Anfängerfragen Wurftechnik

  • Hi,

    vorweg: ich spiele erste seit 6 Tagen Darts ;)

    Ich bin eigentlich schon erstaunlich zufrieden mit meiner Wurftechnik. Insbesondere wenn ich daran denke, wie verzweifelt ich am ersten Tag war, weil sich die Darts einfach nur wie ein unförmige Klumpen in der Hand angefühlt haben. ;) Ich habe jetzt einen stabilen Stand und bewege (meist ;)) nur den Unterarm. Mein Wurf fühlt sich auch (meist) sehr flüssig, wie aus einem Guss an. Nach einigen Anfangsproblemen mit der für mich richtigen Griffhaltung habe ich nun zwei, drei ziemlich verschiedene Varianten gefunden, die sich gut/natürlich anfühlen und mir einigermaßen Kontrolle über den Wurf suggerieren.

    Meine Fragen:

    1.)
    Man soll ja immer dieselbe Bewegung machen. Auf die 20 funktioniert das gut bei mir gefühlt gut. Auf der z.B. 16 werfe ich mit meiner "20-er Bewegung" meist daneben, fühle mich unsicher. Mit leichten Änderungen im Ablauf (nicht ganz durchziehen) treffe ich relativ sicher die 16 (so sicher ein Anfänger eben sein kann ;)) Habt ihr wirklich IMMER exakt denselben Bewegungsablauf oder unterscheidet er sich von Board-Bereich zu Board-Bereich?

    2.)
    Mein Hauptproblem ist derzeit, dass meine Würfe innerhalb einer Trainings-Session mit der Zeit immer schlechter werden. Beim Einwerfen und bei den ersten 301er Spielen treffe ich - wenn ich sehr sehr gut druff bin ;) - auch gerne mal 6 Mal nacheinander das 20er Segment (jaja, für euch alten Hasen ist das lächerlich ;)). Da bin ich mehr als zufrieden mit nach 6 Tagen. :) :) Aber nach zehn 301 Spielen, habe ich das Gefühl, dass ich garnichts mehr treffe. Wenn ich in diesem Moment meine Griffhaltung ändere treffe ich auf einmal wieder relativ gut. Wechselt ihr auch manchmal die Griffhaltung oder ist das absolu

  • Dart besteht nicht nur aus 6 -tagen, glaub mir. Als ich anfing meinte ich auch schon das ich schon sehr gut bin, ich will dich
    jetzt nicht demotivieren, aber um richtig dart spielen zukönnen brauchts jahre und mußt dich richtig reinhängen.
    Aber du wirst bald selber erfahren, das es beim hart nicht nur höhen gibt, sondern auch herbe rückschläge und die heißt es zu
    überstehen :dart: Viel spaß.
    Meine erst krise habe ich dann so überstanden :duw:
    http://www.youtube.com/watch?feature=…1&v=nZPHDvkgpOA
    oder das, das soll auch helfen
    :thumbup:
    http://www.youtube.com/watch?v=RISyuMUiqHg

    3 Mal editiert, zuletzt von Bullcheck (20. Januar 2012 um 05:25)

  • Meine Fragen:

    1.)
    Man soll ja immer dieselbe Bewegung machen. Auf die 20 funktioniert das gut bei mir gefühlt gut. Auf der z.B. 16 werfe ich mit meiner "20-er Bewegung" meist daneben, fühle mich unsicher. Mit leichten Änderungen im Ablauf (nicht ganz durchziehen) treffe ich relativ sicher die 16 (so sicher ein Anfänger eben sein kann ;)) Habt ihr wirklich IMMER exakt denselben Bewegungsablauf oder unterscheidet er sich von Board-Bereich zu Board-Bereich?


    Immer dieselbe Bewegung machen ist das A & O bei der Sache ... und eben das mußt Du üben ... und glaub mir das ist nicht soo einfach ! auch im Training - ohne DIE DRÜCK ! - nicht ...
    alles andere - wenn Du z.B. mal auf einem Segment/oder T/ oder D nicht so sicher bist (und das kommt besonders am Anfang häufig vor !) - hängt eher an der Auge-Hand-Koordination ... und (Überraschung !) auch die wird mit mehr Übung besser ...

    ... aber deswegen die Griffhaltung/Wurfbewegung/oder im Extremfall dauernd das Material zu ändern ist (jaja das ist nur MEINE Meinung) einfach Schwachsinn.

    Mein Tip in dem Fall : spiel weiter (Training/Liga/Turniere) solang es Dir Spaß macht - im Idealfall wirst Du (bald !) besser und dann machts noch mehr Spaß ...

    lG

    Andi

  • Unbedingt Wurfablauf beibehalten!!!

    Wenn Du ein anderes Ziel treffen musst, visierst Du es an, insofern ändert sich der Zielwinkel natürlich ein kleines bisschen. Ansonsten ändert sich aber blos der Abwurfmoment. Das bedeutet: Der Abwurfmoment ergibt einen anderen Winkel zwischen Ober- und Unterarm, weil Du für ein tiefer liegendes Ziel bei gleicher Bewegung einfach nur später loslässt. Die Idee dabei ist, möglichst viele Fehlerpotenziale so komplett wie möglich auszuschalten. Ein gleichmäßiger Bewegungsablauf bedeutet sehr viel weniger Möglichkeiten, Fehler einzubauen. Momentan mag es sein, dass Du andere Ziele mit anderen Bewegungsabläufen besser triffst, aber ab einem gewissen Level (den man unterschiedlich schnell erreicht) ist das nur noch hinderlich. Deshalb rate ich Dir dringend, Dir solche Geschichten gar nicht erst anzugewöhnen, denn Dich selbst nachher umzuerziehen ist wesentlich schwieriger, als den Unfug von Beginn an sein zu lassen!

    Was die unterschiedliche Qualität innerhalb einer Session angeht: Normal! Da Du Anfänger bist, vermute ich mal, dass Deine Trainingseinheiten relativ lang sind. Wenn man Blut geleckt sieht der für einen ideale Tag ja so aus, dass man den ganzen Tag dartet und wenns hochkommt Abends einmal über sein Mädchen rüberhuscht, um im Anschluss weiterzuddarten. Was ich damit sagen will: Innerhalb einer Session, gerade wenn sie lang ist, bleibt die Konzentration nicht immer konstant gleich hoch. Kann sie gar nicht, erst recht, wenn man lange am Stück dartet. Änderst Du Deinen Wurfstil und schmeißt dann besser, dann nicht wegen der anderen Bewegung an sich, sondern weil Dein Kopf sagt: Ich will jetzt wieder besser treffen, also probiere ich es jetzt mal anders! In dem Moment, in dem Du Dir das denkst, beginnt für Dich dann automatisch ein neues Konzentrations-Hoch. Es ist also alles Kopfsache, deshalb noch einmal: Ändere den Wurfstil um Deiner selbst Willen NICHT! Wenn Du merkst, dass es schlechter wird innerhalb einer Session, würde ich dann lieber 5 oder 10 Minuten Pause machen, um Deinem Kopf eine Erholung zu gönnen. Danach sollte es (meistens) wieder besser laufen...mit gewohntem Wurfstil!!!

  • Dart besteht nicht nur aus 6 -tagen, glaub mir. Als ich anfing meinte ich auch schon das ich schon sehr gut bin, ich will dich
    jetzt nicht demotivieren, aber um richtig dart spielen zukönnen brauchts jahre und mußt dich richtig reinhängen.

    Meine derzeitige Anfangs-Grundzufriedenheit wirst du mir nicht rauben können ;) Dass ich noch gaaaaanz am Anfang stehe ist mir auch so klar. Alleine schon, weil ich nur 301 mit Single out spielen kann und dafür je nach Session 16-35 Darts benötige ;) Zudem gibt es Trainings-Sessions da treffe ich 15 Würfe hintereinander nicht die 20 :ohno_

    Ich bin halt zufrieden, dass ich auf einem guten Weg bin. Ich habe zumindest meine Wurfbewegung gefunden (sehr ruhig und flüssig). Miene Freundin nach 6 Tagen noch nicht. Jetzt muss ich mich als nächstes mal für eine meiner Fingerstellungen entscheiden. ;)

    ... aber deswegen die Griffhaltung/Wurfbewegung/oder im Extremfall dauernd das Material zu ändern ist (jaja das ist nur MEINE Meinung) einfach Schwachsinn.

    Das habe ich schon befürchtet. Derzeit geht das ganz gut mal die Technik zu wechseln. Ich habe ja sowieso noch eine "Grund-Streuung" in meinen Würfen. Da fällt ein Wechseln nicht soooo auf :nene:

    Unbedingt Wurfablauf beibehalten!!!

    Wenn Du ein anderes Ziel treffen musst, visierst Du es an, insofern ändert sich der Zielwinkel natürlich ein kleines bisschen. Ansonsten ändert sich aber blos der Abwurfmoment. Das bedeutet: Der Abwurfmoment ergibt einen anderen Winkel zwischen Ober- und Unterarm, weil Du für ein tiefer liegendes Ziel bei gleicher Bewegung einfach nur später loslässt.

    Ahhhhhh. Also verändert "man" doch was? Nämlich den Zeitpunkt des Loslassens? Das ist doch mal ein guter Tipp (wen die anderen denn zustimmen ;)) Da weiß ich zumindest, was ich mal ausprobieren kann :tr:

  • Loslasszeitpunkt oder Wurftgeschwindigkeit ändern führt ins Chaos bzw. dazu das du nie über ein bestimmtes Nieveau hinauskommen wirst. Glaub mir, ich beschäftige mich mit der Wurftechnik seit 6 Jahren sehr Intensiv. Das Problem ist, wenn man die "Saubere" Technik von Beginn an einfach drin hat, dann muss man nichts umstellen und man gilt als Talent. Das ist der Optimalfall, muss man sich alles erstmal beibringen dann ist das harte Arbeit, volle Konzentration über Stunden im Training. Bringt aber dann auch etwas.
    Das Beste wäre wenn der Loslaszeitpunkt auf einer geraden liegt. Ein kurzes gerades Stück während dem Abwurf. Dann ist es nicht so schlimm wenn der Abwurfzeitpunkt mal ein wenig zu früh oder spät ist. Es leidet dann nur die Geschwindigkeit und die kann durch die 8mm hohen Felder ein wenig augeschlichen werden wenn du normalerweise immer in die Mitte der Felder wirfst. Ok bei den senkrechten Feldern ist das natürlich nicht so schlimm, da kommt es dann halt auf die Richtung an.
    Wenn du beim werfen denn Ellbogen nach oben ziehst sodass der ausgestreckte Arm nach Wurfende auf das anvisierte Ziel zeigt, dann hast du dieses kleine gerade Stück als Vorteil für dich.
    Wie immer: Es gibt ganz viele hier die besser sind als ich, somit ist das nur meine kleine Meinung (aber immerhin Bundesligaspieler für 2 Jahre, drei mal qualifiziert für PDC-Europe Spiele und zumindest für 9 Legs mal einen Ave von 107,9 im Training gespielt)

    Wünsche viel Spaß

  • Tach Krusta.

    Wichtig ist, dass du einen Punkt bzw, Stand findet von den du aus alle Zahlenwerfen kannst.

    Schmerzen im Arm, Rücken oder Verspannungen in der Schulter sind Warnhinweise für eine schlechte Haltung.

    Das deine Würfe schlechter werden oder du garnichts mehr triffst, ist völlig normal , da u.a deine Konzentration nachlässt und dein Arm ermüdet.

    Der Average ist erstmal völlig unwichtig.

    Zudem scheint es bei dir schon gut zu funktionieren , viele Anfänger sind froh wenn sie überhaupt die Scheibe treffen.

    Ein Fehler , den man häufig bei Greenhorns beobachten kann, ist der linke Arm, der wie ein nasser Sack nach unten hängt.
    Auf jeden Fall sollte der Arm angewinkelt sein, da man anders keine Körperspannung aufbauen kann.
    ( bezieht sich auf Rechtshänder, bzw. wenn rechts dein Wurfarm ist)

    Eine saubere Technik ist das A und O. Es ist extrem schwierig, bis unmöglich Fehler später zu korrigieren, die man über Monate oder Jahre
    verinnerlicht hat.

    z.B versuche ich schon seit Monaten, das 10 Fingertippen zu lernen. Grauenhaft, schlechte Angewohnheiten, in meinem Fall das Adlersuchsystem wieder
    los zu werden. Jemand , der noch nie am PC sass , lernt es garantiert spielend.


    Viel Erfolg , beim weiteren :dart:.

  • Wichtig ist, dass du einen Punkt bzw, Stand findet von den du aus alle Zahlenwerfen kannst.

    Also ist "direkt vor dem Board" stehen gar nicht zwingend notwendig? Ted Hankey bspw. steht ja auch ziemlich seitlich... oder nur manchmal? Das weiss ich jetzt gar nicht.

    Vielmehr merke ich bei mir - ich stehe immer vor dem Board - das ich einen Schritt nach rechts mache, vorallem wenn es darum geht die Doppelten rechts zu treffen. Bei den Einfachen bleibe ich stehen. Genauso bleibe ich stehen wenn ich auf die Felder Links werfe, ganz gleich ob Doppelt oder Einfach.

    Die Ausführungen von haehni verstehe ich auch nicht so richtig. Bisher war ich immer davon ausgegangen das der Loslasszeitpunkt massgeblich dafür verantwortlich ist ob ich nach oben (früher loslassen) oder nach unten (später) werfe? :wacko:

    Man braucht wohl doch ein Studium fürs Darten. ;)

  • Bachelor of Dart ;) .

    Ob du nun links , zentral oder rechts stehst, ist meiner Meinung nach egal, solange du immer die gleiche Position einnimmst.

    Hm.. vom Herunwandern am Oche halte ich garnichts.
    Also ganz am Amfang war das bei mir der Fall. Wurf auf die 10: Stand zentral zur 10. Wurf auf die 8, das gleiche Spiel.

    Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass ich so nicht weiter komme, zudem sieht es ziemlich dämlich aus.

    Danach stand ich , leicht rechts von der 20 , später noch weiter rechts, fast wie Hankey.

    Wieder mussten einige Zahlen neu gelernt werden.
    War ein hartes Stück Arbeit , besonders Doppel 6 und 10

    Der extreme Rechtsstand brachte mir irgendwann Schulterprobleme, zudem drückte ich ab und zu den Dart bei längeren Spielen.

    Also wanderte ich wieder Richtung Mitte.

    Jetzt stehe ich kurioserweise leicht links, also der gestreckte Arm zeigt auf die 20.


    Olibats

    Den Dart früher loslassen? Wüsste nicht wie das technisch funktionieren sollte.

    Dann müsstest du ja die Wurfbewegung vorher stoppen, was wiederum zur Folge hat, das man den Wurf nicht ganz durchzieht wie gewöhnlich.


    Naja mein Bett ruft, mal schauen was morgen die Experten dazu schreiben.

  • Schwer zu erklären wie ich das meine. Ich zitiere mal aus dem Buch "Dart" von Romatowsiki-Sohlbach aus dem Meyer&Meyer Verlag bzgl der Korrektur des Wurfes, siehe Bild:

    Fehler = Ihr Wurf liegt zu hoch / Lösung = Lassen Sie den Dart etwas später los

    Fehler = Ihr Wurf liegt zu tief / Lösung = Lassen Sie den Dart etwas früher los

    Ich denke es ist klar was gemeint ist!? Für mich klingt das auch ganz einleuchtend - der Wurf wird ja komplett durchgeführt (mit follow through), der Dart verlässt nur zu unterschiedlichen Momente die Hand.
    Oder sehe ich das irgendwie komplett verkehrt?

    P.S. Wenn das so weitergeht mit Darts dann lass ich es sein und studiere Astrophysik oder sowas :duw:

  • Kann mal jemand Harald Lesch anrufen? :!D

    Wie gesagt mal gucken was morgen , die Experten dazu schreiben.

    Hm.. mit den letzten Punkt im Buch, kann ich genau so wenig mit anfangen.

    Griffposition verändern? Falls ich die verändere , dann höchstens unbewusst.

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