Nun einmal ein paar Anmerkungen von mir zur Delegiertenversammlung und dem Verbandstag des DDV am Wochenende in Friedberg/Hessen.
Wieder einmal hat es sich gezeigt, das Kontinuität nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile haben kann.
Die Vorteile liegen für die meisten auf der Hand. Lernen aus eigener Erfahrung und eigenen Fehlern.
Nachteile: Regelmässiger Wechsel in der Führung der Landesverbände lässt diese Art des Sammelns von Erfahrung selten zu.
Schnell, viel zu schnell ist man mit Schuldzuweisungen bei der Hand, die besonders dann wenn sie gar nicht oder nur teilweise stimmen, dazu führen das ehrenamtlich Tätige aus Respekt vor sich selbst das „Handtuch“ werfen.
Es gelingt wirklich nur sehr wenigen Menschen bei den Fakten zu bleiben und persönliche Emotionen einmal wegzulassen.
Es hätte sicherlich vieles erleichtert trotzdem aber auch einiges nicht Ungeschehen gemacht.
So kam es wie es wohl kommen musste.
Es fand sich niemand bereit für den Vorsitz und den anderen vakanten Ämtern zu kandidieren.
Selbst die Landesverbände die massiv in das Geschehen in der Vergangenheit eingebunden waren, hatten keine Alternativen vorzuweisen. Das ist schwach, sehr schwach!
Wenn denn nun ab Januar auf Antrag an das Amtsgericht Wiesbaden ein Notvorstand bestellt wird, (Sabine hat sich nach kurzer Rücksprache mit Norbert Kokins und mir wahrscheinlich dazu bereit erklärt) ist der DDV erst einmal nicht richtig handlungsfähig.
Wenn es selbst am 22. Januar 2011 nicht zur Bildung eines geschäftsführenden Vorstands kommen sollte. Bleibt nur der Antrag auf Auflösung des Vereines (Verbandes)
Das wird sicherlich niemand ernsthaft wollen.
Ich fordere die Landesverbände hiermit dringlich auf, mit Ihren erfahrenen Mitgliedern zu sprechen um ernsthafte Bewerber vorzuschlagen. Bewerber, die sich in der Lage sehen, den Verband nicht nur in ruhiges Fahrwasser zu führen, sondern auch den gestiegenen Anforderungen der Zukunft, (Aufnahme in den DOSB 4. 12.10) gerecht zu werden.
Die zukünftigen Aufgaben werden ausschliesslich durch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder nicht mehr zu erledigen sein.
Über diese ganzen Vorgänge sollten wir aber etwas ganz wichtiges nicht vergessen; Der zurückgetreten Vorstand des DDV hat in den letzten Jahren eine, gemessen an den Vorgängern, hervorragende Leistung abgeliefert. Dafür gebührt ihnen ein ausserordentlicher Dank. Besonders möchte ich Sabine Shanahan, Volker Hatlauf und Dietmar Ernst hervorheben, die über Jahrzehnte mehr Einsatz gezeigt haben, als man es von einem Ehrenamtler eigentlich erwarten konnte.
Ich hoffe, dass diesen drei Langgedienten zusammen mit den anderen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern nicht nur Respekt sondern auch die Dankbarkeit für die geleistete Arbeit ausgedrückt wird.
Günther Ramcke 