Das habe ich vor ein paar Jahren auch geglaubt.
![]()
Mittlerweile sehe ich das anders. Diese Überbetonung des individuellen Wurfstils ist in meinen Augen im wesentlichen einfach auf einen Mangel an "korrekten" Vorgaben zurückzuführen und somit eher Ausdruck eines Defizits, denn einer "individuellen Stärke". Aber das ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung.
Jeder kann da natürlich eine eigene Meinung haben. Ich denke, Du hast da auch wesentlich mehr Erfahrung und somit auch mehr Fachwissen als ich. Es ist ja auch so, dass es schon ein paar Vorgaben für den Wurf gibt, z.B. eine Belastung des Beins, mit dem man näher am Board steht. Oder, wenn möglich, den Pfeil mit mindestens 3 Fingern halten. Aber ich denke, am Ende hat jeder seinen persönlichen Wurfstil, der aufgrund noch so kleiner Details als "persönlich" bezeichnet werden kann. Und das mit dem "Lernen" des Dartspielens ist so eine Sache. Wenn mir ein Lehrer in der Schule sagt, dass ich nach dem Schema X lernen soll, kann ich ihm in 90% der Fälle sagen, dass ich das nicht tun werde, da ich dann keine großartigen Erfolgschancen sehe. Ich habe in vielen Bereichen eigene Lernstrategien, die wohl bei anderen Schülen selten sind, aber ich habe Erfolg und da ist es mir egal, was der Lehrer vorgibt.
Zur Erklärung: Ich bin in Klasse 13 des Gymnasiums, da werden zwar keine Schemen für´s Lernen mehr vorgegeben, aber da es mit dem Doppeljahrgang hier in Niedersachsen Probleme gibt (vor allem mit einigen, die aus Klasse 10 direkt in Klasse 12 gekommen sind (ich gehöre da nicht zu, ich durfte Klasse 11 noch erleben), sagen einige Lehrer, dass es Wege gibt, mit denen man ihrer Meinung nach besser lernt.