Hach, wie gut, daß man im Leben ja völlig ohne Theorie auskommt.
Dabei ist das bei diesem Beispiel doch so einfach.
Der physikalische Begriff für dieses Phänomen nennt sich Windfahneneffekt.
Wirkt eine Kraft genau senkrecht zum Masseschwerpunkt eines Gegenstandes, folgt der Masseschwerpunkt genau der Bewegungsrichtung der Kraft.
Ein praktisches Beispiel? Ein Autoanhänger.
Fährt das Auto vorwärts, bleibt der Hänger genau hinter dem Auto. Die Kraft zieht quasi vor dem Schwerpunkt (in diesem Fall die Drehachse zwischen den Rädern).
Fährt das Auto rückwärts, ist nicht sichergestellt, daß dessen Bewegungsrichtung genau durch die Drehachse des Hängers geht. Man muß dauernd korrigieren.
Für unsere Dartpfeile bedeutet dies:
Fasst man den Pfeil vor dem Schwerpunkt an und gibt mit den Fingern eine Bewegung vor, folgt der Schwerpunkt des Pfeiles genau den Fingern.
Fasst man hinter dem Schwerpunkt an, kann es passieren, daß der Schwerpunkt nun nach oben oder unten und auch seitlich auswandern kann. Dann ist der Teufel los.
Meist wird dann der Pfeil aufsteigen und nach oben hin wegdrehen. das liegt einerseits an der meistens bogenförmigen Abwärtsbewegung der Hand, andererseits daran, daß die Finger, seitlich an das Barrel gelegt, zur Seite noch eine gewisse Führung bringen.
Will man einen Pfeil hinter dem Schwerpunkt fassen, dann sollte neben dem Daumen und Zeigefinger noch ein dritter Finger vor dem Schwerpunkt diese Ausweichbewegung des Barrels verhindern. Kennt ja jeder diesen Finger weiter vorne. Oft sogar an die Spitze gelegt.
Aber es gelingt auch einigen Dartern, dieses System mit zwei Fingern zu stabilisieren. Dabei führen Daumen und Zeigefinger das Barrel unter Druck.
Das ist aber nicht so leicht und erfordert einiges an Übung.