Beiträge von theblindPew


    Das Gesundheitssystem mag vielleicht im Vergleich gut sein, trotzdem ist es kurz davor kaputt gefahren zu werden. Die Belastung für die Krankenhausmitarbeiter war auch schon vor der Pandemie mehr als bedenklich.
    Der "Kunde" kann nicht unbedingt von einer guten Fürsorge ausgehen. Dafür müssen sich zu wenig Fachkräfte um zu viele "Kunden" kümmern.

    Exakt das meinte ich. "Hervorragend" im wahrsten Sinne des Wortes auch nur, weil die meisten Anderen noch miserabler dastehn. In dem Bezug kann einem für die Britten bspw. wirklich Angst und Bange werden.

    Das wären m. E. sogar erstaunlich viele freie Betten. Eine Feundin arbeit als Krankenschwester auf der Intensivstation und da gab es Ende des letzten Jahres immer mal wieder die Situation, dass alle saarländischen Intensivbetten belegt waren. Das ist die traurige Realität, wenn ein Krankenhaus zweistellige Rendite abwerfen soll.

    Keine Ahnung, ob es in anderen Regionen entspannter aussah. Ich hoffe es mal. Das war schließlich noch vor der Grippesaison.

    Ein weiteres Bsp. gefällig?
    Laut saarl. Pandemieplan (der aktuelle ist übrigens über 10 Jahre alt) soll es im Ernstfall 8 Kliniken geben die als Schwerpunktzentren ausschließlich Infizierte versorgen und so in anderen Kliniken der reguläre Betrieb weiterlaufen kann.
    Von diesen 8 hat man im Zuge der Profitmaximierung 2 mittlerweile komplett geschlossen. Nr. 3 + 4 sollten dieses Jahr folgen. (Fun Fact: Die Mitarbeiter hat man zuvor Jahre lang genötigt auf tariflich zugesichertes Weihnachts- und Urlaubsgeld zu verzichten. Im Gegenzug sollte ihr Arbeitsplatz sicher sein... mmhh... doch kein Fun im Fact).

    Ich denke im internationalen Vergleich ist unser Gesundheitssystem hervorragend. Aber ich befürchte, dass sich der Fokus auf das Kaufmännische auch bei uns rächen wird.

    Dann kommst Du auf rund 0,1 - 0,7%.

    Ja. Die Rechnung kenne ich auch. Sowohl in China, wie auch in Italien gibt es ja Hinweis dass der eigentliche Ausbruch des Virus viel früher, als offiziell verkündet, stattgefunden hat. Die Italiener berichten bpsw. von einer massiven Zunahme von Lungenpneumonien in der Lombardei um Weihnachten, also knapp 2 Monate vor Patient 0. Folglich würde die Dunkelziffer viel viel höher liegen, was Todesraten relativieren würde.

    Li et al. kommen im renommierten Science Magazin zu ähnlichen Thesen, was den starken Rückgang der Fallzahlen bei den Chinesen erklären könnte. Wobei ich deren Statistiken aber grundsätzlich eher nicht so wirklich glauben mag. Egal um was es geht...

    Ich möchte mal einen anderen Aspekt ansprechen.
    Bitte nagelt mich nicht auf konkrete Zahlen fest. Die könnt Ihr leicht selbst recherchieren in den Tagesnachrichten, mir geht es nur um eine grundsätzliche Größenordnung. Ich sehe dort vor allem drei Angaben:
    Infiziert: 60.000
    Gestorben: 450
    Genesen: 8.500
    Damit sehe ich meine Eingangsbehauptung von vor einigen Tagen bestätigt: wir haben es nicht mit dem alles uns bekannte Leben vernichtenden Killerkeim zu tun.

    Naja, in Italien und China sind die Menschen im Schnitt 13 Tage nach der Infektion verstorben. Also müsste man die Sterbefälle bei uns in Relation zu den Zahlen von vor knapp 2 Wochen setzen, das ergibt für mich erschreckende ~8%.8|

    Edit: oder die Zahlen der Toten mit denen der Genesenen vergleichen, da komm ich immernoch auf 5%
    Auch das jetzt irgendwie nicht so richtig geil.

    Zum Thema Hamstern: Ich kaufe nun auch mehr als sonst. Mit dem Ziel nur noch 1x Woche (oder besser noch seltener) einkaufen zu müssen.

    Der tatsächliche Nutzen der Ausgangsbeschränkungen wird auch unter Fachleuten kontrovers diskutiert. Aber immer wieder erschreckend wie wenig es braucht, damit die Rufe nach einem starken Anführer lauter werden.


    Jetzt tust Du aber so, als seien sich Politiker und Virologen weltweit irgendwie einig. Das ist leider nicht so. Und ich vertrete ja keine Thesen, die nicht auch von Politikern oder Virologen oder sonstigen Fachleuten vertreten werden.

    Eine dieser Stimmen gehört einem Professor der Stanford University. Ein sehr interessanter, aktueller Artikel (leider nur auf englisch), in Bezug auf die vorhandenen Daten und was daraus gemacht wird.

    Der Mann meiner Cousine wurde nach Rückkehr aus dem Skiurlaub in Ischgl positiv getestet... Nachdem er erst noch ne Woche unter Leugnen irgendwelcher Symptome arbeiten war. Milder Verlauf, alles gut. Meine Cousine wurde nach Husten Ende der Woche ebenfalls getestet, Ergebnis heute auch positiv.

    Meine Tante und das Kind meiner Cousine gelten laut Gesundheitsamt nun auch als positiv, obwohl sie weder getestet wurden, noch Symptome zeigen. Sie leben im selben Haus. Wenn das tatsächlich bundesweite Praxis ist, kann man sich vorstellen wohin die Zahlen gehen...

    Wie is es eigentlich? Müsst/Dürft ihr alle noch arbeiten?
    Ich bin Angestellter im Jugendamt und Vormund von 50 Kids. Theoretisch könnte ich meine Arbeit per Telefon und Computer von zu Hause aus machen, aber mein Arbeitgeber ist leider unglaublich unflexibel und so versammeln wir uns morgen erneut mit 40 Menschen, die sich Toilette und SozIalräume teilen müssen. Dabei darf ich ohnehin nur noch zur Krisenintervention raus oder zu Gerichtsterminen, sofern diese überhaupt stattfinden, d.h.ich arbeite eh hauptsächlich am Telefon. Vorteil allerdings, der Job is krisensicher und auch noch da, wenn monatelang keiner vors Loch darf.
    Wie is es bei euch?

    Die Zahlen in Bezug auf die Grippe kann man sich beim RKI sehr detailliert anschauen. Da gibts schon seit Jahren Statistiken. Bspw. ist für mein Bundesland von der KW 10 zur KW 11 ein leichter Rückgang zu beobachten.

    Aber...nur für das Saarland gab es bereits im November keine freien Intensivbetten mehr und die ursprünglich in Rettungswagen eingesetzten mobilen Beatmungsgeräte wurden bereits zweckentfremdet. Das war der Normalbetrieb.

    Das ist alles so auf Kante genäht, dass selbst ein minimaler Anstieg (und z.Zt. ist er exponentiell!) schnell das System überlastet.

    Ich hoffe wirklich, dass man hier in Zukunft hinschaut. Die systemrelevanten Berufe werden sich in den nächsten Wochen wohl herauskristallisieren und zukünftig sollte man die auch entsprechend behandeln. In der Vergangenheit waren ja anscheinend nur Banken systemrelevant.

    https://www.der-postillon.com/2020/03/applaus-lob.html

    https://www.der-postillon.com/2020/03/gesundheitssystem.html

    Sorry, aber das mit den Handydaten ist doch der allergrößte Witz. Seit Jahren nutzen Konzerne diese Gewinnmaximierung. Bewegungsprofile werden gespeichert, Nutzerdaten ausgewertet und zu Werbezwecken verkauft...jetzt hat das ganze vllt. mal einen gesellschaftlichem Mehrwert und die Leute regen sich darüber auf.

    Konzerne dürfen damit Geld verdienen, aber zum Schutze der Gesundheit lehne ich das ab? :ohno_

    Zumindest bei mir schwingt unabhängig von diesem Virus die Befürchtung mit, dass es ähnlich wie bei den Amerikanern mit ihrem Patriot Act bzw. Freedom Act, interessant wird, diese Maßnahmen wieder rückgängig zu machen. Aber da sind die Handydaten das Allerletzte was mir Sorgen bereitet, die werden seit Jahren ohnehin schon genutzt.

    Meon GranBoard 3 lief mit Batterien erstaunlich lang. Den genauen Zeitraum kann ich Dir nicht mehr sagen, aber ich schätze 75 h + könnt schon hinkommen.

    Mich hat das 5-Loch-Dilemma zuerst auch Sorgen gemacht. Aber da ja alle auf die Scheibe werfen, ist das im Grunde Wurst. Sind halt dann eher so Spiele wie man sie ausm TV kennt. 100+ Average, massig 180er etc.

    Wenn man allerdings zuhause fürs nächste Turnier trainieren will, ergibt es glaub ich eher weniger Sinn.