Und womit hätten sich diese "anderen" das verdient, an einer solchen Zirkus-Veranstaltung teilzunehmen? Anhand von Leistungen eines einzigen Challenge-Tour-Wochenendes, vier Turniere, wo die Tagesform sehr entscheidend war?
Beiträge von Kevin Barth
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In der heute erschienenen ersten Ausgabe des Podcasts "26 Darts" gibt Dimitri ein ausführliches Interview und erzählt, dass er immer noch bei Peter Wright lebt.
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Um die Frage nach Zuschauern bei der Home Tour zu beantworten: In einem Bericht des "Spiegel" hieß es, dass die PDC am ersten Abend etwa 350.000 Zuschauer auf ihrer Plattform verzeichnet hat. Das ist wohl vergleichbar mit Werten, die sie sonst nur bei der WM haben.
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Zum weiteren Vorgehen, weil ja definitiv nicht alle 128 Tourkartenbesitzer teilnehmen: Es stand glaube ich eher zur Diskussion, gewisse Spieler ein zweites Mal ins Rennen zu schicken. Hier wäre es am fairsten aus den zweitplatzierten der Gruppen auszulosen, aber wahrscheinlich entscheidet das die PDC wieder nach Laune. Sollten Nachrücker über die Challenge-Tour bestimmt werden hätte Nico Kurz damit nichts zu tun, weil er dort am ersten Wochenende überhaupt nicht gespielt hat.
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Ist halt Jelle, da haut man schon leichter drauf bei seiner Vorgeschichte und ist ja auch das anonyme Internet. Großmeister Talb natürlich ganz vorne mit dabei, der sie alle persönlich kennt die Granden der Szene.
Ich würde im übrigen bezweifeln wollen, dass der professionelle Dartsport viele "Helle Kerzen" hervorgebracht hat. Das Spiel kommt aus der Kneipe und ist weiterhin klar in der Arbeiterklasse verwurzelt.
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Zum Thema Modus und ihrer League: Ich denke, das liegt auf der Hand. Es sind deutlich weniger Spieler am Start (10 bis 15 insgesamt). Da kann Modus natürlich deutlich eher dafür sorgen, dass gewisse Dinge besser laufen.
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Ich hätte eine klare Linie beim Einsortieren der Gruppen schön gefunden. Sprich: Immer ein Spieler von den Weltranglistenplätzen 1-32, einer von 33-64, einer von 65-96 und einer von 97-128. Dieses System ist zwar halbwegs zu erkennen, aber in der Gruppe von Ashton befindet sich z.B. keiner aus den top 32. Da bekommt man das Gefühl, dass man es ihr besonders "leicht" machen wollte. Klar geht es bei dieser Veranstaltung um nichts und ich kann das Argument von Hearn bezüglich der Vorbereitung für die Fortsetzung der regulären Saison auch nicht ernst nehmen. Alles nur halb durchdacht, Hauptsache ein Bisschen Show. Es wird niemals möglich sein, die noch etwa 110 verbliebenen Turniertage (WM ausgenommen) bis Anfang Dezember zu spielen. Dafür müsste man spätestens am 20. August beginnen und dazwischen auch Tage zum Reisen zwischen den verschiedenen Spielorten einplanen. Also realistisch gesehen müssten ab 1. August die Pfeile fliegen. Mir fehlt hier ein wenig der Realismus. Wenn man stattdessen aus der "Darts at Home" Tour eine ernst zu nehmende Serie mit Preisgeld, was für die Ranglisten zählt gemacht hätte, wären sicher alle dabei gewesen und man hätte im Kalender zumindest ein Bisschen Platz schaffen können. Selbst Gary hätte bestimmt irgendein Familienmitglied mit vernünftigem Internet gefunden.
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Die PDC wird alles, aber auch alles tun, um die Premier League mit Zuschauern zu Ende spielen zu können. Zur Not wird die WM ins Frühjahr 21 verschoben.
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Ob van Gerwen wirklich noch mal besser wird, wenn er sich mit den neuen Pfeilen "eingespielt" hat? Für mich ist das ein Typ spieler, bei dem es nicht am Material liegt, wenn es nicht läuft. Der kommt so dermaßen über sein Selbstbewusstsein (manche nennen es Arroganz).
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Man kann festhalten, dass München definitiv nicht mit Zuschauern stattfinden wird. Die PDC Europe könnte zwar beispielsweise überlegen, das Turnier mit 500 Zuschauern pro Tag auszurichten, aber wie will man entscheiden, welche der Ticketbesitzer zu diesen 500 gehören? Für Leverkusen gilt dasselbe. Die Kosten für die Tickets dürften erstattet werden und dann bleibt man auf den Kosten für die Halle sitzen und müsste außerdem noch Preisgelder ausbezahlen, die aktuell nicht abgedeckt werden. Die PDC betont immer, dass sie nichts veranstalten möchte, womit am Ende Verluste erzielt werden. Es gibt bereits 30 Players Championships, bei denen keine Einnahmen da sind und man vor allem darauf schaut, dass die Spieler genügend Turniere haben. Ich könnte mir vorstellen, dass statt Leverkusen und München weitere Players Championships irgendwo auf der Insel stattfinden.
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Schaut man sich mal den bisherigen saisonalen Average von der Pro Tour an fällt auf, dass sich gewisse Tendenzen weiter fortsetzen. Das gilt beispielsweise für die eher maue Form von James Wilson, Kyle Anderson, Toni Alcinas, Robert Thornton, Max Hopp, Dave Chisnall, Dimitri van den Bergh, oder Daryl Gurney. Mit Chisnall und Gurney befinden sich allerdings nur zwei der aktuellen top 20 außerhalb der besten 60 dieser Average-Übersicht. Max Hopp ist auf Position 106 der Spieler aus den top 32 mit dem schlechtesten Average. Ryan Searle konnte einen Titel einfahren, befindet sich mit einem Gesamtaverage von 93 aber gerade mal an 50. Stelle. Deutlich weniger aus einem knapp 94er Schnitt haben dagegen Rowby-John Rodriguez und Krzysztof Kciuk gemacht. Ähnlich verhält es sich bei Jelle Klaasen (95,09), José De Sousa (96,28) und Michael Smith (97,6). Devon Petersen ist der Spieler aus den top zehn der Average-Tabelle, gegen den die Gegner durchschnittlich mit über 97 den höchsten Wert erzielt haben. Einen höheren Wert hat in dieser Kategorie generell nur Damon Heta (98,4) vorzuweisen. Die geringsten Gegner-Averages wurden Steffen Siepmann (85,3), Barrie Bates (86,9), Peter Jacques (88,9), Michael Barnard (88,9), Daniel Larsson (89,1), Aaron Beeney (89,1), Bradley Brooks (89,2) und Harald Leitinger (89,3) zuteil. Hier habe ich mal nur Spieler berücksichtigt, die mindestens vier Turniere gespielt haben. Auffällig ist gerade hier, dass diejenigen mit einem niedrigen Durchschnittswert der Gegner selbst auch einen niedrigen Average erzielt haben. Man könnte also sagen, dass es da auch die Gegner etwas "ruhiger" haben angehen lassen. Gegen Max spielten die Kontrahenten durchschnittlich eine 93,4, also nicht unüberwindbar.
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Dann müssen sich einige Dartspieler eben darüber Gedanken machen, was sie alles spielen und was nicht. Es gibt viele Einzelsportarten, bei denen man gezwungen ist, sich ganz genau zu überlegen, was gespielt wird. Hätten wir nur die Hälfte der Turniere, könnten wohl einige nicht mehr wirklich davon leben und das will dann auch keiner. Bei vielen Profis sollte die Professionalisierung eben auch noch zunehmen. Fitter werden, deutlich weniger Exhibitions spielen, wobei das ja dann auch wieder finanzielle Verluste bedeuten würde...ein Kreis aus dem man wohl nicht so recht rauskommt.
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Um die Frage zu beantworten: Van Gerwen hatte zuletzt 2011 zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch keinen Titel. Das war das Jahr, bevor seine Dominanz begann.
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Alle, die sich hier über Leistungen gewisser Spieler beschweren sollten sich mal vor Augen führen, dass es 30 solcher Turniere auf dem Floor im Jahr gibt. Wir sehen hier von gefühlt jedem Tourkartenbesitzer mal dreistellige Averages und genauso geht es auch in die andere Richtung. Du kannst nicht jeden Tag, jedes Wochenende deine 100 Prozent abrufen. Du musst dir so ein Jahr einteilen, auch was den Fokus betrifft. Natürlich sind viele gezeigte Leistungen von Hopp, Smith, Dimitri, Chizzy und so weiter aktuell nicht gut genug. Die können aber auch von heute auf morgen wieder besser werden und keiner weiß warum. Schaut euch Brendan Dolan an, der letztes Jahr plötzlich nach 5 Jahren mal wieder einen Titel gewonnen hat und dann 3 Monate später gleich noch einen hinzufügen konnte.
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Mir wird hier auch ein falsches Bild von Dimitri vermittelt. Wenn der ausscheidet, stellt er sich regelmäßig noch an ein Practice-Board und spielt weiter, während andere davonrennen. Er hat die richtige Einstellung, aber fühlt sich bislang auf der Bühne einfach wohler. Irgendwann wird es auch bei ihm "klick" machen.
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Das Argument der Reisekosten würde ich relativieren wollen. Max und Dimitri haben ein Management. Da ist es in der Regel so, dass eben jenes Management alle Fixkosten eines Spielers bis zu einem gewissen Limit übernimmt, sie sich also darum keine Sorgen machen müssen. Dafür steht dem Spieler dann auch nicht sein gesamtes Preisgeld zur Verfügung.
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Der Average-Rekord ist ebenfalls zutreffend: Seit der Einführung von Dartconnect gab es nie einen höheren Turnierschnitt bei einem PDC-Turnier.
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Bei der Bestrafung von Madars Razma am 25. August 2019 ist wahrscheinlich sein Halbfinale gegen Marko Kantele gemeint, dass er 0:6 verloren hat? Kantele spielte da aber auch einen hohen 90er Average. Schwer vorstellbar, dass Razma das mit "normaler" Leistung hätte wirklich anders gestalten können.
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Aspinall hatte bei seinen ersten Erfolgen auch das Glück auf seiner Seite. Beim ersten WM-Halbfinale musste er Price als einzigen Topspieler aus dem Weg räumen. Ansonsten Siege gegen Nentjes, K. Anderson, Petersen und Dolan. Ähnlich bei den UK Open, hier schlug er Alcinas, Kist, Razma, Lennon, R. Smith, Price und einen unfassbar schwachen Cross. Das alles hat ihm Selbstvertrauen gegeben und ihn spielerisch sehr stabil gemacht. Max hatte auch schon ähnliche Chancen, da braucht man sich nur seine letzte WM-Auslosung anschauen. Die hat er eben nicht genutzt und so diesen "Quantensprung" bislang verpasst.
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Wo soll man Mensur denn sonst hin einladen? Er war schon einmal bei einer deutlich seriöseren Talkrunde bei Frau Stöckel zu gast und fiel dort als derjenige auf, der am wenigsten außerhalb seines Themengebiets beitragen konnte.