Beiträge von Horst Girtew

    Vielleicht soll ein Board auch gar nicht so lange halten wie möglich, sondern einen bestimmten Zeitraum, so dass man es besonders gut als das was es ist – als Verschleißteil – einsetzen kann und bei großen Turnieren eben zu den wichtigen Matches einfach ein Neues hinhängt und das Alte abschreiben kann. So steht man nicht von der Frage hält es noch 3 Spiele oder noch 5 oder soll die nächste Partie noch darauf gespielt werden und erst der Nächste kriegt ein Neues oder wenn man trotzdem mit der gleichen Intensität durchwechselt, hätte man am Ende lauter angespielte Boards übrig, die für das nächste Turnier nicht mehr gehen, aber zum Wegwerfen zu schade sind. Nicht in dem Sinne gedacht, dass man die absichtlich kurzlebig macht, sondern einfach nur, dass man keinen speziellen Wert auf Langlebigkeit legt, weil es für die Wettbewerbe bei der aktuellen Handhabung einfach so gut ist, wie es ist.

    Zweimal 180 innerhalb weniger Minuten im Training (deshalb nicht in der Challenge) und eine schöne Doppelquote von 45% im Turnierspiel (dort allerdings nur mäßiges Scoring) haben mir heute wieder mal etwas Freude gemacht. Was ich aber eigentlich noch schreiben wollte ist (fiel mir so im 180er-Challenge-Thread ein, ich wollte es dort aber nicht ausdehnen) wenn mal wieder jemand 3xT18 oder 19 oder 17 wirft und Diskussionen über Sinn oder Unsinn darüber vermeiden will, schreibt doch einfach dazu, es wäre beim Segmenttraining passiert oder beim Cricket und es war das letzte Segment zum Punkten.

    Die Hopserei finde ich auch albern, aber wenn man ihn einmal gesehen hat, reicht es danach schon aus, nur zu sagen »Das ist der mit diesem komischen Tanz.« Da wissen die Leute, die es schön finden, wer gemeint ist und die, die es nicht schön finden auch. Selbst wenn im Anschluß an diese Darbietung ein völlig langweiliges Match kam, an das sich keiner mehr erinnert. Wenn man sich als Person irgendwie vermarkten muß, vielleicht gar kein schlechter Schachzug wenn man so ein Alleinstellungsmerkmal hat.

    Naja aber der eine ist doch schon lange fertig und hat inzwischen allen Tach gesagt und der Mann, der da losgeht, verzieht einmal kurz das Gesicht, was alles und nichts bedeuten kann. Da könnte auch jemand einen albernen Spruch im Publikum hochgehalten haben oder ihm das Auge jucken. Ich hätte das beim Zugucken nicht mehr auf das Gehopse bezogen.

    Beim Blade 5 habe ich so lange gespielt, bis das 20er Segment ziemlich fertig war und dann erst gedreht, so dass ich das Board nach einer Runde rum wegwerfen konnte. Beim Gladiator drehe ich regelmäßig weiter, auch wenn es noch nicht besonders abgenutzt ist und will es sozusagen über mehrere Umdrehungen gleichmäßig runterspielen. Allerdings ist die Kombination Gladiator II und Reflex-Points um Längen haltbarer, als das Blade 5 mit normalen Spitzen, so dass man die absoluten Zeitspannen nicht gegenüberstellen kann. Außerdem spielt man ja nicht jede Woche gleich intensiv, zumindest nicht über die Lebensdauer eines Boards hinweg, so dass ich wahrscheinlich dazu übergehen werde, einfach spontan ohne konkreten Anlass und ohne Kalender immer mal zu drehen, bis es rundrum mittelmäßige Gebrauchsspuren hat und ab dann immer nach einer Weile das noch beste Feld nach oben. Das ist ja nichts, was man wirklich falsch machen kann und so kann man da ruhig seine eigene Philosophie entwickeln.

    Na wie das am Ende heißt ist ja erstmal egal. Die Frage ist erstmal, ob es weiter prodarter-Liga heißen soll, auch wenn da gar nicht mehr gespielt wird. Kann ja auch sein, dass es aus »Tradition« weiter so heißen soll, weil es die ursprüngliche Plattform bei der Gründung war.

    Wie ist das eigentlich mit einer Umbenennung? Es ist ja inzwischen dann doch mehr die Lidarts-Liga, statt prodarter, bzw. ist Lidarts ja inzwischen die Hauptplattform für die Spielabwicklung. Also falls noch mehr Kanäle in irgendwelchen sozialen Medien eröffnet werden, dass das vielleicht bei deren Neuanmeldung schonmal berücksichtigt wird.

    Wäre ja sinnvoller, im Namen die Plattform zu repräsentieren, auf der auch gespielt wird.

    Tz, mal klappt gar nichts und dann kommt wieder eine Serie mit Streuung Null, die sich darin zeigt, dass die Anzahl der Robin Hüte stetig steigt. Dummerweise ist die Kombination der vergleichsweise dünnen Reflex-Points, die wunderbar ihren Weg hinter die Schaftringe finden und der filigranen Spin-Köpfe so ungünstig, dass ich in den letzten Wochen satzweise Schäfte zerstört habe. Oft gleich im ersten Spiel nach dem Wechsel, gleich mal den frisch Getauschten.

    ich habe mir so einen kleinen Schleifstein gekauft, ich glaube von Bull’s war der. So ein Zylinder mit Einhöhlungen an den Stirnflächen. Ich schleife aber keine Spitzen rauh, da ich noch nie das Problem hatte, dass zu glatte Spitzen rausrutschen. Ich benutze das nur um Grat zu entfernen, der entsteht, wenn die Spitze mal doof auf was Hartes trifft und dann der entstandene Minihäkelhaken anfängt Sisal zu pflücken.

    Bei meinen eigenen Spielen sehe ich es auch nicht ganz so eng. Gegen den Computer spielt man ja auch gegen komplett ausgedachte Werte und man kann ja nur plausible Werte eingeben, von daher hätte auch ein schummelnder Gegner das tatsächlich werfen können. Es ist aber ärgerlich, wenn zum Beispiel bei so einem Tagesturnier 3 Leute rumspinnen und den ganzen Ablauf durcheinanderbringen, wo dann das ehrliche Spiel zwischen den restlichen 29 Leuten darunter leidet. Dann ist das, auch wenn die Veranstaltung insgesamt nur ein großer Spaß ist, trotzdem unsportlich.

    @ Horst
    Denkst du an ein mentales Problem wie Dartitis?
    Wäre zwar irgendwo logisch, aber da es mich auch trifft wenn ich gerade eine Hochphase habe und gut am Spielen bin wäre es aber eine eher ungewöhnliche Form der Dartitis.
    Im letzten Ligaspiel z.B. das 2. Einzel zu Null gewonnen, mit einem Schnitt von knapp an den 60. Also gut 10 Prozent über meinem Saison-Avg. 20 Minuten später im 3. Einzel Highscore 45 und sang und klanglos zu 0 verloren.

    Nee soweit denke ich gar nicht. Aber es gibt hier haufenweise Threads »Hilfe ich treffe nicht mehr…« oder so ähnlich. Ganz oft von Leuten, die sich irgendein Niveau antrainiert haben, 50er, 60er, 70er Avg oder so und plötzlich nichts mehr hinkriegen oder einfach nur nach erfolgreichem Training, bei dem sie sich stetig verbessert haben, plötzlich einbrechen. Einfach weil die mentale Seite unterschätzt wird und/oder das Mentaltraining dabei vernachlässigt wird. Ich habe Tage, wo ich den Kopf frei habe, da treffe ich wie ich will und gestern hatte ich ein Spiel, das spottet jeder Beschreibung. Da weiß ich, dass mein Hauptproblem im Kopf ist (sagen komischerweise auch Leute zu mir, die gar nicht wissen, dass ich Dart spiele) aber damit kann ich arbeiten.

    Wenn jetzt aber eine körperliche Behinderung dazukommt, die die Ausführung des Wurfes direkt behindert, fällt das aber sehr schwer zu analysieren, was jetzt welchen Anteil hat. Aber alleine der Umstand, dass sehr viele das Problem haben, plötzlich nicht mehr zu treffen, hilft ja schon dabei zu erkennen, dass man nicht der Einzige ist, der plötzlich und unerklärlich das Dartspielen verlernt hat.

    Grundsätzlich kennt dieses Phänomen ja jeder, dass man plötzlich nicht mehr so gut trifft und mit der Konstanz kämpfen ja auch alle mehr oder weniger. Die Schwierigkeit ist hier jetzt wohl herauszufinden, welchen Anteil die körperliche Einschränkung hat und welchen das Phänomen an sich, welches vom Kopf her kommt oder schaukeln sich sogar Beide hoch, weil man noch mehr drüber nachdenkt. Wenn man keine speziellen Beschwerden hat, also dass man genau sagen kann »Ich spiele nur schlecht, wenn mir der Knochen da und da weh tut.« und man ansonsten regelmäßig unter 20-Darter spielt, wäre das für mich ein Zeichen, dass es ja »eigentlich« geht und ich würde das eher dem Kopf zuschreiben. Jetzt bin ich mit meiner popeligen Erfahrung sicherlich weit davon entfernt, jemandem der über 40 Jahre spielt, gute Ratschläge geben zu können, aber das ist zumindest die Variante, wie ich das Problem bei mir selbst angehen würde.

    Man könnte es theoretisch zwar ändern, indem Neue grundsätzlich unten einsteigen und sich hochspielen müssen, aber dann gäbe es ein neues Problem. Es sind ja immer wieder Neue dabei, die etwas besser spielen und dann gäbe es unter den regulär in den unteren Ligen spielenden Leuten keinen richtigen Wettbewerb, weil immer nur die besseren Neuen durchgereicht würden und durch die Aussteiger käme ja trotzdem wieder Einiges durcheinander. Man kann aber weder das Aussteigen verbieten, noch bestrafen oder zu einer bestimmten Anzahl Saisons verpflichten.

    Man könnte eventuell eine Qualifikationssaison einführen. Alle Neuen spielen ihre erste Saison in einer Quali-Liga und werden danach entsprechend der Leistung wie bisher eingegliedert. Dann würden nach dieser Saison schonmal alle rausfallen, die in dieser Saison merken, dass es doch nicht so ganz das ist, was sie sich vorgestellt haben. Außerdem ist es umständlicher für Leute, die nur aus Spaß stänkern wollen. Die müßten dann ja erstmal eine Saison ganz artig und regulär durchhalten. Wenn dann jede Saison zehn Neue kommen, aber nach der Qualisaison nur drei davon übrig bleiben, die in der »richtigen« Liga eingegliedert werden, dann ist das ursprüngliche Problem zwar noch da, aber schonmal viel kleiner.

    Außerdem könnte die Quali-Saison auch Bedingung sein, um an den Turnieren teilnehmen zu dürfen.