Beiträge von Fastdrin

    Ich werd beides mal ausprobieren und schauen ob sich das für mich anbietet und ob das auch mein Rücken mitmacht.

    Was die Schulter angeht: Mit tiefere Schulter heisst nicht zwangsläufig auch eine Änderung des Standes ala MvG. Bei gleichem Stand ist es durchaus mglich die Schulter höher oder tiefer anzusetzen, das Biest ist nämlich viel beweglicher als man glauben mag (und damit auch eine grossartige Fehlerquelle). Wenn du bei gleichem Stand die Schulter tiefer ansetzt ist das natürlich auch die Basis vom Oberarm der damit auch tiefer steht, zu Ausgleich verläuft dann der Wurf etwas mehr von unten nach oben.

    MvG treibt das zusätzlich über seine extreme Körperhaltung natürlich zum Exzess, allerdings bin ich sicher dass er sich auch über diese Haltung ermglicht seine Wurfbewegung konstant im "lockeren" Korridor zu halten.

    Ich habe hier eine etwas andere Sicht der Dinge, ich halte sowohl den kurzen Backswing wie das frühe Release für ein Qualitätsmerkmal, nicht umgekehrt.

    Deine Bewegung ist schon sehr reif und gut, mittefristig sehe ich zwei Bereiche in denen Du dich evtl. verbessern könntest:

    1) Das Follow Through nicht halten sondern möglichst entspannt durchschwingen lassen, deine Schulter sollte im Idealfall schon direkt nacht dem Abwurf schon wieder auf dem Weg nach unten sein. Daraus ergibt sich wieder eine etwas andere Grifftechnik, einfach mal experimentieren.

    2) Eine etwas tiefere Schulter incl. Oberarm könnte dir das lockere Durchschwingen vielleicht noch erleichtern. Also gefühlt eher von unten nach oben werfen, MvG z.B. setzt die Schulter nicht grundlos sehr tief an. Aber Vorsicht, mit einer solchen Anpassung läufst du auch Gefahr dass das grundsätzliche Wurfgefühl eine Zeitlang verloren geht.

    Da suchst du aus meiner Sicht dort nach einer Lösung wo kein Problem ist. Dieses "Senken" kommt daher dass der Wurf aus der Schultermuskulatur gestartet wird, das findest du auch bei solchen Grottenspielern wie MvG oder Max Hopp.

    Was auffällt ist aber dass dein Backswing sehr ausgeprägt ist, und das führt dann zur Kompensation. Mein Rat wäre zu versuchen den Backwing etwas zu verkürzen und grundsätzlich zu versuchen ein wenig lockerer zu werfen, vom Gefühl eher so als ob du nur den Unterarm nach vorne schleuderst und der Dart sich eher zufällig dort befindet.

    Aber grundsätzlich eine schöne Wurfbewegung!

    dartblog Guter Input, mir ist unter Dartern die paischale Überzeugung vom "individuellen natürlichen Wurf" auch zu verbreitet. Wahrscheinlich ist da so weil es viele Spieler gibt, die über die Jahre gelernt haben klare Bewegungsfehler erstaunlich gut zu kompensieren. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie ohne diese Fehler noch zu ganz anderen Leistungen instande gewesen wären.

    Zum Thema: Die Frage wie man die Belastung im Schulter-Nackenbereich reduziert ist aus meiner Sicht völlig legitim und grundsätzlich auch wichtig. Leider habe ich keine pauschale Antwort dazu da hier unterschielichste Ursachen in Frage kommen. Allene mit "ruhig halten" ist es aber aus meiner Erfahrung aber nicht getan. Grundsätzlich hilft aber auf lange Sicht regelmässig in den eigenen Körper "reinzuhörchen" und zu fühlen, an welcher Stelle im Bewegungsablauf die Belsastung passiert und sich so Schritt für Schritt heranzutasten.

    @HorstGirtew

    Ein toller Post zum Thema Routine!

    Was den Rückschwung angeht ist die Lösung sicher nicht einfach. Grundsätzlich wird der Dart in der Vorwärtsbewegung geworfen, viel Rückschwung bedeutet also nicht viel Schwung. Langfristig solltest du versuchen den Rückschwung grundsätzlich etwas zu verkürzen. Als Übungsdrill kann es hilfreich sein Darts ganz (oder annähernd ganz) ohne Rückschwung zu werfen, zur Verdeutlichung schau dir mal Videos von Rowby John Rodriguez oder Daryl Gurney an.

    Ansonsten hilft es beim Stabilisieren des Wurfrythmus beim Training auch mehr als 3 Darts in einer Aufnahme zu werfen, z.B. 6 Darts. Konzentration sollte dann natürlich auf einem gleichmässigen Backwing liegen.

    Deine Darts sind nicht schuld, da bin ich mir sicher. Die Ursache liegt da fast immer in den Anstellwinkeln von Oberarm / Unterarm / Handgelenk,die Sensorik in der Hand ist aber sensibler und deshalb fühlst du hier den Fehler. Eine Patentlösung kann ich leider nicht anbieten, geduldiges Training der Motorik und Konzemtration auf Details deiner Bewegung führt am ehesten zur Problemlösung.

    Ich hatte ähnlich Probleme die durch das zusätzliche Gewicht der Steeldarts bedingt waren. Durch die zusätzliche Masse wird der Wurf fühlbar "träger" und kam mir so schlicht zu langsam vor, also hab ich versucht das ungesund zu kompensieren. Wenn man das Problem verinnerlicht hat und einen Tick langsamer als gewohnt wirft fällt die Anpassung dann nicht mehr so schwer.

    Scowzer hat es schon gesagt, die Top-Spieler haben eigentlich alle ein sehr frühes Release.

    Anfänger würde ich allerdings warnen gleich zu Beginn den Releasepunkt bewusst zu trainieren, damit das funktioniert muss nämlich auch im Rest der Wurfbewegung schon sehr viel stimmen. Ansonsten kann das Ergebnis schnell verheerend werden und das Gefühl komplett verloren gehen.

    Mein Rat wäre diese Frage erstmal rein intuitiv zu erarbeiten und erfühlen, im Zweifel einen Tick früher als später.

    Konstante Seitenrichtung halte ich für die Königsdisziplin in dem Sport (ich hab sie leider auch noch nicht ausreichend geknackt). Sicher bin ich mir allerdings dabei dass ein Grossteil der gefühlten Griffprobleme in Wahrheit von Fehlern im Unterarm /Oberarm /Schulter verursacht wird. Der Griff fühlt sich nicht richtig an, und man ist versucht hier nach dem Problem zu fahnden, weil die Sensorik in anderen Teilen des Körpers nicht so ausgeprägt ist.

    Was solche Verspannungen im Arm angeht stösst auch die Videoanalyse an ihre Grenzen, das lässt sich nicht wirklich erkennen. Also heisst es lernen, das Ganze zu erfühlen!

    Der Ellenbogen geht nach oben, nicht die Schulter.

    Ich glaube mit diesem Prinzip lassen sich die Mehrheit der Probleme auf die hohen Felder kurieren. Von einer Anpassung der Wurfstärke oder des Releasezeitpunkts würde ich abraten.

    Du hälst den Dart zu Anvisieren vor dem Wurf nach vorne, das ist im Prinzip erstmal kein Fehler. Allerdings solltest du vermeiden dabei den Arm voll zu strecken, damit riskierst du dass deine Muskeln "einfrieren" bzw. verspannen. Versuche besser dabei mindestens einen kleinen Winkel im Ellenbogen zu haben, damit sollte der Wurf mittelfristig auch etwas entspannter werden.

    Das ergibt sich recht einfach aus der Mathematik. Bei der Spielstärke der Pdc Pros macht das schon einen gewaltigen Unterschied: Bei einem Avg von 100 muss der Nachwerfer 100 Punkte besser werfen als der Gegner um das Leg gewinnen.
    Im Amateurbereich relativiert sich das ein wenig, aber auch bei Avg 50 ist das kein Pappenstiel.

    Bis vor kurzem war ich felsenfest davon überzeugt, dass Dartitis eine Phänomen ist dass im Kopf entsteht. Inzwischen will ich eine biomechanische Ursache nicht mehr ausschliessen.

    Warum? Vor kurzem habe ich verstärkt mit meinem Griff experimentiert und versucht, das Handgelenk noch ein wenig stärker im Uhrzeigersinn nach rechts zu drehen. Grundsätzlich hat sich das recht gut angefühlt, aber schwupps - plötzlich war ich bei den ersten Darts des Tages nicht mehr in der Lage loszulassen. Wenn sich die Barriere gelöst hatte gings dass wieder ganz gut, aber das Problem kam täglich wieder und wurde dabei immer stärker. Eindeutig Dartitis in der elegantesten Barry van Peer Erscheinungsweise. Angefühlt hat sich das Ganze überhaupt nicht nach einer Verkrampfung oder mentalen Blockade sondern schlicht in einer simple Weigerung des Armes, die angestrebte Bewegung durchzuführen.

    Eine Korrektur vom Griff hat das Ganze wieder komplett bereinigt, ohne jede Nachwirkung. Bei Barry van Peer habe ich mir mal den Griff genauer angesehen und auch den Eindruck gehabt, dass er den Unterarm / das Handgelenk dabei recht stark nach rechts dreht (was ja im Grunde technisch keine falsche Idee ist).

    Hat hier irgendjemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?