Ich möchte mal folgendes zu bedenken geben: Talent und Können sind ohne Frage Grundvoraussetzungen eines erfolgreichen Dartspielers.
Aber ich glaube, dass im "Gesamtpaket Phil Taylor" vor allem seine mentale Stärke heraussticht.
Um diese These zu untermauern, bringe ich die folgende Argumentation:
Das Dartspiel besteht von den Regeln her aus dem Scoring und dem Checken. Der Kopf wird hauptsächlich beim Checken gebraucht, nicht nur des Rechnens wegen, sondern auch, um dem Druck gewachsen zu sein. Macht der Kopf dort nicht mit, hat man keinen Erfolg.
Ich glaube, dass mit viele hier zustimmen, wenn ich sage, dass Gary Anderson , Raymond van Barneveld und Adrian Lewis bessere Scorer als ein Phil Taylor sind. Aber bei denen stockt es beim Checken. Wenn man in der Lage ist, sehr oft drei Pfeile in ein 8mm hohes Feld zu bringen, sollte man normalerweise auch in der Lage sein, so sicher die Doppel treffen zu können. Da dies anscheinend nicht der Fall ist, schließe ich daraus, dass der Unterschied zwischen Phil Taylor und Anderson/Barney/Lewis im Kopf besteht.
Ein weiteres Beispiel ist Simon Whitlock. Der steht auch ziemlich weit oben in der Dartwelt. Auch er ist nicht der beste Scorer, aber was ihn vor allem in 2010 so stark gemacht hat, war sein unglaubliches Finishing.