Hallo Dartfreunde,
mit Verwunderung muss ich wieder einmal festellen mit welcher Hartnäckigkeit man an dem Kneipensport-Image des Dart versucht fest zu halten!
Anders ist ein solches Verhalten der Verbände (wenn ich mal davon ausgehe, dass es diese Alko-Kontrollen gab`und wirklich ein Jugendspieler ausgeschlossen wurde) nicht zu verstehen.
Warum? - Wenn wirklich ein Interesse bestünde (wie übrigens im DSF auch großtönend in Bezug auf Doping angekündigt wurde - aber dazu später mehr) Dart in das rechte Licht zu rücken, hätte man eine solche Nachricht sofort progressiv publiziert, um zu zeigen, dass man es ernst meint.
Im Moment lote ich aus, ob und wie ein professionelleres Management für Profi-Dartspieler im deutschsprachigen Raum zu etablieren wäre und ob es wirtschaftlich interessant ist.
Es zeigt sich, dass es zwei große Herausforderungen zu meistern gibt, welche im Grunde wieder auf ein und dasselbe hinauslaufen - der schlechte Ruf unseres Sports (Kneipensport, Alkohol-Problematik, etc.)!
In Gesprächen stellte ich fest, dass diese Aussenwirkung, insbesondere durch die "Elektronikdart-Unternehmungen" wesentlich geprägt wird! Was uns der "Elektro-Dart" zum einen durch seine Verbreitung an Popularität gebracht hat - vernichtet er leider in größerem Maße auf der anderen Seite durch sein "Auftreten" und seine extrem negative Aussenwirkung! (zu diesem Thema könnte ich seitenweise Infos geben - insbesondere wie sich einige wenige Spieler, völlig "unterbezahlt", vor diesen Karren spannen lassen und leider damit dem gesamten Dartsport/sich selbst schaden!)
Eine Differenzierung, zwischen dem "Unternehmertum Elektronikdart" unter dem Deckmäntelchen des organisierten Vereinssports und dem tatsächlich gemeinützigem Vereinssport Dart, fällt den Unbeteiligten schwer. Zudem gibt es wenige "Angriffspunkte", um den Unterschied heraus zu stellen!
Der wichtigste Schritt in diesem Punkt wäre endlich die DOSB-Mitgliedschaft des DDV (ein wirkliches "Pfund" mit dem man wuchern könnte!); zudem sollte man nicht "fadenscheinig" agieren - und jetzt zu den angekündigten Dopingkontrollen:
Zuerst war ich überrascht, aber auch froh, als ich im Fernsehen diese Äusserung in Bezug auf Doping-Kontrollen seitens DDV (WDF) mit bekam. Natürlich habe ich mich auch sofort gefragt (da ich aus meiner Tätigkeit in anderen Sportarten mich schon mit der Dopingproblematik auseinandersetzen musste) wie soll das umgesetzt werden? Ich habe sofort auf den NADA/WADA-Seiten nachgeschaut und musste leider feststellen, dass wieder einmal der Dartsport (DDV/WDF) es schafft sich Hohn und Spott auszusetzen. In den für unseren Sport massgeblichen Bereichen (Alkohol, Beta-Blocker, Pulsreduzierer/Beruhigungsgenerika usw.) keine Nennung des Sports "Dart". Ein Bekannter (Semi-Profi Seat), welcher unter der FIA (hier wird der Sportverband, bspw. neben Bogenschießen u.a. namentlich in den WADA/NADA-Regularien unter Alkohol 0,0 eingetragen!) hin-und-wieder Rennen fährt, scherzte dann und meinte nur, dass jetzt im Dart endlich Schluss sei mit "Epo-Doping" für die Ausdauer und "Anabolika-Doping" für die "gestählten Körper" der Dartspieler.
Ich muss hier völlig zustimmen, es kann nicht sein, dass man die für unseren Sport relevanten "Dopingbereiche" nicht explizit einschliesst - und man muss damit rechnen, dass pot. Geldgeber nach solchen Aussagen im TV natürlich konkret werden - insbesondere wenn es um Geld, sprich Sponsoring geht!
Naja, habe jetzt genug gelabert - möchte auch nicht mehr groß im Forum posten. Wer will kann mich ja auf einen der Punkte persönlich ansprechen, wenn Ihn was interessiert. Gelegenheiten gibt`s genug auf diversen Turnieren (Gladbeck, Bandits Open, ...).
VG Markus Scheck