Es stimmt schon, dass die PDC insgesamt viel für Festland-Europa tut. Ich verstehe dann aber nicht, warum man so eine European Tour-Serie nicht noch mehr in ganz Europa verteilt. Ich finde es begrüßenswert, dass es ein neues Turnier im nächsten Jahr in Gibraltar geben wird, aber warum nicht auch eins in Skandinavien austragen? Sicher nehmen auch Skandinavier (Caris, Laursen) an Quali-Events zur European Tour teil, aber das sind Ausnahmen. Warum den Skandinaviern eine eigene Serie geben, warum Europa aufteilen? So haben wieder die Skandinavier weniger Möglichkeiten, sich mit den Topstars zu messen.
Dasselbe in Nordamerika, Australien, Asien und Afrika. Da gibt es nationale Ranglisten-Turniere und der Sieger darf dann zur WM. Ich finde diese internationale Vorrunde gut, nur ist es einfach so, dass 95 % dieser Spieler nicht dazu in der Lage sind, eine Überraschung zu schaffen. Sie sind es nicht gewohnt, auf dieser Bühne gegen die Profis zu spielen. Daher müsste es auch mal Turniere in Afrika oder Amerika geben. Ich verstehe nicht, warum die Las Vegas Desert Classics abgeschafft wurden. Genau so das South African Masters, wo vier Afrikanische Spieler die Möglichkeit hatten, gegen Pros der PDC zu spielen. Die PDC möchte weltweit Fuß fassen, tut aber nicht wirklich etwas dafür. Die in Asien, Afrika und Amerika haben doch dasselbe Problem, wie wir Deutschen in abgeschwächter Form. Es gibt nur bei der WM die Möglichkeit, gegen die Topstars anzutreten. Es sei denn man spielt die Tour mit, aber ein Spieler außerhalb von Europa müsste da schon Millionär sein, um regelmäßig die Tour zu spielen und dann ständig hin und herzufliegen. Wenn die PDC auch Spieler außerhalb von England möchte - und das nicht nur in Europa, dann müssen sie es anders angehen. Dann müssen sie auch mal weg aus England, auch mal Players Championships oder andere große Events around the world verteilen. Natürlich würde das nicht jedem schmecken, aber es wäre meiner Meinung nach besser, als diese halben Sachen, die gerade gemacht werden.