Beiträge von Fastdrin

    Ich bin auf ein hochinteressantes Video gestossen das einen tollen Einblick in das chinesische Leistungszentrum für Turmspringen gibt. Bei den letzten 4 Olympiaden hat China hier 24 der 36 Goldmedaillen geholt, nach dem Video versteht man viel besser warum das so ist. Nicht gerade Darts, aber auch eine Sportart bei der es um Schulung der Motorik geht (und außerdem auch so recht interessant).

    Interessant finde ich dass z.B. grundsätzlich das Training bei den absolut einfachsten Sprüngen begonnen wird. Wer zu der kleinen Nische der Darter gehört die sich für Trainingsmethoden interessiert: Von der einen oder anderen Übung kann man sich vielleicht anregen lassen, ich finde z.B. das Cupstacking bei 3:15 eine super Idee.

    Training auf chinesisch

    Ich habe gestern mal ein Ligaspiel beobachtet, auf den ersten Blick konnte ich bei 4 Spielern sicher erkennen dass sie kreuzdominant sind. Jeder hatte seine eigene individuelle Verrenkung entwickelt, um irgendwie den Wurf vor das richtige Auge zu bekommen, richtig gesund sah das bei keinem aus. Wie auch immer ein Taylor das hinbekommen hat nötigt mir allerhöchsten Respekt ab, seinen Stil einfach zu kopieren funktioniert bei mir (und den meisten) einfach nicht.

    Leider hab ich zu diesem Thema bisher immer nur recht vage Aussagen gefunden, die einzige Möglichkeit es genauer zu verstehen zu können war eben der Selbstversuch. Für die die das Thema interessiert berichte ich hier eben von meinen Erfahrungen, die die das ganze für Mumpitz halten dürfen das natürlich auch gerne weiter tun.

    PHINELL180 Jepp, interessanterweise findet man das sogar bei Topspielern dass der 3. Wurf fliessend übergeht in den Gang zum Board (u.a. ab und zu bei Kevin Münch zu beobachten). Bei instabilem Stand passiert es oft, dass bei jedem Wurf der Schwerpunkt einen Tick nach vorne rutscht, spätestens beim 3. Dart ist man dann komplett out of Balance.

    Natürlich ist das oft auch ein mentales Problem, aber mit jedem mentalen Fehler ist ja auch ein technischer Fehler verbunden. Auf jedem Fall tut sich leichter wenn man herausgefunden hat was in diesen Fällen schiefläuft. Bei mir selbst habe ich nach langem Suchen da einen Fehler in der Schulter gefunden, ich tendiere dazu bei manchen Darts mit der Schulterhöhe zu "schlampen". Wenn man sich dessen bewusst ist kann man auch viel entspannter mit der mentalen Seite der Medaille umgehen und gezielt daran arbeiten.

    Wie DOS schon sagt, kann Dir hier keiner sagen woran das liegt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass an Deinem Stand etwas nicht stimmmt, wahrscheinlich beugst Du Dich zu weit vor und belastest deinen Fuss zu stark, Lieber ein paar Zentimer verschenken als instabil stehen!

    Bei Mensurs Wurfstil sind eigentlich 2 unterschiedliche Elemente die ganz klar vom "Idealwurf" abweichen:

    - das Zielen mit nach vorne ausgestrecktem Arm, das sieht man bei Amateuren häufig, in der Weltspitze so gut wie gar nicht. Der Grund ist klar: dadurch läuft man Gefahr, dass die Muskeln "festfrieren" und einen flüssigen Wurf danach verhindern. Im Gegensatz zu vielen Amateuren streckt Mensur den Arm aber nicht voll durch sondern hält einen Winkel im Ellenbogen und schafft es so locker zu bleiben.
    Hinter dieser Angewohnheit steckt meistens die (aus meiner Sicht illusorische) Hoffnung durch das Anvisieren die Zielgenauigkeit verbessern zu können, ich denke mal dass es bei Mensur genauso war als er seinen Stil entwickelt hat.

    - Die unterschiedliche Ebene von Rückschwung und Wurf. Beim Rückholen orientiert sich Mensur wohl an der Achse Auge-Ziel was bei seiner Ausgangshaltung dazu führt dass der Unterarm nicht senkrecht ist, zum eigentlichen Wurf korrigiert er das und hat dann eigentlich die perfekte Achse Schulter-Oberarm-Unterarm-Ziel. Ich spekuliere mal dass bei seinem Stand und Körperbau der Wurf viel zu weit am Auge vorbeigehen würde wenn er den Rückschwung exakt spiegelbildlich zum Wurf machen würde.

    Wie auch immer, man sollte nicht vergessen das die eigentliche Vorwärts-Wurfbewegung dem Ideal schon ziemlich nahe kommt und Mensur es schafft seinen Wurf trotz allem sehr flüssig und stabil zu gestalten.


    P.S.: Autsch, hab gerade mal versucht den Bewegungsablauf zu simulieren. Hut ab, ich könnte das wohl nicht!

    Da haben sich einige "Links" in deinen Beitrag eingenistet die auf den ersten Blick ziemlich verdächtig aussehen, na ja, scheinen ja nicht scharf zu sein ... cross site scripting oder Trojaner vielleicht? Wäre gut wenn Du da mal ein bischen drauf achtest was Dein Computer da treibt.

    Zu Deiner Fragestellung: Der Wurfstil den du beschreibst ist zwar selten, aber doch nicht soo ungewöhnlich. Die Nr. 1 der deutschen DDV-Junioren Kevin Trappmann hat z.B. einen ähnlichen Stil . Obwohl ich zwar grundsätzlich die klassische Technik vorziehe halte ich das nicht unbedingt für einen wirklichen Makel solange Du mit dem Wurfgefühl happy bist. Vielleicht könntest Du mal versuchen die "Amplitude" deiner Oberarmbewegung ein Stück weit zu reduzieren, das mußt Du aber selber erfühlen.

    Zu einem radikalen Wechsel würde ich dir nicht raten weil die beiden Techniken doch zu unterschiedlich sind, den Frust solltest du dir ersparen!

    Der Spiegel-Artikel ist schon interessant, allerdings bezieht sich die Untersuchung ja auf sehr kraft- und ausdauerintensive Sportarten. Das Ganze 1:1 auf Darten zu übertragen wäre mir noch etwas zu spekulativ.

    Mal eine bekloppte Idee zum Thema Aufwärmen: Ich könnte mir vorstellen dass ein paar Minuten Jo-Jo spielen was bringt, vielleicht hat ja jemand noch so ein Ding rumliegen und will das mal ausprbieren?