Ich denke nicht, dass der Boom in Deutschland ins Stocken geraten ist. Die Zuschauerzahlen steigen weiter, im letzten Jahr hatten wir fünf größere Turniere in Deutschland (da sind jetzt auch die European Tour-Events mitgezählt), in diesem Jahr sind es schon sechs und das würde die PDC nicht machen, wenn es sich in Deutschland nicht lohnen würde.
Zum Thema Möglichkeiten der Spieler: Vor allem Shorty, Bernd und Jyhan ziehen in diesem Jahr die Pro Tour voll durch und sind bei fast jedem Event mit dabei. Die großen Erfolge gab es da aber auch noch nicht. Natürlich ist auch ein gewisser Druck da, aber es gibt viele andere internationale Spieler, die diesen Druck sicherlich auch verspühren, damit aber besser umgehen können. Mit Averages zwischen 80 und 90 kann man heute nicht mehr unbedingt den großen Wurf starten und Aves mitte der 60 oder 70, wie man sie in der Super League am Wochenende leider im Durchschnitt gesehen hat (abgesehen von Kevin Münch), reichen für nichts, aber auch gar nichts in der Weltspitze. Als Kim Huybrechts seinen Durchbruch geschafft hat, spielte er auch permanent ein sehr hohes Niveau und das habe ich leider bei noch keinem Deutschen Spieler auf der Bühne konstant gesehen. Huybrechts hat zuvor auch nur wenige Turniere in England gespielt, die European Darts Championship war sein erstes TV-Event und er stand direkt im Viertelfinale, hatte Wes Newton geschlagen und nur knapp gegen Lewis verloren. Ich finde, da wird uns schön vor Augen gehalten, dass es möglich ist und dass aber gleichzeitig noch viel viel Arbeit vor den Deutschen liegt.