Beiträge von Top Gun

    Ich spiele 45 mm Spitzen und habe damit sehr gute Erfahrung gemacht. Hängt aber auch davon ab, wie man den Dart hält beim Wurf. Ich habe den Daumen ziemlich hinten im letzten Drittel des Barrel und mein kleiner Finger liegt auf der Spitze auf. Somit habe immer den gleichen Griff. Die Darts stecken auch etwas versetzt obwohl sich die Spitzen im Board fast berühren. Somit bounced mir auch kaum ein Dart aus dem Board. Muss aber nicht für jeden optimal sein.

    Gruß Kai

    Da hast du ja ne ganze Menge Diskussionsstoff in einen Post gepackt:

    Ist das wirklich so? Heißt das im Umkehrschluss, dass Spieler, die nur einmal pro Woche die Darts in die Hand nehmen, nicht besser werden können?

    Der Stand ist sicherlich ein elementares Leistungsmerkmal, aber dieser alleine wird sicherlich keinen konstanten Wurf bewirken.

    Wie meinst du das genau? Spielst du in Trainingsmatches mal ein Shorleg (im Bereich 17 bis 21 Darts) oder spielst du ganze Matches mit einem Average über 70? Und wie ist dein Avarage über eine Liga-Saison dazu im Vergleich?

    Punkt 1: Wenn Du auf 60+ Avg. kommen willst, reichen 1-2 mal die Woche nicht aus. Ne Pause machen ist sicherlich kein Problem und hilft auch manchmal wenn gar nichts mehr läuft. Aber ich habe festgestellt, wenn Du nicht nur ein Freizeitspieler bleiben willst, mußt Du regelmäßig spielen. Dein Kopf und dein Körper stellen sich nach einer Zeit auf die Wurfhöhe und Wurfkraft ein. Ich gehe morgens kalt an Board und halte die 20 mit 10-20 Darts. Die Ausreißer sind minimal gegenüber früher.

    Punkt 2: Wenn Du nicht exakt auf deinem gewohnten Abwurfpunkt stehst, wirst Du nie einen automatisierten Wurf haben. Mach die Augen zu und werfe aufs Board. Ziehe dabei den Arm richtig durch, wie Du es ja immer machen solltest. Dann sollte der Dart annähernd in der 20 stecken. Das wirst Du nie können, wenn Du ständig anders stehst.

    Punkt 3: Ich habe gestern einen Gesamtaverage von knapp unter 60 gespielt. Da waren 19er, 20er, 21er dabei. Davor bei dem Spiel auch mal ein 16er. Will damit nur sagen, in einem Spiel das nicht im Kopf statt findet, kann man solche Leistungen abrufen. Sobald es aber über den Kopf geht, kommt die Psyche. m Ligavergleich liege ich im Moment bei 54 Avg. Leider geschuldet meiner schlechten Doppelquote. 30 Ligaspiele davon 205 100er, 34 140er und 6 180er aber nur 13% auf Doppel im Modus best of 8 legs. Da ist noch Luft nach oben.

    Bitte verstehe das nicht falsch. Ich will nicht sagen, das ich der Allwissende bin. Ich spreche dabei von meinen Erfahrungswerten.

    Für eine Leistungssteigerung ist eben ein fast tägliches Training notwendig. Seit der Pandemie spiele ich jeden Tag ca. 1.5 Stunden. In dieser Zeit hat sich mein Avg. erheblich gesteigert. Diese Schwankungen habe ich auch immer wieder. Die sind aber unabhängig von irgendwelchen Ereignissen. Am Anfang war ich darüber sehr enttäuscht, das es nicht gelaufen ist. Zweifel kamen auf. Jetzt ist mir das echt egal, da nach dem Tief wieder ein neuer Level kommt. Je weniger man sich da verrückt macht, um so schneller ist es vorbei. Früher waren die Einbrüche mal 7-10 Tage, heute bin ich nach 2-3 Tagen wieder raus.

    Ich kann nur jedem eine Onlineliga empfehlen. Durch die Mischung aus Spielen gegen den Computer, Training im waren Sinne (wie von totem Dichter Anfangs beschrieben) und den gnadenlosen Ligaspielen bekommt man die richtige Entwicklung.

    Es gehört natürlich schon viel Eigenanalyse dazu um auch Fehler zu erkennen. Wenn ich manchmal sehe, wie Spieler schon seit Jahren mit sich hadern und fast bei jedem Wurf eine andere Armhaltung oder nach jeder Aufnahme anders stehen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Als Sportschütze habe ich gelernt, akribisch immer wieder den selben Stand einzunehmen und die selben Bewegungen zu machen. Ohne diese Grundlage geht es nicht. Ich kann mich zu 100% darauf verlassen, das dies immer wieder so ist. Ohne mich jedes mal darauf zu fokussieren. Dies ist der Anfang zu einem guten Avg. Wenn Du die Positionierung automatisiert hast, fliegen die Darts auch konstant. Bei mir sind es jetzt nur noch die Nerven, die mir ab und an mal zu schaffen machen. Gegen meinen Trainingspartner spiele ich zeitweise 70-80 er Legs, weil es mir egal ist wer gewinnt. In der Liga komm ich dann über die 60 gesamt nicht raus. Aber durch die vielen Spiele (32er Ligafeld zu spielen in 4 Monaten) verliert sich auch da immer mehr das flattern.

    Ich nutze auch sehr oft die senkrechte Schnur, um mich auf das 20er Segment zu fokussieren. Wenn ich merke, das die Streuung mal wieder zu groß wird, hänge ich die Schnur auf und werfe 10 - 20 Aufnahmen. Danach geht es wieder besser. Den automatisierten Wurf habe ich dadurch schon ganz gut drauf, allerdings gehen die Doppel nicht mehr so gut. Hatte gestern mal wieder ein Spiel BO 8 Legs und dabei 10 x 100 und 2 x 140 aber 10% Doppelquote. Das nervt mich noch etwas.

    Ich habe mir anfangs ein Stativ ca. eine Armlänge vor die Abwurflinie gestellt und nach jedem Wurf meine Hand darauf aufgelegt. Somit stellt man sicher, das man beim Wurf die Hand auch durchzieht. Das Stativ kann man sich in der Höhe so ausrichten, das eine natürliche Abwurfhaltung beibehalten wird. Es ist echt erstaunlich, welche Ergebnisse man dadurch erzielen kann. Dies habe ich mir bei Harald (Dartwurfanalyse) abgeschaut. Er nutzt dafür so ein Holzständersystem, das er auch vermarktet. Man kann es aber auch improvisieren.

    Ander Stelle nochmal vielen Dank für das Trainingstagebuch. Ich habe den Link bereits an Spieler weiter gegeben. Da ich selber Trainer bin, bin ich immer offen für Trainingsmöglichkeiten außerhalb der üblichen Trainingsspiele.

    Die Idee hatte ich auch schon mal. Würde das Board dann auch auf ne Holzplatte kleben. Da ich dann gerne das Surround drum herum lasen würde, würde ich dir die Bulls Scheibe Compy Softtip empfehlen. Kostet 19,95 und ist vom Durchmesser fast wie das Steeldartboard.

    Gruß Kai

    Na super. Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Hätte mir schon sowas gedacht, aber schade halt. Gute Tips bekommt man auch in verschiedenen YouTube Tutorials (Robstar 180 z.B.) und die Kosten nichts.

    Gruß Kai

    NEUBOARDGERUCH :huepf:

    bsc Ich werde berichten wenn ich das Board ein bisschen länger bespielt habe.

    Der erste Eindruck ist auf jeden Fall TOP. :daumen:

    Was ich absolut gut finde, das da nur die beiden dezenten Logos drauf sind und nicht auch noch das BDO Logo.

    Ich bespiele das Board nun seit 6 Wochen täglich 1.5 Stunden. Es ist echt der Knaller. Kaum Abnutzungsspuren, ausser auf der dripple 20 😉 Ist echt das Geld wert und wird auch das folgende Board werden. Es ist auch sehr leise. Da hätte ich schon andere Bretter.

    Gruß Kai

    Das Board habe ich seit einer Woche im Einsatz. Sehr zu empfehlen! jeden Abend 1.5 Stunden beballert und kaum Spuren. Allerdings mit normalen Stahlspitzen.

    Oft schleichen sich kleine Schlampigkeiten beim Wurf ein. man zieht den Wurf nicht richtig durch, oder nach dem loslassen geht die Hand zur Seite weg. Mein Tip: Ich stelle mir ein Stativ auf Armlänge vor mir auf. Den Kopf des Stativs stelle ich so ein, das er etwas unterhalb der Höhe ist, an dem ich den Dart los lasse. Nun werfe ich auf das Board und nach dem los lassen, lege ich meine Hand auf das Stativ. Die Höhe kannst Du dann noch gegebenenfalls korrigieren. Stelle das Stativ ruhig so hin, das deine Position zum Board wie beim normalen Wurf ist. Somit ist deine Wurfbewegung bei jedem Wurf gleich und Du ziehst deinen Arm auch immer gleich durch. Wenn Du die richtige Einstellung gefunden hast, wirst Du sehen, wie deine Darts immer zentraler im Board einschlagen.

    Manchmal werfe ich zum aufwärmen auf eine Schnur, die ich mittig über dem 20er Feld montiere. Somit fokusierst Du dich nicht mehr auf die gesamte Breite des Segments sondern nur noch auf die Schnur.

    Gruß Kai