Taylor spielt nach wie vor ein Niveau, was mit absoluter Weltklasse zu beschreiben ist. Allerdings gibt es weitere Spieler, die ebenfalls auf sein Niveau kommen können. In den letzten Monaten hat man gesehen, dass Taylor schlagbar ist und da arts ein Sport ist, der sehr viel mit dem Kopf zu tun hat, denken sich seine Gegner wahrscheinlich: "Hey, ich kann ihn besiegen" und das setzt dann natürlich noch mehr Kräfte frei. Die Leistungsdichte bei der PDC ist sowieso stark gesteigen, wenn man bedenkt, dass es mittlerweile Spieler wie Hylton, Pipe, Henderson usw. gibt, die außerhalb der Top 32 stehen, aber trotzdem an einem guten Tag fast jeden schlagen können.
Ich denke, es tut dem Dartsport ganz gut, dass es nicht mehr diese "One man"-Show ist, sondern dass es in den Siegerlisten mehr Abwechslung gibt.
Vor zwei Jahren sagte man vor einem Major-Event, dass Taylor das Ding ohne wenn und aber holt. Heute kommen plötzlich Namen wie Lewis, Anderson, Whitlock, Wade, Barney, Newton, Webster u.a. in die Verlosung, die alle zum Favoritenkreis zu zählen sind. Natürlich gab es auch damals Leute, die Taylor hätten schlagen können, aber selbst die musste man als Außenseiter bezeichnen, weil es neben Taylor keinen Platz mehr für weitere Favoriten gab.
Ich würde nicht sagen, dass Taylor viel schlechter geworden ist. Da der Sport immer professioneller wird, werden die Anderen einfach immer stärker und VOR ALLEM konstanter, da auch sie nun merken, dass es ein wenig Geld zu verdienen gibt.