierte im Tennis mit den wesentlich höheren Preisgeldern schon wesentlich öfters. Dito im Snooker, vom Boxen ganz zu schweigen. Bedenkt man das bescheidene Preisgeldniveau im Dartsport, so ist dieser mögliche "Fall" Anderson/Fitton eigentlich eine Auszeichnung für den Sport, da so einmalig. Wetteinsätze gab es in diesem Spiel in der Tat auffallend hohe. Das muss aber nicht zwangsläufig Manipulation sein, sondern kann auch einfach daraus resultieren, dass eben viele Tipper damit spekulierten, dass die Motivationstriebfeder bei denjenigen der bereits fix qualifiziert ist geringer sein muss, als beim Qualifizierten, außer er hat persönliche Gründe ihn rauszuschiessen. Oder er will ihn unbedingt als möglichen Finalgegner bereits in der Vorrunde heimschicken. Auch im Fußball kommt es in den letzten Runden oft zu solchen Mustern- die dann auch tatsächlich oft eintreffen. Aber auch hier wird dann nicht immer gleich direkt manipuliert- es reicht oft, wenn einer Mannschaft oder eben einem Einzelsportler mitgeteilt wird, dass viel Geld pro oder contra gelegt wurde- mit der Folge einer selbsterfüllenden Prophezeiung die letzendlich den Kursverlauf bestätigt.So wer es bis hierher echt durchgehalten hat,

Bin gespannt wie das ausgehen wird. Eine Beweisführung ist ja sehr schwer vgl. Tennis "Fall" Davydenko"...