Beiträge von Horst Girtew

    Schreib die Gegner für die nächsten beiden Spiele an und mach einfach erstmal die nächsten Spiele. Am Anfang der Saison kann man ja immer noch ein bißchen switchen und dann holt man das Spiel mal irgendwann nach. Wenn derjenige aber nach drei, vier Spieltagen noch gar kein Spiel gemacht hat, dann fällt das schon auf.

    Ja dann kommt man durch die zu hohe Erwartung, schon mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit in die Situation, dass man darunter bleibt und programmiert die Enttäuschung schon vor. Aber vielleicht sollte man diese Gedanken nicht zu weit ausspinnen, um nicht jemandem vom Spielen abzuhalten, bevor er richtig angefangen hat. Es gibt sicherlich auch viele Leute, die ne Menge Freude an dem Spiel haben, weil sie einfach nur spielen und sich genau diese Gedanken gar nicht machen.

    Verwerfen, neu rechnen müssen, wieder verwerfen, neu rechnen, nur noch Stellen können, der dritte Dart trifft - Ha ha, wenigstens noch ne 32 gestellt, zusammengerechnet: Rest 42.

    Ist aber immerhin eine wirksame Methode, den Flow auch wirklich zu beenden.

    Das hängt auch von der eigenen Leistung ab. Wenn ich für meine Verhältnisse gut spiele und ich kriege richtig eine auf den Deckel, weil der Gegner noch fünfmal besser spielt, dann habe ich gar kein Problem damit, haushoch zu verlieren. Wenn ich aber verliere, weil ich Chancen nicht nutze und/oder generell unter meinen Möglichkeiten spiele, dann ärgert mich das massiv. Dann bin ich aber sauer mit mir selbst und suche nicht die Schuld woanders.

    Man ist schön drin in diesem Flow, steht bei 188 mit noch einem Dart, wirft ihn auf die T18 und trifft. Man steht nun bei 134 und denkt, wenn man die T18 nicht getroffen hätte, sondern nur S18, dann hätte man die Chance auf ein 170er Finish gehabt, was in dem Flow garantiert geklappt hätte, aber vielleicht wäre beim Verfehlen der T18 ja der Flow auch schon zu Ende gewesen … und schwupp hat man sich den ganzen Flow kaputtgedacht und schafft die 134 mit 9 Darts nicht.

    Nein mit Blamieren meine ich nicht, dass die Anderen mit dem Finger auf einen zeigen und lachen. Das wird sicherlich nicht passieren. Aber ich bin enttäuscht, wenn ich hinter meinen eigenen Erwartungen zurückbleibe und empfinde das als Blamage vor mir selbst. Das ist ja auch bei jedem anders, was er erwartet und wie er mit seinen Erwartungen umgeht. Bei jemanden, der sich einen 75er Avg antrainieren will, bevor er irgendwo hinfährt, kann ich mir eine sehr hohe Erwartung vorstellen und da ist die Enttäuschung, die man selbst als Blamage wahrnimmt, weil man ja (wer kennt die Aussage nicht?) eigentlich viel besser spielt, sehr nahe.

    Wenn man zu einem Turnier geht und ansatzweise diese Leistung dort abrufen kann, muß man sich auch nichtmal selbst um einen Verein kümmern. Dann kommen die schon auf einen zu. Es ist aber wie schon angesprochen wurde, ein Unterschied, ob man zu Hause spielt oder woanders. Man kann etwas abgebrühter sein und es macht einem nicht soviel aus, es kann aber auch passieren, dass gar nichts so richtig klappt. Da ändert sich auch nichts dran, wenn man noch ein Jahr alleine Zu Hause spielt, also zum Turnier und gucken, was passiert.

    Ich habe es übrigens ähnlich gemacht. Einige vertreten ja die Meinung, man solle sofort raus und loslegen, aber ich wollte mir auch lieber erstmal eine gewisse Grundlage antrainieren. Man will sich ja auch nicht blamieren. Bis jetzt lief alles auch so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Ich sehe den Sinn unterschiedlich langer Schäfte darin, unterschiedlich lange Barrels auszugleichen. Dabei erzielt man dann unterschiedliche Gewichtsverteilungen bei insgesamt ähnlich langen Darts. Und dann muss man die für seine Wurftechnik passende Gewichtsverteilung finden. Das kann man schlecht auf - ich spiele lange oder kurze Schäfte reduzieren.

    Ich war jetzt etwas irritiert. Dass jemand »klebrige Finger« hat, sagt man bei uns umgangssprachlich, wenn jemand klaut.

    Wenn es vorher nie da war und erst vor einigen Wochen plötzlich kam, könnte man auch nach der Ursache suchen. Schwitzt du schnell, also kommt es durch Schweiß, dann kam vielleicht irgendeine Komponente dazu, die mit dem Schweiß etwas Klebriges bildet. Oder ist es ausschließlich vom Schweiß und es hat erst vor ein paar Wochen angefangen, dass du überhaupt stärker schwitzt als früher? Das ist ja auch eine Körperreaktion, die eine Ursache hat.

    Das hängt auch vom Wurf und der eigenen Größe ab. Je schwächer der Wurf, umso höher ist ja die ballistische Kurve und wenn man dazu selbst noch etwas größer ist, kann es auch bei Decken Probleme geben, wo Andere noch keins haben. Hab das letztens bemerkt, dass ich noch problemlos auf D20 werfen konnte, aber mein größerer Gegner die Lampe traf, die per Galgen oberhalb des Boards hing.

    Abgesehen davon, dass es natürlich immer vorkommen kann, dass ein Board fehlerhaft ist, scheint so mancher Kritik aber auch eine zu große Erwartungshaltung vorauszusegehen. Die Dinger werden ja nicht von zarten Filigranfingern in sterilen Laboren unterm Mikroskop zusammengebaut.

    Ja bei den originalen Wänden sieht es aus wie ein Stoffbezug, aber ich dachte mir, wenn man die ein paarmal auf und abbaut und in einem Lagerraum stapelt, dann hält ein dünner Stoffbezug nicht lange. Einfach schön angepinselt und gut. Die Beleuchtung habe ich nach dem Prinzip auch schon mal erlebt. Ja die wirft Schatten. Einige Male beim Zugucken sah es so aus, als wäre das Bullseye leicht angeschmort, wenn der Schatten vom Flight direkt drauffiel. Aber irgendwie hab ich den Schatten beim Spielen selbst gar nicht bemerkt.

    Wenn es ohne das Board geht, also nur mit den Darts in der Hand als »Trockenübung«. könnte man auch mal versuchen auf etwas Anderes zu werfen. Also beispielsweise eine Zeitung vor das Board hängen. Wenn das klappen sollte, immer auf die Zeitung werfen und die nach einer Weile gegen ein weißes Blatt Papier tauschen. Wenn das klappt, einen kleinen Kreis in die Mitte malen, also praktisch das Bullseye aufmalen und darauf werfen. Wenn das klappt, ganz langsam Stück für Stück zu dem Bullseye das restliche Board dazumalen. Wenn das klappt, den unteren Teil des Blattes abschneiden, aber nicht weiter beachten, sondern weiter obenrum auf das Papier konzentriert weiter werfen. Dann spontan mal nach dem ersten oder zweiten Wurf oben, auf die freigelegte 19 switchen. Das Ganze mit einem Ritual verknüpfen, zum Beispiel beim Hinstellen mit der Fußspitze des nicht belasteten Beins zweimal auftippen. Also nicht das Switschen mit dem Ritual verknüpfen, sondern den Wurf an sich, damit der Wurf nicht beim Hinstellen mit der Konzentration auf dem Arm losgeht, sondern auf das Tippen mit dem Fuß.

    Falls es schon mit der Zeitung nicht klappt, dann nicht mit Gewalt versuchen und auch nicht die Schuld bei sich selber suchen. Dann war es mein Ansatz, der falsch war. Es sind aber so Kopfspielchen, die ich ausprobieren würde. Ich habe zwar keine größeren Probleme, außer dass es mal besser läuft und dann wieder gar nicht so gut, sehe die mentale Seite des Sports aber auch als einen sehr wichtigen Punkt an und versuche oft beim Kopf anzusetzen, wenn etwas plötzlich nicht mehr so richtig läuft.

    Immer die gleichen Schuhe kann ich mir aber als mentale Hilfe vorstellen, so im abergläubischen SInne. Man hat dann nur ein riesen Problem, wenn die Schuhe dann mal wirklich hinüber sind. Mir selbst sind die Schuhe egal. Ich spiele zu Hause in Socken, in der Kneipe habe ich Hauslatschen an (ist gleich das Haus nebenan, da ziehe ich mir nicht extra Schuhe an und gehe einfach in Latschen rüber), für Turniere hatte ich mir mal spaßeshalber ordentliche, schwarze Halbschuhe gekauft und beim Training normale Schuhe.
    Mit dem immer gleich stehen ist aber auch nicht gemeint, dass man 100%ig immer auf den Millimeter gleich stehen muß sondern, das man für seinen ritualisierten Ablauf eine fixe Ausgangsposition hat.

    Ansonsten merkt man das ja an Spielorten, wo keine Leiste da ist, sondern nur ein aufgemalter oder aufgeklebter Strich, wie man doch den Stand immer wieder leicht variiert.

    Wenn man zu einem Turnier fährt, wo der örtliche Verein am Vorabend 20 Wand-Podest-Board-Konstruktionen in die Turnhalle genagelt hat, kann man ja auch nicht davon ausgehen, dass die alle auf den Millimeter gleich sind und da muß man ja abliefern. Da hat man immer noch die Ausrede, dass man genau diese Abweichungen simulieren will, wenn es zu Hause um einen halben Zentimeter nicht stimmt.


    Ich würde daher sagen, das Ausmessen per Diagonale vom Bullseye zum Oche ist die genaueste Art und auch immer gleich, egal wie das Winkelverhältnis zwischen Wand und Boden ist.
    Gruß
    Otter

    Ein abweichender Winkel wird bei der Diagonalenmessung nur ausgeglichen, wenn die Wand schief steht, nicht wenn der Fußboden nicht waagerecht ist.

    Wenn die Wand schön senkrecht ist und der Fußboden schön waagerecht, dann würde ich einfach nur Wandabstand und Boardhöhe messen. Falls ich eine abenteuerliche Konstruktion habe, so dass ein gewisser Wandabstand zusätzlich entsteht und ich Angst habe, dass ich mich bei dessen Berücksichtigung plus Boardstärke vielleicht beim Abstand verrechnet habe, dann ziehe ich die Diagonale als Kontrollmaß hinzu, aber ich mache mir dann wegen 3 Millimeter auch nicht in die Hosen.

    Bei einem Ständer oder sonstigen kuriosen Wandabständen könnte man auch ein Lot benutzen, also eine Schnur senkrecht an die Vorderkante des Boards baumeln und dann dann den Punkt, von wo aus man den Abstand zum Oche misst.

    Es gibt auch allerhand lustige Trainingsspiele. Die 99 Darts auf 20 hast du ja schon entdeckt. Da kann man schwer sagen, welches das Beste ist, einfach mal durchprobieren. Da erkennt man dann auch, das man mit der Zeit besser trifft. So und mein Tipp zum Thema ist: Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, da stagniert das Ganze oder man wird sogar wieder schlechter und versteht die Welt nicht mehr. Das Forum ist voll mit Threads verzweifelter User denen es so ging. An diesem Punkt nicht zu verzweifeln ist das, was ich an der Stelle mitgeben möchte.