Absolut! Aber es lohnt sich ja trotzdem, auf die spezifischen Institutionen zu schauen und zu diskutieren, wie sich ein gesamtgesellschaftliches Phänomen dort äußert. Nur weil es überall stattfindet, findet es ja nicht überall auf die gleiche Art oder im gleichen Ausmaß statt. In einer Universität herrscht z.B. ein wesentlich größeres Verständnis und ein anderer Diskurs über die genannten Themen.
Beiträge von Noumard
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Hallo Dartforum-Menschen

In diesem Thread möchte ich ein durchaus unangenehmes Thema ansprechen, dass mir über die letzten Jahre regelmäßig den Spaß an unserem schönen Sport genommen hat. Ich habe ein größeres Problem damit, wie im Dartsport mit Dingen umgegangen wird, die nicht in ein typisch-traditionelles Weltbild eingebunden werden können.
Dass Darts ein männlich dominierter Sport ist, ist ja kein Geheimnis, auch wenn glücklicherweise immer mehr Damen zum Sport finden und dort auch systematisch Fortschritte gemacht werden. Nichtsdestotrotz beobachte ich bei einer beunruhigenden Menge von Spielern in meinem Bekanntenkreis einige Eigenschaften, die eine für mich inakzeptable und leider oft mit dem Begriff "Männlichkeit" verbundene Handlungsweise an den Tag legen. Das reicht von recht harmlosem Egoismus und unbedingter Selbstaufwertung über Casual- und not so Casual Sexism bis zu ausgesprochener Fremdenfeindlichkeit.Dass es grundsätzlich unempathische Menschen gibt, ist natürlich keine Überraschung und hat auch erstmal nichts inherent mit dem Dartssport zu tun. Ich beobachte es allerdings als ein durchaus systemisches Problem - Zum einen, weil eine große Menge alkoholisierter Menschen grundsätzlich zu wenig nuancierten oder empathischen Grundhaltungen führt, im Darts kommt dann noch die große Mehrzahl an Männern hinzu. Meiner Erfahrung nach ist das die Kerngruppe im Darts, auch wenn natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Es muss sich auch nicht jeder angesprochen fühlen, der männlich ist und regelmäßig beim Darten Alkohol trinkt - eine große Menge Menschen tut dies, ohne unausstehlich zu werden. Hier sind nicht "Die Männer" als solches impliziert, die angesprochene Gruppe bildet schlicht ein größeres Potenzial für unangenehme Umgangsweisen.
Wenn die 26 bundesweit als "Schlampe" bezeichnet wird, ist das an sich nicht so dramatisch, es fügt sich aber in ein gruseliges Gesamtbild ein. Ein Gesamtbild, indem auf lokaler Ebene iilane Shafts und Flights mit (Zitat) "Bei der Farbe muss man ja direkt den Arsch zusammenkneifen, bevor da was drinsteckt was man nicht haben will" kommentiert wird. Und bei der Promi-WM die jüngeren weiblichen Teilnehmer inklusive Sherrock mit "Ausziehen, Ausziehen!"-Rufen bedacht werden. Man vergessen nicht den Kommentar Gordon Shumways auf Sport ein zu Anastasie Dobromyslova bzw. der Implikation, gegen eine Frau spielen zu müssen. Auch das äußert sich lokal: Hat schonmal wer gegen ne Frau verloren? Wie oft musstet ihr euch dazu noch Kommentare anhören? Mir begegnet es leider immernoch. Sexismus und Homophobie äußert sich meiner Ansicht nach oft subtil, und gelegentlich weniger subtil, ist für mich aber in beiden Formen inakzeptabel (An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass ich ein heterosexueller weißer Cis-Mann bin).Selbiges gilt für Fremdenfeindlichkeit, Patriotismus und Rassismus. Dass in deutschen Arenen gerne mal die Gegner der deutschen absolut unfair behandelt werden, ist mittlerweile international bekannt. Vor allem Rob Cross äußerte sich dazu ja bekanntlich sehr deutlich, und nicht zu unrecht. Leider erlebe ich auch in den Kneipen in meiner Gegend z.T. wesentlich ausgeprägteren Racial Slur und grobe Ausländerfeindlichkeit - Interessanterweise gar nicht oder nur eindeutig scherzhaft gegenüber tatsächlich ausländischstämmigen Spielerkollegen, dafür grundsätzlich gegenüber "Den Flüchtlingen" oder "Den Ausländern". Das ist meiner Ansicht nach zwar nicht so stark verankert wie der Sexismus, aber trotzdem hin und wieder anzutreffen.
Als letzter großer Punkt äußert sich für mich generelle Inakzeptanz von Andersartigkeit oder dem Zeigen von Schwäche. Ich selbst habe prinzipiell Probleme mit Social Anxiety und gehöre dementsprechend auch zur nervöseren Sorte Spieler. Leider fehlt vielen Spielern völlig das Verständnis dafür, wie es ist, nicht so dermaßen von sich selbst überzeugt zu sein, dass man auch Schwächen zeigen kann und muss. Wer mental nicht zu 100% auf der Höhe ist, findet meiner Ansicht nach wenig Unterstützung und noch weniger Freunde in der Darts-Community. Es gibt die verständnisvollen Spieler natürlich, sie sind aber meiner Ansicht nach eher die Ausnahme. Oft werden Aussagen darüber, das man sich bei Spielen unwohl fühlt ignoriert, mit nutzlosen Kommentaren weggewischt und leider auch als Angriffsfläche ausgenutzt. À la "Bist du doof oder was, du musst doch bloß geradeaus werfen" oder einfach nur "Der ist sone Pussy ey!". Letzteres vor allem, wenn man selbst versucht, sich freundlich und emptathisch gegenüber anderen zu Verhalten. Für mich spielt hier auch dieses vermeintlich "männliche" Stärke zeigen eine Rolle, viele müssen sich instinktiv gegenüber den anderen überhöhen, um selbst der eigenen sozialen Rolle als "männlicher", unangreifbarer Dartspieler gerecht zu werden. Leider ist Darts in der Realität vor allem im Profibereich ein Sport, der großes Potenzial für psychische Probleme bietet, da er sich größtenteils im Kopf abspielt und du gerade gegenüber eines ignoranten Publikums einen Druck bekommst, der am Rande des ertragbaren oder darüber hinaus liegen kann. Ich finde, Darts-Deutsshland als Community kann hier viel verständnisvoller agieren.Mich interessiert: Wie seht ihr das? Habt ihr selbst Erfahrungen mit den genannten Dingen gemacht, gehört ihr vielleicht einer Minderheit an und fühlt euch im Dartsport nicht immer willkommen? Habt ihr Erfahrungen mit Ausgrenzung durch psychische Schwierigkeiten gemacht? Oder widersprecht ihr mir und seht die Thematik gar nicht als großes Problem an?
Ich hoffe sehr dass wir, falls an einer Diskussion hier Interesse besteht, das ganze zivil und konstruktiv halten können. Ich habe wirklich keine Lust auf ein Thread, dass am Ende zu einer Beleidigungslawine gegenüber "den verdammten linksgrünversifften Social-Justice-Warriors" mit ihrer poststrukturalistischen Scheiße wird

Wir kriegen das freundlich hin, freue mich über jede Beteiligung

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Um Himmels Willen
Wir hätten das Spiel auch problemlos abbrechen und neustarten können, das waren ja mehr als erschwerte Bedingungen..
Hatte tatsächlich gerade erst von dem Absturz gelesen (glücklicherweise ist niemand verstorben, für die die es interessiert..) und mich auch gefragt ob das gestern was mit dir zu tun hatte. Aber die Chance ist ja dann doch recht klein das ein Flugzeug ausgerechnet im eigenen Ort abschmiert.
Sehen wirs positiv: Ohne Webcamdarts in Coronazeiten wär sowas gar nicht möglich^^ Ich hoffe es passt wieder alles stromtechnisch bei euch? -
Noumard 6:4 Krake https://lidarts.org/game/-hRVCXoo
Sehr ausgeglichenes, aber unkonstantes Spiel. Nach kurzen technischen Problemen bei Krake konnte ich auf 5:2 davonziehen und hatte mich schon mit dem Sieg arrangiert. Stattdessen kam mein Gegner dann nochmal ran, ohne mir wirklich großartig Chancen zu lassen. Als er auch im Entscheidungsleg davonzog ging ich eigentlich von einer Punkteteilung aus. Im allerletzten Moment verschenkt er das Leg dann, indem 60 Punkte Rest zu 5 werden und diese dann auch nochmal überworfen. Ich kann meinen dritten Matchdart auf der D10 nutzen.
Beeindruckend war das allerdings alles nicht. Trotzdem danke fürs spannende Spiel @Krake, ich hoffe dein Strom lebt noch
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Just während du das sagst kündigt die PDC wieder Dartevents mit Zuschauern an^^ Der World Cup geht im November nach Graz, dazu sollen die World Series Finals stattfinden, 4 Euro Tours in Ländern mit günstigen Gesetzen und die European Championship. Da bin ich mal gespannt ob wir uns bis September in der Lage sehen, solche Events auszutragen...
Das heißt aber wohl auch dass eine reguläre Fortführung der Tour nicht geplant ist. Mal schauen was das dann für die Ranglisten bedeutet. -
Dass sich Expertenmeinungen schnell ändern ist leider auch teil der ständig neuen Erkenntnisgewinnung.. Immerhin wissen Wissenschaftler ganz gut, dass sie einiges noch nicht wissen. So hat sich kürzlich auch Drosten positiv geäußert, was die Erwartungen einer zweiten Welle angeht: Möglicherweise lässt sie sich vermeiden, und wenn es eine gibt, sind wir gut vorbereitet. Ich denke das hat man gut sehen können in den letzten Monaten, unser System zur Eindämmung hat extrem effektiv funktioniert - und im Falle einer zweiten Welle wissen wir jetzt auch, welche Maßnahmen sich als wenig zielführend erwiesen haben und können das anpassen. Eine Ausgangsbeschränkung wird wohl nicht noch einmal verhängt werden.
Meiner Meinung nach war es völlig richtig, im Zustand der Unwissenheit zunächst vom schlimmsten auszugehen - besser das, als dass man das Virus fatal unterschätzt. Dementsprechend bin ich mit der bisherigen Krisenbewältigung äußerst zufrieden.
Etwas, dass sich ganz tagesaktuell an der Beurteilung des Virus geändert hat, ist die Bedeutung der Superspreader. Kurz gesagt: Man geht davon aus, dass wenige Infizierte viele Menschen auf einmal anstecken, aber die meisten Infizierten nur wenige andere. So verlaufen sich die meisten Infektionsketten relativ schnell, während einzelne sich gr0ßräumig verbreiten. Ein Faktor für die Ausbreitung ist wohl die Menge an Leuten auf engem Raum: Trifft man nur wenige Menschen, am besten draußen oder in genügend gelüfteten Räumen und bei ausreichend Sicherheitsabstand und Maske, scheint die Infektionsgefahr immer geringer zu werden und fast gegen 0 zu gehen. Selbst wenn man jemanden infiziert, entsteht daraus vermutlich keine Kette, wenn sich alle Beteiligten vorbildlich verhalten. Das macht eine eventuelle zweite Welle natürlich leichter nachvollziehbar, sie würde nicht überall zeitgleich ausbrechen, sondern wie die Erste von spezifischen Ereignissen ausgehen.Das bedeutet aber auch: Großveranstaltungen auf engem Raum und langer Kontakt in geschlossenen Räumen sind die Traumbedingungen für das Virus. Ich halte eine Aussetzung/Beschränkung von Großveranstaltungen weiterhin für sinnvoll, sollte sich diese Ausbreitungsart bestätigen - solange, bis ein Impfstoff existiert. Auch Alten- und Pflegeheime und Krankenhäuser sowie Schulen und speziell Kindergärten wären dann ein potenzieller Gefahrenraum. Hier bleibt nur inständig zu hoffen, dass Herr Drosten mit seiner Berechnung tatsächlich nicht richtig liegt und das Infektionsrisiko bei Kinder wesentlich niedriger ist! Auch Clubs, Restaurants und Bars könnten Schwierigkeiten machen.
Nach und nach werden wir cleverer als das Virus. Chris, ich denke wir sind uns einig wenn ich sage: Man sollte eine erneute Ausbreitung mit allen angemessenen Mitteln verhindern. Wir bekommen ein immer besseres Gefühl dafür, angemessene Mittel anzuwenden. Man darf nur nicht vergessen, wie schnell sich das Virus uneingeschränkt ausgebreitet hat - eine Rückkehr zur absoluten Normalität wie im Vorjahr wird wohl schlicht nicht möglich sein.
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Ah super, wenn du die Rheinische Post liest hast du sicher auch den Artikel gelesen, bei dem die Drosten-Kritiker sich von der Bild-Berichterstattung distanzieren und die fälschliche Zitation herausstellen
Dann sind wir Meinung über die Boulevardblättchen, man sollte sie nicht lesen. Die RP bezieht sich in ihrer kritischen Berichterstattung auch auf den Bild-Artikel mit ziemlich genau null kritischem Eigenanteil gegenüber Drosten. Von "immer mehr Experten" die die Studie "komplett zerreißen" ist da sicher nicht die Rede. Das musst du missverstanden haben...
Herr Kekulé ist natürlich kein Verschörungstheoretiker. Das hat aber auch nie jemand behauptet, außer der Strohmann dem du das gerade vorwirfst. Ich hab extralang ausgeführt warum eine Kritik an Herrn Drostens Studie weder eine endgültige Widerlegung derselben, noch Gotteslästerung ist. JEDE Studie ist darauf zu kritisieren, dass ihre Methode bestimmte Maßstäbe nicht perfekt erfasst und dadurch Ergebnisse in irgendeiner Hinsicht verfälscht werden können. Nichts anderes hat Herr Kekulé gesagt - In einem sowieso aufgeheizten Klima in diesem Thema aber sicherlich mit unglücklicher Öffentlichkeitswirkung und möglicherweise auch zu hart in der Forderung, die Studie müsse zurückgezogen werden. Zumindest Herr Drosten hat das als zu anmaßend empfunden.Nichtsdestotrotz ist hier spannend, dass offenbar Herrn Kekulé, der selbst (aufgrund seiner beratenden Position) keinerlei Infos selbst erarbeitet hat, plötzlich die Allkompetenz zugesprochen wird - solange er den bösen Beschränker Drosten kritisiert. Nur um das klarzustellen: Mit keinem einzigen Wort hat Herr Kekulé gesagt, dass Kinder NICHT oder weniger ansteckend sind. Er kritisiert die Methode Drostens und nimmt maximal impliziert eine gegenteilige Meinung ein. Nichtsdestotrotz kommt er - aufgrund nicht-virologischer Grundlagen - zu der Konklusion, Schulen müssten geöffnet werden und Kinder in Pools getestet werden (Bei positiven Pools wird dann dort einzeln getestet). Warum? Es ist ökonimischer. Eine wissenschaftliche Grundlage hat er für die Annahme, dass dies für den Krankheitsverlauf wenig dramatisch wäre, allerdings nicht. Im Gegensatz zu Drosten.
Wer von den beiden richtiger liegt, lässt sich noch nicht sagen, aber es ist sicher kein Streit zwischen zwei Extrempositionen, bei dem nur eine Partei gewinnen kann.
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Aktuell noch knapp 8000 nachgewiesene Infizierte in ganz Deutschland. Und Drostens Studie zu den Kindern und Schulschließungen wird auch von immer mehr Experten komplett zerrissen.....
Nein. Und das ist das Problem daran, seine Bildung aus BILD und Focus zu bekommen.
Hierr wird nichts "komplett zerissen". Die Autoren der vermeintlich "zitierten" Studien in Headlines wie "Kitas und Schu-" - Entschuldigung - "KITAS UND SCHULEN WEGEN FALSCHER CORONA-STUDIE DICHT!" haben sich sowohl von den dargestellten Inhalten, als auch (und vor allem) der Art und Weise distanziert, mit der die Bild dort berichtet hat. Diese Art von Berichterstattung versteht nicht, wie Wissenschaft funktioniert. Nattürlich können Ergebnisse fehlerhaft sein, es geht darum, über den Diskurs und die Zeit herauszufinden, was der Realität am nächstmöglichen kommt. Wenn Herr Drosten eine Studie veröffentlicht, wird diese zwangsläufig auch konterkariert werden von Wissenschaftlern, die ihm widersprechen. Der Tonfall mag manchmal scharf klingen, das ist aber nicht ungewöhnlich. Das soll aber - nach eigener Aussage der Autoren - weder die Ergebnisse von Herrn Drosten komplett zerstören, noch die eigenen Ergebnisse überhöhen. Sie sind ein Beitrag im Prozess der Wahrheitsfindung. Kritik ist in der Wissenschaft einfach Selbstzweck - Was gesagt wird, muss zur Diskussion gestellt werden.Hat Herr Drosten mit seinen Ergebnissen recht? Möglicherweise. Er ist nicht der einzige, der Kinder weiterhin als Infektionsherd betrachtet. Weil man Kinder von Beginn an extrem zuverlässig voneinander isoliert hat, sind die Ergebnisse hier einfach uneindeutig. Nicht falsch verstehen: Sie sind wesentlich aussagekräftiger als die Fieberträume einiger, die hier als sogenannte "Meinung" ins Forum gepostet werden. Es ist eben nur kein endgültiges Ergebnis in einer einzigen Studie zu erwarten. Wer Herrn Drostens Reaktionen verfolgt hat wird auch wissen, dass er zu keinem Zeitpunkt seine Inhalte als unangreifbar verkauft hat. Er kritisiert vor allem diejenigen, die ihm aufgrund falscher Berichterstattung oder mangelnder Lesekompetenz grundsätzlich falsche Methoden vorwerfen (d.h. Herrn Kekulé und die BILD-"Zeitung").
Und nochmal zur BILD. Ich möchte an dieser Stelle auf den Beitrag des ehemaligen Bild-Redakteurs Georg Streiter verweisen. Der Einfachheit halber hier der Originaltext (ohne Einleitung):"Heute mal wieder am Start: Filipp Piatov, der im Impressum
als Ressortleiter für „Meinung“ ausgewiesen ist. Verfolgt man seine
Machwerke über längere Zeit, kommt man schnell darauf, was wohl seine
Aufgabe ist: Piatov ist nicht dafür zuständig, verschiedenen Meinungen
im Blatt Raum zu geben, sondern ausschließlich dafür, die Meinung des
Chefredakteurs durchzusetzen.Nun will Piatov also Professor Christian Drosten zur Schlachtbank
führen und präsentiert uns heute die Schlagzeile: „Schulen und Kitas
wegen falscher Corona-Studie dicht – Kollegen von Star-Virologe Prof.
Drosten räumen Fehler ein“.
Selbst wenn man die nur als
niederträchtig zu bezeichnenden „Recherche“-Methoden von Herrn Piatov
ignoriert (darüber ist schon ausreichend geschrieben worden), bleibt
festzustellen: Diese Schlagzeile ist durch NICHTS belegt. Durch GAR
NICHTS! Wenn Herr Piatov auch nur einen Hauch Ahnung hätte vom
Boulevard-Journalismus, dann wüsste er: Was in der Schlagzeile steht,
sollte auch im Text stehen. Da steht es aber nicht. Da steht nur die von
Herrn Piatov selbst aufgeworfene FRAGE: „Sind unsere Schulen und Kitas
dicht, weil Drosten sich verrechnet hat?“ Fragezeichen! Im Ernst?Auch für die Behauptung, in Drostens Forscherteam seien „Fehler bereits
eingeräumt“ worden, findet sich im Text nicht der Hauch eines Beleges.
Die Quelle sind „BILD-Informationen“. Wenn man aber jemanden so an die
Wand nagelt, dann sollte man schon die Karten auf den Tisch legen.Ich habe von Virologie keine Ahnung, aber von Journalismus durchaus. Ob
Prof. Drosten immer alles richtig macht, weiß ich nicht. Aber ich bin
mir ganz sicher, dass Prof. Drosten seinen Beruf weitaus besser kann als
Herr Piatov seinen.
Er hat auch überhaupt nicht begriffen, wie
Wissenschaft funktioniert. Da geht es nämlich kooperativ zu:
Wissenschaftler forschen (und wissen nicht schon alles wie Herr Piatov).
Sie veröffentlichen und stellen ihre (Teil-) Ergebnisse weltweit zur
Diskussion. Dann geht es hin und her – und erst nach einiger Zeit (das
kann Jahre oder Jahrzehnte dauern) gibt es eine mehr oder weniger
abschließende wissenschaftliche Erkenntnis.
Einen Piatov-Text
dagegen kann man in 20 Minuten dahinrotzen. Egal, ob man Ahnung hat oder
nicht. Egal, welchen Schaden man damit anrichtet. Egal, wen man gerade
hinrichtet.
Es ist übrigens nicht das erste Totalversagen von
Filipp Piatov: Im Februar 2018 fiel er auf einen „Titanic“-Mitarbeiter
rein und schrieb – gegen massive Bedenken in der Redaktion - eine große
Titelgeschichte über eine „Neue Schmutz-Kampagne bei der SPD“. Piatov
veröffentlichte damals angebliche kompromittierende E-Mails von
Juso-Chef Kevin Kühnert, die sich im Nachhinein als Fälschungen
entpuppten. Selbst als die Geschichte schon öffentlich in Zweifel
gezogen wurde, twittere Piatov noch: „Liebe Kritiker der
Kühnert-Titelgeschichte, es handelt sich bei den E-Mails nicht um eine
„plumpe Fälschung“. BILD bekam Zugang zur Mail des Informanten. Mehr im
Artikel. ...“
Bei aller Kritik am „Head of Opinion“
(Piatov-Selbstdarstellung im Netzwerk LinkedIn) darf man natürlich nicht
vergessen, wer dafür die Verantwortung trägt. Das ist Julian Reichelt,
der „Vorsitzende der Chefredaktionen“. Es ist wie bei Hundebesitzern:
Das Problem befindet sich in der Regel am oberen Ende der Leine."Herr Piatov ist, wie von Streiter angedeutet, kein Einzelfall. So arbeitet man dort einfach: Nachrichten werden sich ausgedacht und dann noch durch solche Headlines bedacht, die noch kurioser sind als es die ausgedachte Geschichte vorher ohnehin schon war. Quellenarbeit und rationale Betrachtung kennt man dort nicht oder wendet sie aus purem Zufall an. Wer dem vertraut (und als zweite Quelle den Focus hinzuzieht), der informiert sich nicht an "bürgernahen Quellen", die Informationen schlicht einfacher als SZ und Spiegel darstellen. Man informiert sich bei der - Achtung - Lügenpresse. Und das ist kein Geheimnis.
Und weil ich schon riechen kann, wie jetzt Claas Relotious als Beispiel für die Fehleranfälligkeit des Spiegel herangezogen wird: Natürlich kann auch eine Qualitätszeitschrift nicht zu 100% fehlerfrei arbeiten. Aber bei den dortigen Verfehlungen handelt es sich um Einzelpersonen, gegen die sich die Zeitung mit ausgiebiger Qualitätskontrolle und sonstiger interner Politik stellt. Bei der BILD ist die Fehldarstellung System und Markenkern. -
Schließe mich Navigator an. Auch wenn man schreibt "Es ist nicht böse gemeint" und auch wirklich nur freundlich sein will - Das sagt wenig darüber aus, wie eine Aussage emotional aufgeladen ist und vor allem wie sie aufgenommen wird. In diesem Fall ist es doch einfach nutzlos, Jens' Fashion-Auswahl anzuprangern, ganz besonders wenn man ja selbst zugibt, dass es eigentlich völlig nebensächlich ist. Lass es einfach so stehen, tut doch wirklich niemanden weh welche Art von Shirt ein Dartspieler trägt. Oder ganz im allgemeinen wie sich jemand kleidet - sollte man in 99,9% der Fälle einfach unkommentiert lassen, das ist ja etwas durchaus intimes.
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Das mit den Doppeln treffen ist ganz einfach, man muß nur … ach das erzähle ich lieber nach unserem Spiel.
Ich will dir nichts vorwegnehmen, aber soviel sei gesagt: Wer beim Checken nicht auf Mondphasen, Höflichkeitsetikette und Unterwäschenfarbe achtet, hat von vornherein keine Chance.
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Ich melde mich zusammen mit JanErik für den World Cup an

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Naja, in erster Linie geht es bei der Übertragung ja um den Dartsport. Es ist ja jetzt keine Infosendung zur Umsetzung eines Hygienekonzepts im Spitzensport - dazu gibt es ja bereits einige Beiträge der öffentlich-rechtlichen. Für mich wird da geliefert, was ich von einer solchen Sendung in etwa erwarte (mal ausgenommen einen halbwegs unterhaltsamen Kommentar, irgendwie kriegen das in Deutschland nur Paulke und Shorty hin)
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Ich würde vermuten dass die Qualität heute doch arg anziehen wird. Zum Ende des gestrigen Tages sind ja schon einige Spieler wieder an ihre vernünftige Form rangekommen, heute wissen alle was sie erwartet.
Würde vor allem dem Herrn Kniest wünschen, dass er selbstbewusster schmeißen kann. Dem armen Kerl hat man ja deutlich angemerkt, dass er sich dort nicht wohlgefühlt hat. -
Ich sag's schon die ganze Zeit: Im Prinzip sind meine Erstrundenspiele das vorgezogene Finale. Verstehe bis heute nicht, warum mir die Orga nicht die Ranglistenpunkte für den zweiten Platz gibt.
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Glückwunsch an MightyMarv zum Sieg gestern! Der hat gegen mich schon so hinterhältig stark angefangen, das Endergebnis war ja quasi unvermeidbar

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Uiuiui, verschenkt! Haste wenigstens Matchdarts verschmissen?
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Noumard 6:3 DrUwe https://lidarts.org/game/-flUVm2Q
Vor lauter Freudentaumel über den Sieg hab ich meinem Kollegen gleich mal den Chat nach dem Spiel verwehrt - nochmal sorry dafür
War ein ausgeglichenes Spiel ohne besondere Highlights - beinahe wär mir die 125 über 50-25-50 gelungen, DrUwe hat zu beginn zwei 60+ Kombinationen gecheckt.
Danke fürs Spiel an dieser Stelle
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Melde mich auch für Donnerstag

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Moin

An die Orga, wer auch immer die Website editiert: Ich wollte mir mal meinen Spielplan in Liga 5 anschauen und habe festgestellt, das an Spieltag 4 ein Fehler unterlaufen ist: Anstatt meiner wenigkeit hat sich TheRaptor da als Gegner von Krake6568 eingeschlichen
Der hat in meiner Liga aber eigentlich gar nix zu suchen 