• Ich als "NichtPolitikWissenschaftler" würde das über bestimmte politische Lehren oder Bewegungen definieren... Ein Kommunist wird sich wohl selber in der linken Ecke sehen, während ein Nationalsozialist wohl in der rechten Ecke anzusiedeln ist... Woher allerdings die Begriffe "rechts" und "links" stammen, weiß ich auch nicht...

    Schmaler, übernehmen sie :!D

    "Du sollst nicht werfen Dein Sportgerät im Zorne"

  • und hat gleichzeitig nen Rechtsschlenkerer vollbracht,um auch die am extremen Ende verorteten Wählerstimmen mit einzufangen.

    Die CDU war für wesentlich konservativer.

  • woher die Begriffe stammen, das kann ich Dir schon erklären; die historische Erklärung ist für mich aber heute als Kriterium nicht mehr tauglich. Mit den Begriffen hab ich so meine grundsätzlichen Probleme, darum auch meine Bitte, mir zu sagen, um was es gerade geht.
    Wenn es um einzelne politische Positionen geht, sind ja rechte Linke und linke Rechte denkbar. Damit will ich sagen, dass meiner Meinung nach diese Begriffe völlig untauglich sind, weil total verwaschen (dumm nur, dass wir keine anderen haben ;) ). Mich würde nun interessieren, wo ich mich selber einordnen muss: Bin ich rechts oder bin ich links?


  • Da wären jetzt ein paar Beispiele interessant...

    Einwanderungspolitik z.B. Da ist man ja so locker geworden in der Ära Kohl das man jetzt die Probleme hat.

  • Einwanderungspolitik z.B. Da ist man ja so locker geworden in der Ära Kohl das man jetzt die Probleme hat.

    Ohne Dich jetzt persönlich angreifen zu wollen: weißt Du überhaupt, was Du mit dieser Aussage gerade alles sagst und inwieweit das sachlich richtig ist und inwieweit das Deine Position zu untermauern im Stande ist und nicht gerade das absolute Gegenteil aussagt???? Ich gestehe, dass ich gerade ein wenig entsetzt bin.

    Geh zur Elaborierung Deiner These doch ein wenig mehr ins Detail, vielleicht habe ich da auch etwas völlig in den falschen Hals bekommen und muss dann Abbitte leisten...
    edith: und da liegt mein Problem: ich weiß wirklich nicht, ob ich rechts oder links bin. Ich habe Positionen zu gewissen Themen, die ich aber über das gesamte Spektrum verteilt finde. Was wiederum bedeutet, dass ich keine Wahl treffen kann (abgesehen davon, dass es in Deutschland kein gültiges Wahlrecht gibt). So wir sich vermutlich meine "Wahlbeteilung" in etwa bei Null bewegen - unter der Prämisse, dass wir in diesem Kontext überhaupt von einer "Wahl" sprechen können :!D

  • Der Multikulti Hype wurde in den 80ern ausgelöst und wer war da Bundeskanzler?

    Ich bin kein Intellektueller und auch kein Politikwissenschaftler also kann ich jetzt hier keine empirische Studie publizieren. Aber ich kann eins uns zusammenzählen. Vielleicht wählst du auch CDU und fühlst dich jetzt angegriffen.

    Und oms ich muss das jetzt wirklich mal loswerden, du scheinst dich ziemlich wichtig und schlau zu fühlen. Allein wie du deine Beiträge schreibst. Möglichst komplex, Fremdwörter, lange Sätze mit vielen Nebensätzen mir gehts langsam auf den Keks.

    Ich büffel für das Abi und da will ich hier im Forum meine Grauen Zellen schonen.

  • unser guter Helmut war von 82 bis 98 Kanzler. In diese Zeit fallen u.a. Änderungen zur Asylpolitik, Einwanderungspolitik etc (ich will sie Dir nicht alle aufzählen), aber im Ergebnis vermag ich hier keinen Linksruck feststellen. Ebensowenig beim Nato-Nachrüstungsbeschluß usw.
    Was das mit dem von Dir angesprochenen Multi-Kulti-Hype zu tun hat, vermag ich nicht nachzuvollziehen, aber ich wäre da an Deiner Argumentationsführung durchaus interessiert.
    Du sollst mir hier auch keine empirische Studie vorlegen, sondern nur Beispiele, auf die Du Deine Thesen stützt (kennst Du bestimmt : These, Argument, Beispiel -> ein wesentliches Element der dialektischen Trinität; nicht alles, was man in der Schule lernt ist doof :) ).
    Ich fühle mich von Dir auch nicht angegriffen, da brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Emotionen spielen hier für mich keine Rolle.
    Tatsächlich gibt es aber Menschen, denen ich wichtig bin, wie das sicherlich auch bei Dir der Fall ist. Das hat aber hier auch nichts zu suchen. Schlau fühlen brauch ich mich nicht, das können Dir sehr viele Menschen, die mich kennen, auch so bestätigen. Aber auch das ist nicht der Punkt.
    Wenn ich Dich mit meinen Beiträgen überfordern sollte, dann sag das bitte, und ich werde versuchen, mich ein wenig anzupassen. Ich versuche hier lediglich, meine Gedanken zu formulieren.
    Wenn es Dir auf den Keks geht, Deine grauen Zellen zu bemühen, dann bitte ich Dich, meine Beiträge künftig einfach zu ingorieren; ich werde dann bei den Deinigen ebenso verfahren.
    Wie auch immer: Ich wünsche Dir viel Erfolg beim akademischen Seepferdchen! (Solltest Du Hilfe benötigen, PN reicht)

  • Dient heutzutage eigentlich nur noch zur Abgrenzung zur eigenen Position. Ursprünglich kommen die Begriffe aus der Sitzverteilung der französischen Revolution.

    Ich zitiere einfach mal einen Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 2006. Sollten Fragen bestehen helfe ich gerne weiter (sofern ich kann):

    Rechtsextremismus:
    "...Bestrebungen verstanden, die sich gegen die im Grundgesetz konkretisierte fundamentale Gleichheit der Menschen richten und die universelle Geltung der Menschenrechte ablehnen. Rechtsextremisten sind Gegner des demokratischen Verfassungsstaates. Sie haben ein autoritäres Staatsverständnis. Das rechtsextremistische Weltbild ist geprägt von einer Überbewertung ethnischer Zugehörigkeit (Fremdenfeindlichkeit). Dabei herrscht die Auffassung vor, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Rasse bestimme den Wert eines Menschen. Individuelle Rechte und gesellschaftliche Interessenvertretungen treten zugunsten kollektivistischer 'volksgemeinschaftlicher' Konstrukte zurück (Antipluralismus)."

    Linksextremismus:
    ".. wollen anstelle der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung eine sozialistische bzw. kommunistische Gesellschaft oder eine 'herrschaftsfreie' anarchistische Gesellschaft etablieren und orientieren ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Ideologien. Revolutionär-marxistische Organisationen setzen auf traditionelle Konzepte eines langfristig betriebenen Klassenkampfes. Autonomes Selbstverständnis ist geprägt von der Vorstellung eines freien, selbstbestimmten Lebens in 'herrschaftsfreien' Räumen. Entsprechend wird jede Form staatlicher oder gesellschaftlicher Normen abgelehnt.“

    Zu beachten ist hierbei allerdings, dass es sich um die extremen Enden beider Richtungen handelt. Wenn wir im Volksmund von rechts sprechen meinen wir natürlich etwas anderes oder besser gesagt nur einen Teil des Spektrums.

  • edith: und da liegt mein Problem: ich weiß wirklich nicht, ob ich rechts oder links bin. Ich habe Positionen zu gewissen Themen, die ich aber über das gesamte Spektrum verteilt finde.


    Das trifft den Nagel auf den Kopf... So geht es mir auch! Beispielsweise das deutsche Sozialsystem... ins Leben gerufen zur Zeit des deutschen Kaiserreiches wegen des wachsenden Einflusses der Sozialdemokratie... finde ich eine prima Sache! Sozialdemokratie ist eben heute eher "links" anzusiedeln... Auf der anderen Seite finde ich es nicht gut, dass Soldaten (gleich welcher Nation) als Mörder beschimpft werden... da wird man aber schnell mal in die rechte Ecke geschubbst... ein Teufelskreis :duw:

    "Du sollst nicht werfen Dein Sportgerät im Zorne"

  • Hmm ... OMS ... ziemlich hochnäsig.

    Diese Art des Sprachgebrauchs zeugt aber eher von Halbwissen und hat schon gar nichts mit Intelligenz zu tun. Gebildete Menschen sind sich in der Regel einig, dass es gerade nicht von Nöten ist, über den Sprachgebrauch eine Disbalance des Zugangs zur Materie herzustellen. Dies zeugt nämlich tendenziell davon, dass derjenige aufgrund von fehlender Argumentation versucht sich über das sprachliche Niveau abzuheben und somit den Diskussionspartner in die passive Rolle zu drängen.
    Die Kunst ist es ja gerade das eigene Wissen auf ein Sprachniveau herunterzubrechen auf dem der Empfänger dem Sender folgen kann. Aber das sind nun wirklich ganz primitive Kommunikationsgrundsätze die Du sicher kennst. Warum nur wendest Du sie nicht an?

  • @Schmaler: danke schonmal an dieser Stelle.

    Für mich ich das Grundgesetz eines der besten jemals verfassten Werke. Die darin enthaltene Weisheit erfüllt mich nachgerade mit Ehrfurcht.

    Wenn ich mir aber die Beschreibung der extremen Seiten von Dir ansehe, muss ich gestehen, dass ich eher nach links tendiere....
    @ Schmaler: Du hast natürlich recht. Wenn Du in meiner Argumentation Lücken findest, bin ich für diesbezügliche Hinweise sehr dankbar, glaube aber, meine Position schlüssig dargestellt zu haben. Dir dürfte klar sein, dass es keineswegs in meiner Absicht liegt, durch besonders komplexe oder schwierige Sprache den Zugang zu Thema zu erschweren. Warum wende ich also diese Grundsätze (Schulz von Thun lässt grüßen; auf youtube gibts übrigens seine Abschiedsvorlesung in Hamburg; sehr unterhaltsam und lehrreich. Ist echt sehenswert) nicht an?
    Simple Antwort: zum einen war es mir nicht bewusst, dass das von mir verwendete Sprachniveau zu kompliziert ist, zum anderen bin ich es leid, ständig Rücksicht auf das Mittelmaß zu nehmen. Wer ich verstehen will, gut. Wer nicht, auch egal. Wie Du gesagt hast, dass ist ziemlich arrogant und überheblich und ich überlege gerade, ob unter diesem Gesichtspunkt dieses Forum (oder ein Forum) der geeignete Ort ist, mich zu solchen Themen zu äußern. Gleichwohl ist es häufig nicht machbar, komplexe Themen einfach darzustellen. Ein Dilemma.

    Auf alle Fälle danke ich Dir für Dein Feedback und Deinen Input

    Einmal editiert, zuletzt von oms (3. August 2012 um 19:44)

  • Siehst Du ich wiederum sage, das Grundgesetz war ein gutes, aber kein sehr gutes Werk. Es hat doch einige Lücken und unklare Formulierungen. Richtig brilliant ist anders. Ich wiederum würde mich zu keiner dieser beiden Seiten verorten. Hilft uns dies nun weiter? ;)

  • Mal ne Frage in die Runde:

    Was haltet ihr denn von der wieder mal vorgeschlagenen Reichensteuer?

    Für die, die es nicht mitbekommen haben:
    Im Grunde sollen Gut-Verdiener und Reiche höher besteuert werden. Im Gespräch ist eine einmalige von 10% des Vermögens ab 250.000 Euro (also mindestens 25000 Euro) einmalige Abgabe. Des Weiteren sollen Menschen mit sehr hohen Gehältern mit bis zu 70% besteuert werden.
    Ich würde diese Diskussion gerne vom eigenen Geldbeutel weg führen. Ist das wirklich sinnvoll? Ist es sozial gerecht, wenn diejenigen die durch ihre Bildung/Arbeit viel verdienen nun das ausgleichen was in aller erster Linie die Banken verursacht haben?
    Übrigens: Die Erbschaftssteuer soll auch angehoben werden.

  • Diese Reichensteuer ist ne echte Zwickmühle! Wie du schon sagtest, der Mehrverdienst kommt meistens von besserer (Aus)bildung, die mitunter mühseelig ist. ABER: auch eine Person, die vielleicht kein Abitur und Studium absolviert hat, hat für seine Ausbildung schwer geackert, mag er vielleicht auch nicht ganz so intellektuell sein...

    Meine Meinung dazu... Ich bin PRO Reichensteuer, allerdings sollten die Unterschiede nicht allzu gravierend sein!

    "Du sollst nicht werfen Dein Sportgerät im Zorne"

  • Siehst Du ich wiederum sage, das Grundgesetz war ein gutes, aber kein sehr gutes Werk. Es hat doch einige Lücken und unklare Formulierungen. Richtig brilliant ist anders. Ich wiederum würde mich zu keiner dieser beiden Seiten verorten. Hilft uns dies nun weiter? ;)


    Mir schon ;)
    Zur Reichensteuer/Erbschaftssteuer hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, kann also im Moment nichts dazu sagen...
    Was mich momentan sehr beschäftigt ist die Beschneidungsfrage (privates Interesse), Bildungsgerechtigkeit (privat und beruflich) und der Organspendeskandal (eher berufliches Interesse).

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