Vorausgesetzt, dass an den bisherigen Meldungen was dran ist:
Grundsätzlich sind wir in der Pflicht, unsere Jugend vor Sexualverklärung und solchen Übergriffen jeglicher Art zu schützen und diese grundlegend zu verurteilen! Dabei ist völlig unerheblich, wie gut der mutmaßliche Täter darten kann. In Zeiten von Internet und was-weiß-ich für Medien ist es schwer genug, die Kids so aufzuklären, dass sie zwischen Pornographie, Triebsex und "Liebe haben" vernünftig unterscheiden können. Das klingt abgedroschen, ist aber so. In diesem Sinne wird deutlich, dass keiner von uns diese Thematik als "belanglos" oder "Privatsache" abtun kann. Ich bin aber zuversichtlich, dass bei denjenigen, die sich hier bisher anderweitig geäußert haben, ein Umdenken stattgefunden hat, auch wenn es vermutlich öffentlich nicht zugegeben wird.
Über die Schwere Klaassens Vergehens, sowohl juristisch als auch ethisch, können wir derzeit überhaupt keine Aussagen treffen. Das ist einfach von diversen Fakten abhängig, die wir alle nicht kennen. Nicht jeder 15jährige Teenager ist gleich, wir wissen nicht, wie die Fotos aussahen, wie die Kommunikation vorher war, Klaassens Ambitionen, wie die Bakenntschaft war bzw. wie sich die Bekannten gesehen haben. Dass das Mädchen eine Behinderung hat, kann die Tragweite erhöhen, muss es aber nicht.
Ich persönlich gehe davon aus, dass Klaassen einen dummen Fehler gemacht hat, aber in dem Sinne kein tatsächlicher Sexualverbrecher oder Pädophiler ist. Bestätigt sich das, was ich stark hoffe, ist eine schmerzhafte Strafe gerechtertigt, ohne ihm dabei allerdings seine Lebensgrundlage zu entziehen oder ihn Zeit seines Lebens abzustempeln.