RedDragon Spitzenwechsel-Werkzeug

  • Habe gerade eine Mail von RedDragon mit Werbung für ein neues Spitzenwechsel-Werkzeugerhalten.

    Foto.

    Bedienungsanleitung auf Englisch (PDF).

    Ich rätsele etwas über den Sinn der beiden Schrauben, mit denen sich der Block, in den die Spitze eingeklemmt wird, verschieben lässt. Naheliegend ist, dass die dazu dienen, Barrel und Spitze auf eine Achse zu bringen. Aber meiner Erfahrung nach, pendeln Spitzen nach dem Einpressen eher, weil sie selbst krumm sind oder weil sie im Bohrloch minimal verkantet sind, was aber nicht durch eine mangelnde Verarbeitung des Tools hervorgerufen wird, sondern eher in der Natur der Sache liegt, denn ein wenig Spiel hat so ein Tool zwangsläufig. Normalerweise klappt es dann spätestens beim dritten Versuch. Kann mir nicht so recht vorstellen, dass es mit dem Tool von RedDragon präziser geht.

  • Welche Schrauben meinst du? Die äußeren oder die inneren?

    So wie ich das sehe, sind die äußeren dazu da um die Maschine auf die Länge des Barrels anzupassen, die inneren dazu um die Spitze festzuhalten, sonst wird es mit dem rausziehen ja schwierig.

    Vielleicht verstehe ich auch nur nicht so ganz was du meinst.... 8|


    Edit: Okay, du meinst die äußeren. Wie gesagt denke ich die sind einfach dazu da um Barrels jeglicher Länge vernünftig bearbeiten zu können. Die Achse zwischen Barrel und Spitze verändert sich ja nicht wirklich dadurch.

    Einmal editiert, zuletzt von kHo235 (19. Februar 2015 um 09:36)

  • Wie gesagt denke ich die sind einfach dazu da um Barrels jeglicher Länge vernünftig bearbeiten zu können.

    Kann sein. Das Barrel müsste dann aber schon extrem lang oder kurz sein. Das Designa-Tool deckt schon einen recht großen Längenbereich ab -- von sehr kurz bis sehr lang.

    Vielleicht haben die sich gedacht: Schadet ja nichts, wenn wir die Schrauben nicht kürzen. Im Gegensatz zum Designa- und baugleichen Tools können die Stangen jedenfalls nicht ausreißen. Der Block zum einklemmen der Spitze ist auch größer.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (19. Februar 2015 um 09:47)

  • Ich kenn mich im Bereich Spitzenwechselmaschinen ehrlich gesagt nicht so super aus, aber wenn ich mir die Red Dragon Maschine so angucke, könnte es bei einigen Barrels schon eng werden wenn der vordere "Block" fest an einer Stelle wäre.

    Meine one80 Rifleman wären so ein Beispiel, das Barrel ist nur ca. 3cm lang, da könnte es je nach Position des Blocks schon schwierig werden. Daher mein Gedanke.

  • Barrel ist nur ca. 3cm lang, da könnte es je nach Position des Blocks schon schwierig werden

    Wenn die fette Schraube in der Mitte zu kurz ist, schon. Eigentlich ist die ja dafür da, das Barrel vor- und zurückzuschieben. 3 cm lange Barrels sind auch mit dem Designa-Tool kein Problem. Geht Pi mal Daumen bis 2,5 cm runter.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (19. Februar 2015 um 09:52)

  • An dem Block wo die Spitze rein kommt ist jeweils oben und unten eine Mutter.
    Also quasi gekontert. Das heißt man würde weniger Kraftaufwand benötigen um die Spitze raus zu bekommen.
    Es kann nichts nachgeben.

    Ich kann Dich so ignorieren das Du an Deiner eigenen Existenz zweifelst.

  • @ D-O-S

    Siehst du, hab ich wieder was gelernt :thumbup:


    Solange beide Systeme funktionieren würde ich mir da gar keine großen Gedanken drüber machen. Red Dragon verfolgt da wohl einfach ein anderes Konzept als bspw. Designa.

  • An dem Block wo die Spitze rein kommt ist jeweils oben und unten eine Mutter.
    Also quasi gekontert. Das heißt man würde weniger Kraftaufwand benötigen um die Spitze raus zu bekommen.
    Es kann nichts nachgeben.

    Bei dem Designa-Tool ist der Block am Ende der Stangen mit Stahlstiften fixiert. Wäre er das nicht, ließen sich mit dem Tool Spitzen nur herausziehen (weil die Bohrlöcher für die Stangen am Ende geschlossen sind). Jedenfalls: Beim Herausziehen muss der Block Richtung Barrelgewinde und beim Einpressen auf der gegenüberliegenden Seite gesichert sein. Das übernehmen bei dem RedDragon Tool die vier Muttern. Warum der Block aber beweglich ist, bleibt unklar. Die große Schraube müsste nur so viel länger sein, wie die beiden Stangen Richtung Spitze aus dem Block herausragen können.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (19. Februar 2015 um 10:44)

  • Das Designa Toll habe ich schon was länger im Einsatz.

    Ich finde es auch gut, aber ein anderer User hat hier mal berichtet, dass bei seinem die Stangen nach einigen Spitzenwechseln ausgerissen sind. Und das gleich zweimal. Daraufhin habe ich meines mal auseinandergebaut und gesehen, dass die Löcher in den Stangen, durch die die Sicherungsstifte gedrückt werden, höchstens einen Millimeter vom Ende der Stangen entfernt sind. Deswegen sollte man die Tiefe des Bohrlochs im Barrel vorher ausmessen, die Spitze entsprechend markieren, um sehen zu können, wann sie den Boden des Bohrlochs erreicht hat. Man merkt das natürlich auch, wenn es nicht mehr weitergeht. Aber so hat man noch ein optisches Feedback. Jedenfalls kann ich mir angesichts der geringen Entfernung der Löcher vom Ende der Stangen gut vorstellen, dass sie irgendwann reißen. Das kann bei dem RedDragon-Tool nicht passieren. Bleibt die Frage, warum die Länge nicht ausschließlich über die fette Schraube reguliert wird.

    Sollten die Bohrlöcher der Stangen bei dem Designa-Tool übrigens reißen, ist das kein Drama, denke ich. Einfach die Sicherungsstifte herausschlagen und das Teil auf Hartholz festnageln. (Man braucht noch ein paar Unterleghölzchen.)

    2 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (19. Februar 2015 um 11:16)

  • Wo bitte lässt sich da etwas am Block zum Einklemmen der Spitze verschieben?

    Da wird doch nur die Spitze eingeklemmt und damit der Druck gleichmäßig auf die Spitze verteilt werden kann, hat eine oder gar beide Platten eine Nute, um die Spitze besser zu umschließen und den Druck zu verteilen.
    Selbst wenn sich der Block mal verkannten sollte, bleibt der Druck vermutlich gleich verteilt, durch die umschließenden Nuten.

    Zum Verschieben sehe ich da nichts!

    Eine einzige Schraube, womöglich noch mit punktuellem Druck auf die Spitze, es gibt ja so Tools, bringt einen ungleichmäßigen Druck und die Gefahr des Brechens.
    Die Muttern sind nur zum Arretieren des Ziehblockes und um auf die Länge der Darts reagieren zu können.

    D-O-S, da hätte ich dann doch mehr erwartet, von Jemandem der immer so Affin tut, vor allem wenn man sich die Bedienungsanleitung ansieht.

    Aber vielleicht meinst Du ja auch die "Muttern", denn "Muttern" sind keine Schrauben. :P

    Einmal editiert, zuletzt von Ghostman (19. Februar 2015 um 12:25)

  • Die Muttern sind nur zum Arretieren des Ziehblockes und um auf die Länge der Darts reagieren zu können.

    Eben. Bei dem Tool von Designa ist die Länge zwischen den beiden äußeren Blöcken nicht variabel. Nur der Block in der Mitte ist verschiebbar. Die Anpassung an die Länge des Darts findet ausschließlich über die Schraube statt, die durch den Block am oberen Ende des Tools und den mittleren Block führt. Das Tool von RedDragon hingegen lässt sich sowohl mit Hilfe des unteren Blocks als auch mit der großen Schraube an die Länge des Darts anpassen, wobei es wesentlich unbequemer ist, den unteren Block zu verschieben, weil man dafür vier Muttern lösen und auf beiden Seiten gleichmäßig weit nach oben bzw. unten drehen muss.

    @ Eric B.

    Zitat

    Das Designa Tool wurde entsprechend angepasst. Da reisst nichts mehr raus. Hatte meins im Schraubstock fixiert und Gewalt ausgeübt. Hält Bombe.

    Meins hält bisher auch Bombe. Aber ich bin mir recht sicher, dass die Bohrlöcher auch bei meinem irgendwann ausreißen werden. Die Kraft, die hinter den Bohrlöchern auf die Stangen einwirkt, ist einfach zu groß. Wie gesagt, die vier Löcher wurden zu kurz vor den Enden der Stangen gebohrt. Hast du deines mal auseinander montiert? (Mach das besser nicht. Die vier Sicherungsstifte lassen sind nicht so leicht wieder einzupressen.)

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (19. Februar 2015 um 17:00)

  • @ D-O-S

    Ne habe ich nicht demontiert, mache ich besser auch nicht. Bisher wars nicht nötig. Und wie gesagt hatte das Teil im Schraubstock...wäre es da kaputt gegangen, hätte ich wohl gedacht selber schuld, weil ich sehr viel Gewalt ausgeübt habe. Doch das Teil hat es überlebt.

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