Das Leidige ist, daß ein guter Schreiber das Spiel nicht besser macht, ein schlechter Schreiber aber dafür das Spiel kaputt macht.
Bei mir begann alles auch ziemlich bitter....
Als Kellerdarter war ich ziemlich gut. Ich machte mir ums Schreiben wenig Gedanken. Denn als Spieler weißt Du, was Du gerade geworfen hast.
Dann ist das subtrahieren nicht so schwer. Als Schreiber hast Du es schwerer: Du mußt das 'Geworfene' erst einmal zusammen rechnen und dann abziehen.
Und das für beide Spieler.
Ich bin dann in einen Verein und habe das erste mal ein Scoreboard in echt gesehen.... OK, dann habe ich bewiesen, wie eingerostet man nach der Schulzeit ist.
Grauselig!
Es ist aber genauso, wie hier schon gesagt: Nach einiger zeit geht es recht gut. Erstens sucht man sich selbst die beste Rechentechnik aus und zum zweiten gibt es Kombinationen, die sehr oft geworfen werden. Da kennt man das Ergebnis einfach.
Ich habe manchmal Schwierigkeiten, wenn es in den Finishbereich geht. Nimmt der Spieler den 'normalen' Weg, ist es ok. Wenn aber nicht, brauche ich für ungewohnte Zahlen auch mehr Zeit.
Für die unteren Liegen reicht das aus und ich bin da sehr sicher geworden.
In Turnieren kann es aber sein, daß Du ein schnelles Match schreiben mußt. Ich beuge ein wenig vor, daß ich den Spielern sage, daß ich manchmal Unterstützung brauche.
Das geht dann meist so, daß mir der Spieler bei 'komplexeren' Zahlen das Wurfergebnis nennt. Dann muß ich nur noch subtrahieren.
Ich habe noch auch keinen Spieler gesehen, der 'bescheißen' wollte. Da merkt i.d.R. auch der Gegner.
Leider findet man Spieler (Verlierer), die immer eine Ausrede haben: Schwindelgefühle, Rechenschwäche, Extrem weitsichtig, besoffen..., etc !
Ich stehe auf dem Standpunkt: Wer nicht schreibt, der spielt auch nicht. Beim Training setze ich das auch durch.
Zu den diversen Schreibweisen: Ich habe die unterschiedlichsten gesehen. Habe mich zu Anfang gefragt, was der verbogene Blitz da bedeutet. manchmal mit einer Zahl da drunter.
Ok, heute weiß ich es. Aber ich bin für klare Zahlen. Auch sollte, sobald der Finishbereich erreicht wird, die aktuell geworfene Zahl und der vorherige Rest durchgestrichen werden. Damit verläuft die Linie etwas diagonal und es ist immer klar, was der aktuelle Rest ist.
Ist die Tafel voll, nicht komplett auswischen, sondern unten die letzten zwei Berechnungen stehen gelassen.