Beiträge von Hulk Afroman

    Was ich gut finde? Die Preisgeldverteilung bei dem geplanten Turnier.

    Was ich nicht verstehe? Die Preisgeldverteilung...

    Zitat

    1, 2, 3, 4-10

    [font=Arial][size=10]Wie werden diese Plätze ausgespielt? 123 ist klar, aber 4-10? Da hat jemand 14000 € mathematisch korrekt und mit guten Steigerungsstufen verteilt. Gut, Mathe-Abi bestanden. Jetzt fehlt nur noch das Genie, das den Modus dazu ersinnt. Ach ja, einfach den Average messen, 10er-Gruppen bilden? Oder wie soll die Differenzierung zwischen Platz 10 und 11 ermittelt werden?
    Sorry, aber nach Analyse der Einschalt- und Zuwachsquoten kommen viele auf die Idee, ihre Dienste anzubieten. Warum auch nicht, wenn sie eine gute Idee haben?

    Das Ganze auch als Steeldarts-Version null Problemo? Also das in Gastro-Qualität wäre mir bestimmt auch 301 € Wert, immer her damit. Ich glaube es nur nicht.
    Ich würde mir jedoch natürlich auch wünschen, dass es entsprechende Möglichkeiten gebe. Wer nicht? Ach ja, ich möchte dann natürlich Länderbeauftragter für Großbritanien werden. Warum? Ich kann Englisch und habe außerdem das fehlende n gefunden!

    [...] zumal ich die Earplugs auch als unhöflich empfinde! Des Weiteren denke ich, dass man den Caller schon hören sollte, oder? [...]
    Gruß Gordon

    Was "Merv The Smurf" macht ist tendenziell öfters respektlos seinen Gegnern gegenüber, war es und wird es wohl leider immer sein; lasse mich diesbezüglich gerne positiv überraschen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Stöpseln und Ohrhörern - den Lärm. Das ist auch der Unterschied zu Schweißbändern.

    Gehörlose oder hörgeschädigte Menschen sind nicht vom Dartsspiel ausgeschlossen. Ihre Behinderung ist jedoch permanent und eine Auslegung von Regeln zu Ungunsten beeinträchtigter Sportler verbietet der Anstand. Aber gilt das auch für Hörgeschädigte mit Bluetooth-Hörgeräten, die auch an das Walkman-Handy koppelbar sind?

    So wäre schließlich auch denkbar, dass ein Spieler - nennen wir ihm mal der Anschauung halber Kervyn Ming - einen Gegner, der im Rollstuhl sitzend ein Shortleg nach dem anderen gegen ihn spielt, mit Hinweis auf § 9 der Wettkampfordnung disqualifizieren lassen möchte.
    "Aber Moment mal, in Absatz 5 steht nur, dass ein Dart geworfen werden muss , solange sich beide Füße hinter der Standleiste befinden. Und das sind sie auch bei mir, sie sind nur nicht auf der Erde. Schach Matt, Kervyn!", würde der Rollifahrer vermutlich bemerken.
    "Tja, aber als Du für Deinen letzten, majestätsbeleidigenden 15-Darter wegen des verbauten Doppel-Feldes NEBEN die STAND-Leiste rolltest, hast Du gegen Absatz 6 verstoßen. Dort steht: "Wünscht ein Spieler einen Dart von einer Position aus zu werfen, die sich neben der Standleiste befindet, muss er sich hinter eine imaginäre Linie stellen, die sich auf gleicher Höhe mit der Rückseite der Standleiste befinden muss. Also, (t)roll Dich, hahaha. Einfach königlich, wie immer :D", so der frei erfundene Dartspieler. Und er hätte zumindest so weit Recht, dass er das Spiel seines Gegners effektiv stören könnte.

    Nun sind das natürlich - hoffentlich - Spinnereien. Aber es verdeutlicht den Sinn: Dafür sind Regeln da - um Diskussionen abzukürzen. Ich muss nicht um die Einhaltung von Regeln betteln, ich darf sie verlangen. Deshalb sind sie wichtig und nötig. Leider.

    Neulich in Marl hatte ich mit unserem Team ein Spiel um richtig viel Geld. Unsere Gegner waren gut und, nun, sagen wir mal, sie waren hochmotiviert und mit einem absoluten Siegeswillen gesegnet. Und zwei von ihnen hörten so laut Musik, dass mal hätte mitsingen können. Und jetzt geht's los: Angespannte Spielsituation, gleichwertige Gegner, mindestens 1000 € Preisgeldunterschied - und die Musik kam von den ZUSCHAUENDEN Spielern des Teams, die direkt hinter den Spielern standen... es ist angerichtet für herrliche Streitereien. Unserer Bitte um Ausschalten der MP3-Player wurde zum Glück sofort und fair entsprochen, das Spiel ging anständig über die Bühne.

    Also: Wie ist das mit Zuschauern?

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    wie läuft das bei Amateurturnieren!gibt es auch da Musik?

    Nein, und ich frage mich seit Jahren, warum das so ist. Es gab mal Musik zu den Finals bei den Bremen Open 1993, die hatte meiner Erinnerung nach der Bernd Hebecker aufgelegt. Die einzige Walkon-Musik, der ich in den letzten Jahren begegnet bin, war mal bei einem Bundesligaspiel in Kaiserslautern. Die haben uns als Gastteam mit einer fetzigen Musik begrüßt und einzeln die gemeldeten Spieler aufgerufen. Danach kam die Heimmannschaft zu irgendwas von ACDC zum Shake Hands zu uns. Der Effekt war durchaus spürbar, das folgende Spiel einfach genial. Der Aufwand ist fast Null, und warum es nicht absoluter Standard ist, ist unbegreiflich.

    Ach ja, bei der letzten Mannschafts-DM des DDV wurden die Teams auch zu selbst gewählter Musik vorgestellt, was sehr lustig war. Mehr davon!

    Methoden, die stundenlang dauern und riesige Disziplin erfordern sind für mich nicht geeignet - keine Zeit und keine Ausdauer. Das ist auch meine Kritik an Anton Peins Trainingsplan - man braucht wirklich viel Zeit, diesen abzuarbeiten. Das kann nicht jeder. Und dann sind es eben doch wieder nur die paar Pfeile auf die 60, die trainiert werden.

    Zitat

    Für mich ist das einzig wahre doppel training "170".


    Für viele Spieler ist es das Einzige, das ihnen zum Doppel-Training einfällt. Hierbei - genau wie bei dem sonst sehr empfehlenswerten "41" (bzw. 61 oder wie man es nennt - Treffer = 10 Punkte hoch, sonst 1 Punkt runter) - gibt es ein Problem. Man wirft nur so lange auf ein Doppel, bis man es getroffen oder halbiert hat. Das ist Finish-Training, aber kein Doppel-Training. Und Round the Board ist auch so eine Sache... Ich habe einfach keine Lust, Doppel 3 zu trainieren, die man eh nie braucht. (Ja, Jyhan hat sie gebraucht, ich weiß.)

    D20 habe ich erst besser in den Griff bekommen, als ich sie gezielt trainiert habe. Das heißt: Viele Pfeile auf dieses Feld. Wenn ich ernsthaft trainiere, erfasse ich die Treffer auf 40, 36 und 32. Klar, man braucht auch mal 20, 18, 16 usw, aber im Training beschränke ich mich auf Plan A, die anderen Doppel kommen in Trainingsspielen oft genug dran.

    Wichtig ist, im Training ausgewogen die verschiedenen Elemente des Spiels zu üben. Score und Doppel sollten hier das 50:50-Ideal einhalten, gewürzt mit einer Prise Bull. (Ich habe vor, nächstes Jahr ein Trainingsspiel zu veröffentlichen, das dieses Prinzip berücksichtigt und sich für mich bewährt hat.)

    Was richtig bitter ist, ist Trainieren am Automaten. Es gibt da nur wenige sinnvolle Einstellungen, die mir bekannt wären. Sicher ist: Immer nur 501 spielen ist NICHT das optimale 501-Training.

    Nur für das Protokoll möchte ich bemerken, dass ich keine Doppelschwäche bei Jyhan sehen konnte. Ein paar Entscheidungen kann man diskutieren (wie immer, wenn man ein Spiel nachher mit der Lupe analysiert) aber im Wesentlichen waren alle Pfeile auf Doppel knapp und die WICHTIGEN waren drin. Auch die Entscheidung, 38 nicht umzubauen und auch auf 6 Rest zu werfen (Tops für Kleine) zeigten kompromisslosen Siegeswillen (auch wenn man da als Zuschauer anfängt, mit den Zähnen zu knirschen). Jyhan, wenn Du genau so weiter auf Doppel wirfst, dann ist das völlig Ok.

    Ich denke, dass sich auch die Technik verändert. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich verschiedene Details in meinem Wurfablauf nicht mehr so mache, wie ich DENKE dass ich sie mache.
    Beispiele: Ich ziehe nicht mehr konsequent durch, ich halte den Pfeil in der Ausholbewegung etwas schräg, der Winkel der Hüfte zum Board ist anders und so weiter und so weiter...

    Der Witz dabei ist, dass ich diese Veränderungen nur sehr schwer bemerke. Neulich habe ich mal ein Video von mir selbst beim Wurf aufgenommen - es war grausig, ich habe mich ganz anders bewegt, als ich dachte. Da trügt die Selbstwarnehmung doch gewaltig. Wenn man also glaubt, alles "genau so wie früher" zu machen und aus unerklärlichen Gründen nicht mehr zu treffen - dann täuscht man sich vermutlich, denn es gibt durchaus Gründe.

    Konsequenz: Jeder Dartsspieler sollte vielleicht mal ein Video von sich selbst machen, wenn er voll im Training ist und sich wohl mit seinen Darts fühlt. Man weiß nie, wann man es mal als Vergleich braucht.

    Es gibt sowas im DDV ja schon - die German Masters. Da wird ein Turnier mit einem erhöhten Preisgeld (oder sollte ich sagen "Sportförderpreis") ausgestattet und damit seine besondere Bedeutung für den Dartsport innerhalb des DDV hervorgehoben. Es ist sowas wie ein Eliteturnier, an dem nur von ihrem Landesverband nominierte Spieler teilnehmen dürfen. In vielen Landesverbänden ist dazu die Qualifikation über die jeweilige Ranglistenturnier-Serie erforderlich. Dies führt nicht unbedingt dazu, dass die besten Dartspieler des Landesverbands antreten, das ist eine Tatsache. Vielmehr ist es oft die Kombination aus Zeit (für die Turniere) und Können (Punkte sammeln), die entscheidet.

    Die BL ist leistungsmäßig die Spitze der Liga-Pyramide im DDV. Die Spieler setzen oft mehr Zeit, Geld und Talent ein, als in unteren Ligen. (Ausnahmen wie Unicorn Hessen bestätigen diese Regel selbstredend)

    Es ist ein Ziel eines jeden Sportlers, in der höchsten Klasse zu spielen. Wenn man es nicht tut, dann gibt es dafür Gründe - man ist entweder zu schlecht dafür, oder irgendwas passt nicht, z. B. die Spieltage am WE. Die höchste Spielklasse ist die BL, und wer das Endturnier gewinnt, der hat wirklich etwas geleistet. Er gehört zum besten Vereinsteam Deutschlands. Und dann fährt er wieder nach Hause.

    Geld... Geld hilft auch nicht immer. Es stimmt, wenn der 3. in der Gruppenphase 200 € mehr als der 4. bekommen würde, dann hätte es vermutlich nicht die Diskussion über aufgegebene Gruppenspiele gegeben, die wir hier genießen mussten.

    Aber ich will auf etwas anderes hinaus. Long story short - es geht um Las Vegas. Wenn man im E-Dart deutscher Meister wird, steigt man in einen Flieger. Misst sich international. Mit seinem Kumpels, direkt aus der Kneipe via Geiselwind in den Flieger und dort gegen Spanien, Österreich, New York, Kalifornien und was die Amis noch so für Staaten halten. ;)

    Das ist was zum Träumen, da will man gerne mal dabei sein! Warum fliegt man mit einer Rakete zum Mond? Warum darf ich da nicht mit? Warum wird nicht jeder Deutscher Meister, wäre doch gerechter? Aber wo bleiben die Träume, wenn der Deutsche Meister vor 30 Mann gewinnt, heim fährt und in die Sommerpause geht? Das ist UNWÜRDIG!

    Vorschlag: sowas wie ein Spring Cup für Vereinsmannschaften. Die Polen, die Italiener, die Franzosen, die Belgier... alle haben ihren nationalen Meister, und was auch immer die für ein Geld erhalten, die Möglichkeit des internationalen Vergleichs haben sie zur Zeit noch nicht. Also ran, DDV. Das sollte doch gehen. Lass es uns klein beginnen, eine Art Super-Cup mit Österreich, der Schweiz und was-weiss-ich-Land, vielleicht Luxemburg (bestimmt auch nicht schlecht!). Dann weiss ich wenigstens als Spieler in der Kreisliga, dass es was gibt, worauf ich hinarbeiten kann.

    Vor 10 Jahren in Winterberg hat mich mal ein junger E-Darter (O. B.) darauf angesprochen, wie sehr er von Vegas träumt. Er hat es inzwischen mehr als einmal erreicht. Wovon dürfen die Jungs und Mädels bei uns träumen?

    Bei diesem Modus kann man sich sicher sein, dass kein Team auf die Idee kommt irgendein Spiel zu "verschieben".

    Genau. Wir brauchen einen Modus, der vor Manipulationen schützt. Aber in der von Dir beschriebenen Gruppe wäre alles beim alten. Denn wie wäre es, wenn ein chancenloses Team alle dann unmotivierten Spieler auswechseln würde und durch den daraus resultierenden hohen Sieg die Meisterschaft entschieden würde? Das Selbe in grün, sogar noch verschärft dadurch, dass so direkt der Sieg und nicht nur die Halbfinalteilnahme fremdbestimmt wäre.

    Warum muss man bei einer Bundesligaendrunde nochmals mit so vielen Teams spielen?

    Wegen der meiner Meinung nach hohen Leistungsdichte in der Bundesliga. Außerdem macht es einen riesigen Spaß und man kommt endlich mal mit vielen Teams der anderen BL in Kontakt.