Beiträge von Kevin Barth

    Sehr schön, das Mensur wieder dabei ist! Mit einem oder zwei sehr guten Resultaten kann es für ihn auch noch zu den Players Championship Finals gehen. Auch Jyhan kann an diesem Wochenende eine große Chance nutzen, er hat ja auch nicht viel Rückstand auf den letzten WM-Startplatz in der Pro Tour OM. Auch bei Max und Bernd könnte an diesem Wochenende noch was über eine andere Rangliste gehen, da müssten sie aber schon ein Turnier gewinnen. Ich drücke allen die Daumen und glaube daran, dass wir einige positive Ergebnisse in dieser Richtung sehen werden.

    Das hatte ich irgendwie so im Kopf...werde demnächst öfter mal was doppelt und dreifach auf Dartsdatabase nachprüfen, wenn mich mein Gedächtnis in solch jungem Alter schon im Stich lässt. Eine Zweitrundenteilnahme, 5 Mal raus in der ersten Runde...ist das besser? Ich finde nicht...ein Sieg in so einem Turnier und er ist bei der WM.

    Zu deinem zweiten Beitrag: Ein Bisschen hast du da schon Recht. Nach einigen Jahren, in denen der Dartsport in Deutschland immer weiter im Vormarsch war, sich jetzt sogar ein paar Spieler "Profis" nennen und regelmäßig Turniere spielen, aber auch selbst immer wieder davon sprechen, Weltmeister werden zu wollen oder demnächst Turniere zu gewinnen, wäre es denke ich dann mal Zeit für den nächsten Schritt. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass "wir" dann eben doch noch nicht so weit sind, wie wir sein könnten/dürften. Mit den "vielen" Meine ich diejenigen, die den Eindruck haben, dass da gerade alles gut läuft in Dart-Deutschland. Diejenigen, die sich schützend vor einen Shorty werfen, wenn man mal überrascht ist, dass er einen Spieltag in der Super League dominiert oder ihn dann, wenn er nach diesem Spieltag überhaupt nichts mehr gerissen hat auch mal ganz vorsichtig kritisiert. Diejenigen, die die Siege eines Jyhan Artut mit Averages Mitte bis Ende der 80 feiern und mich dann zitieren und ins lächerliche ziehen, wenn ich sage, dass es bei ihm gerade nicht gut läuft. Diejenigen, die im Vorfeld vieler Deutscher Spiele auf der European Tour über "machbare" Gegner sprechen, dann aber bei Niederlagen nur "schade" schreiben und sich nicht fragen, wie es sein kann, dass diese "Deutschen" schon seit Jahren auf diesen Bühnen der Welt in fast jedem wichtigen Moment das Nervenflattern bekommen.

    Zu deinem ersten Beitrag (ich kann leider mit meiner Sprachausgabe nur schlecht bis gar nicht zitieren): Ok, ich habe mich im letzten Jahr nicht so sehr damit beschäftigt. Es fiel mir in diesem Jahr zum ersten Mal auf. Dann ist es aber natürlich generell bedenklich, dass es möglich ist, alleine durch einige bloße Teilnahmen und vllt auch einige schlechte Leistungen am Ende einen WM-Platz "geschenkt" zu bekommen.

    Es stimmt, dass die European Tour ein großer und richtiger Schritt für die Festlandeuropäer war und ist. Huybrechts hat aber auch das WM-Viertelfinale und das EDC-Viertelfinale erreicht. Damit hatte er mal so rund 30.000 €, um im nächsten Jahr die Pro Tour zu spielen. Das reicht nicht ganz, aber er hatte dann ja auch weiter Erfolg und irgendwann lief es von ganz alleine. Er hat es sogar noch vor der eigentlichen "European Tour" geschafft. Er ist aber leider eine Ausnahme...die beiden anderen, die mir noch einfallen würden sind sein Bruder und Mensur. Ansonsten ist die Leistungsdichte längst nicht so hoch, wie man sie gerne hätte. Da reden Deutsche Spieler davon, dass sie dann jetzt aber mal ein PDC-Turnier gewinnen wollen, aber spielen insgesamt auf der European Tour nur 3000 Pfund ein...erreichen einmal die zweite Runde und scheiden 4 Mal in der ersten Runde, teilweise mit Matchdarts aus. Vor allem die Deutschen haben mit 4 (nächstes Jahr 5) European Tour-Events einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen, aber am Ende qualifizierren sich nur 2 über diese Rangliste...eigentlich nur einer, denn der andere hat 7 Mal in der ersten Runde einen drauf gekriegt, darf jetzt aber trotzdem zur WM. Ich bin selbst ein Fan des Deutschen Dartsports, habe Maik live in Sindelfingen kräftig die Daumen gedrückt und mitgefiebert, würde mich riesig freuen, wenn mal einer den Durchbruch schafft, aber aktuell ist da noch viel mehr Arbeit da, als viele sehen wollen.

    Ok, habe die beiden Players Championships in Spanien übersehen, mein Fehler. Dennoch finde ich es bedenklich, wenn sich im Falle von Shorty am Ende die Quantität und nicht die Qualität durchsetzt, weil nicht genug Europäische Spieler in der Lage sind, kontinuierlich mal weiter zu kommen, als nur in die erste Runde.

    Ein paar interessante Dinge zum Ende dieser European Tour-Saison:

    Letztes Jahr wurden nur 5 Events gespielt und der Qualifikant mit dem meisten Preisgeld über die European Order of Merit hatte vor einem Jahr 4.200 britische Pfund eingespielt. Dieses Jahr wurden 8 Events gespielt und der beste Qualifikant für die WM aus der EOM hat 4.000 britische Pfund. Ein Spieler (Shorty) hat sich 7 Mal qualifiziert und ist sieben Mal in der ersten Runde ausgeschieden. Dafür darf er jetzt zur WM fahren. Finde ich schade. Das wäre so, als ob ein Spieler durchschnittlich in diesem Jahr bei allen 16 Players Championships die zweite Runde erreicht hätte und immer 250 Pfund mitgenommen hätte. Das wären dann 4.000 Pfund, die er eingespielt hätte...sein Rückstand auf den letzten freien Platz der Pro Tour OM würde nach aktuellem Stand 5.000 Pfund betragen. Versteht ihr, was ich meine? Die Europäischen Festlandspieler haben zu großen Teilen in diesem Jahr schlechter abgeschnitten, als im letzten Jahr. Natürlich gab es auch oftmals schlechte Lose, aber es waren auch oftmals Gegner dabei, wo viele dachten: "Ok, das wird er auf jeden Fall packen." Dennoch fahren jetzt vier zur WM, die alle im Schnitt nur an einem von acht Wochenenden gut spielen mussten oder einfach kontinuierlich nur die Quali für die erste Runde schaffen mussten. Da steht teilweise Quantität vor Qualität. Das zeigt mir, dass die meisten Festlandeuropäer längst noch nicht so weit sind, wie viele sie gerne hätten. Ich möchte nicht kritisieren, sondern wollte einfach nur zur Disskussion darüber anregen und euch zeigen, was mir in dieser Richtung aufgefallen ist. Weiterhin good Darts...

    Bin angetan vom Niederländischen Publikum, die Stimmung war vor allem Abends klasse.

    Zu unseren Deutschen: Andree mit der besten Leistung, die ich von ihm bei einem PDC-Turnier gesehen hatte, leider hatte er eben Pech mit der Auslosung. Dasselbe gilt für Max und Michael Hurtz, der wieder stark drauf war, aber Lewis eben auch. Maik hätte noch eine Idee besser spielen müssen, war aber an sich ganz gut. Bei Jyhan waren es mal wieder die Doppel, aber da ist ja in einer Woche bei den beiden Players Championships noch so einiges drin. Dennoch schade, dass kein Deutscher mehr im Rennen ist...ob der Mensur da wohl eher durchgekommen wäre?

    Ja, 16:00 Uhr Deutscher Zeit. Das ist aber nur ein Richtwert, der ungefähr eingehalten wird.

    Zum Thema Mensur: Wieso hat er sich die Teilnahme bei den Players Championship Finals "verkackt"? So weit ich weiß, hat er keine Visa-Probleme mehr. Sollte er nächste Woche in Vigan spielen, wäre er sogar gesetzt und hätte gute Chancen, viel Preisgeld zu holen.